Dampzentrale Bern: Gehaltschema für faire Löhne an Kulturinstitutionen in der Schweiz

Die Dampfzentrale Bern hat beim Zentrum für Kulturmanagement ZHAW die «Vorstudie Löhne Freie Kulturszene Schweiz» in Auftrag gegeben und basierend darauf ein Schema für faire Richtlöhne für Festangestellte an freien Produktionshäusern in der Schweiz entwickelt.

Diese Fair-Pay-Lohntabelle lehnt sich an am österreichischen Vorbild «Fair Pay für Kulturarbeit». Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung und Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt betreffen in erster Linie Freischaffende.

Die Vorstudie bietet eine Bestandesaufnahme der aktuellen Lohnsituation an freien Produktionshäusern (Fokus: Gastspielhäuser für Tanz und Theater). Die Resultate lassen sich auch auf Kulturzentren übertragen, die andere Sparten veranstalten.

Darauf aufbauend wurde ein Gehaltschema erstellt: Mit dem Gehaltschema können sich Kulturinstitutionen zu transparenten, fairen Löhnen verpflichten. Das Kerngeschäft jeder Kulturinstitution ist die Präsentation, Diskussion und Vermittlung künstlerischen Schaffens. Das Gehaltschema basiert auf der Haltung, dass kaufmännische und künstlerische Berufe auf ähnlichen Verantwortungsstufen gleich gewichtet werden sollen.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Löhne von Festangestellten an Schweizer Kulturinstitutionen sind weit unter dem Durchschnitt, wenn sie mit vergleichbaren Positionen in anderen Branchen verglichen werden. Das verstärkt den Fachkräftemangel, schwächt die soziale Nachhaltigkeit und die Konsistenz der Arbeitsqualität an den Institutionen. Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung, Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt und die Bemühungen im Rahmen der Kulturbotschaft 2025-2028 betreffen in erster Linie Freischaffende.

Was kann dieses Tool?

Das neue Gehaltschema bietet ein einfach anwendbares, übertragbares, transparentes Baukastenmodell für die Anwendung auf alle Stellen in einer Kulturinstitution.

Für wen ist dieses Tool?

Kulturinstitutionen in der Schweiz, die sich zu fairen, transparenten Gehältern verpflichten wollen.

Fokus: Gastspielhäuser Tanz und/oder Theater

Woraus besteht dieses Tool?

Zentrales Element des Gehaltschemas ist ein Baukasten-Modell zur Anwendung für alle Positionen in einer Kulturinstitution.
Die Grundlage dafür lieferten die Resultate aus der Vorstudie der ZHAW.

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (alle Werte)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Median)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Durchschnitt)

Impressum

Dampfzentrale Bern

Karin Bitterli (Kaufmännische Geschäftsführerin Dampfzentrale Bern), bitterli@dampfzentrale.ch

Talking Diversity

In der Kommunikation am Schauspielhaus Zürich wird diskriminierungssensible und -kritische Sprache verwendet. Damit das Publikum weiss, wovon gesprochen wird, wenn bestimmte Wörter benutzt werden, haben Mitarbeiter*innen und Ensemblemitglieder des Schauspielhaus Zürich ein Glossar mit Grundlagenbegriffen zusammengestellt.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Glossar ist eine Sammlung von Begriffen, die erklärt werden. Die Begriffe, die hier vorgestellt werden, sind explizit keine Definitionen und nicht für alle Ewigkeit in Stein gemeisselt.

Einige kommen aus dem US-amerikanischen Sprachraum und haben noch keine deutsche Entsprechung gefunden. Die Begriffe sind oft abhängig von lokalen gesellschaftlichen Kontexten, in denen sie verwendet werden, ihre Bedeutungen verschieben sich im Gebrauch.

Sie liefern ein temporäres Abbild unserer Zeit, im Wissen darum, wie schnell sich gesellschaftliche Zustände verändern.

Tags

#glossar
#diversity
#inklusivesprache #schauspielhaus.ch
#talkingdiversity

Wozu kann dieses Glossar beitragen?

Dieses Glossar sensibilisiert für diskriminierungssensible Sprache. Eine diskriminierungssensible Sprache hilft zu differenzieren und Stereotypisierungen und gewaltvollen Fremdzuschreibungen entgegenzuwirken.

Sie lässt stattdessen alle Individuen mit ihren persönlichen Zugehörigkeiten selbst und selbstgewählt sprechen.

Für wen ist dieses Tool?

Dieses Glossar ist für alle.

Die Begriffe sollen Mut machen, Sprache nicht als Zwang, sondern als kreatives Werkzeug zu begreifen, das es uns möglich macht, die Welt selbstbestimmt mitzugestalten.

Warum braucht es dieses Glossar?

Sprache ist ein fluides Tool. Sie spiegelt gesellschaftliche Prozesse, kann manchmal sogar Veränderungen vorantreiben. Wer das eigene Sprechen diskriminierungssensibel gestaltet, trägt dazu bei,

  • jahrhundertealte und gesamtgesellschaftlich wirkende Macht- und Gewaltsysteme zu überwinden,
  • die Herabsetzung von verletzbaren Menschen zu vermeiden und
  • marginalisierten Gruppen zu Sichtbarkeit zu verhelfen.

Marginalisierte Menschen sind nicht nur sprachlich, sondern auch in Medien, Politik und Kultur untervertreten und erhalten keine Bühne oder wenig Gehör für ihre Stimme.

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Das Glossar existiert auf Deutsch und Englisch.

Impressum

Textnachweise:
Die Texte aus diesem Glossar speisen sich aus unterschiedlichen Quellen, die wir gerne nennen und denen wir danken möchten: Diversity Arts Culture, www.diversity-arts-culture.berlin; Diversum – Verein für rassismuskritisches Denken, www.verein-diversum.ch sowie das Glossar in Evein Obulor & Rosamag (Hg.): Schwarz wird großgeschrieben, 2021. Ein Teil der Texte sind Originalbeiträge für diese Publikation.

Redaktion:
Fadrina Arpagaus, Yuvviki Dioh, Miriam Ibrahim, Laura Kaufmann, Laiya Sievi

Herausgeberin: Schauspielhaus Zürich AG Zeltweg 5, 8032 Zürich

FIT FOR THE FUTURE: Jahresbericht 2025

Dieser Jahresbericht dokumentiert das erste Jahr von FIT FOR THE FUTURE, einem dreijährigen Projekt, das im Rahmen des FIT-Festivals entwickelt wurde. Das Dossier gibt einen Einblick in einen Prozess der Beobachtung, des Lernens und der Transformation im Zusammenhang mit dem Wechsel der künstlerischen Leitung und macht dabei oft undokumentierte Dynamiken sichtbar: Beziehungen, Schwächen, Verantwortlichkeiten und implizites Wissen. Der Bericht enthält ausserdem einen vorläufigen Leitfaden für einen Wechsel der künstlerischen Leitung, der sich auf die Erfahrungen des ersten Jahres stützt und als Instrument zur Reflexion und Orientierung dient. Das Dokument präsentiert keine abschliessenden Ergebnisse, sondern einen fortlaufenden Entwicklungsprozess zur Schaffung eines nachhaltigen und replizierbaren Übergangsmodells im Bereich der Darstellenden Künste.

Dieser Bericht dokumentiert das erste von drei Jahren. Für 2026 ist ein weiterer vorgesehen. Ein dritter, für Ende 2027 geplanter Teil wird den gesamten Prozess als Modellprojekt vorstellen und in allen Sprachen verfügbar sein.

Woraus besteht dieses Tool?

Es handelt sich um einen Prozessbericht, ein Dossier, welches das erste Jahr eines Wechsels der künstlerischen Leitung dokumentiert und Überlegungen, Praktiken und einen operativen Leitfaden enthält.

Was kann dieses Tool?

Es bietet Orientierung, Sprache und kritische Werkzeuge, um Übergänge bewusster, langsamer und nachhaltiger zu gestalten.

Für wen ist dieses Tool?

Für künstlerische Leitungen, Kulturteams und Institutionen, die vor einem Leitungswechsel stehen oder einen solchen in Betracht ziehen.

Warum braucht es dieses Tool?

Um normalerweise informelles und nicht dokumentiertes Wissen, das oft Ursache für herausfordernde Leitungswechsel ist, sichtbar und teilbar zu machen.

 

 

 

Impressum

Paola Tripoli und Simon Waldvogel

produzione@fitfestival.ch

www.fitfestival.ch

 

t. Richtlöhne und Richthonorare

Die von t. Theaterschaffen Schweiz herausgegebenen Richtlöhne und Richthonorare dienen berufstätigen Personen in den Freien Darstellenden Künsten als Lohn- und Honorarkompass. Damit lassen sich ein angemessener Verdienst für ihre Arbeit berechnen sowie transparent und nachvollziehbar Lohn- oder Honorarverhandlungen führen.

Für die Weiterentwicklung der Richtlöhne und Richthonorare setzte t. Theaterschaffen Schweiz eine Arbeitsgruppe ein, die Ende 2021 ihre Tätigkeit aufnahm. In einer breiten Vernehmlassung bezog sie verschiedenste Akteurinnen und Akteure des Sektors aus allen Landesteilen in die Erarbeitung der Werkzeuge und in die Eruierung der Richtwerte mit ein.

Im Zuge der weiterentwickelten Richtlöhne und Richthonorare möchte t. Theaterschaffen Schweiz Profis auf und hinter der Bühne sowie die Interessensgruppen ermutigen, stärker in den Diskurs über Löhne und Honorare zu treten. Noch immer wird sowohl in den Freien Darstellenden Künsten als auch in der Kultur zu wenig über Geld geredet. Die t. Richtlöhne und Richthonorare schaffen hierbei mehr Transparenz und möchten die Verhandlungskultur fördern.

Woraus besteht dieses Tool?

Unter www.tpunkt.ch/richtloehne stehen zwei neu geschaffene Werkzeuge zur Verfügung, die auf die speziellen Arbeitsrealitäten in den Freien Darstellenden Künsten abgestimmt sind:

Tags

#verhandlung
#fairelöhne
#geld
#budget
#fairepraxis
#verträge

Was kann dieses Tool?

Mit dem t. Rechner können freischaffende und selbstständig erwerbende Personen ihren Lohn oder ihr Honorar für die Entwicklungs- und Probenphase ausrechnen. Einbezogen werden dabei neu Abstufungen wie z. B. die Arbeitserfahrung, der Verantwortungsgrad im Projekt und die Arbeitsregion.

Mit dem t. Budget kann der Richtpreis einer Aufführung sowie die Amortisationskosten pro Aufführung berechnet werden.

Warum braucht es dieses Tool?

Berufstätige Personen der Freien Theaterszene, der Kleinkunst und weiteren Sparten der Freien Darstellenden Künste haben aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Professionalität ein Recht auf faire Entlöhnung.

t. bietet hiermit das erste nationale Berechnungstool für mehr Transparenz und Verhandlungskultur im gesamten Sektor.

Für wen ist dieses Tool?

Es dient Einzelkünstlerinnen und -künstlern, Theatergruppen, Agenturen, Veranstaltenden, Theaterhäusern sowie privaten und öffentlichen Förderstellen als Orientierungshilfe.

Kontakt

t. Thaterschaffen Schweiz
www.tpunkt.ch

info@tpunkt.ch

Impressum

Arbeitsgruppe t. Richtlöhne und Richthonorare

  • Cristina Galbiati, Co-Präsidentin t. Theaterschaffen Schweiz
  • Eric Devanthéry, Vorstandsmitglied t. Theaterschaffen Schweiz
  • Nina Mariel Kohler, Vorstandsmitglied t. Theaterschaffen Schweiz
  • Christophe Drag, Adminstrativer Leiter Cie Philippe Saire
  • Gabi Bernetta, Produzentin, Bernetta Theaterproduktionen, Gewinnerin Schweizer Theaterpreis 2018
  • Anja Lauper, Agentin Kunstprojekte.ch / Tourbo-music.ch
  • Judith Rohrbach, ehem. Co-Leiterin Kleintheater Luzern / seit Oktober 2023 Leiterin Schweizer Künstlerbörse und Stv. Leitung t. Theaterschaffen Schweiz

Projektleitung Geschäftsstelle t.

  • Chantal Hirschi, Geschäftsleiterin t. Theaterschaffen Schweiz
  • Clara Gudehus, Verantwortliche Dienstleistungen und Projekte

Unterstützt von m2act /Migros-Kulturprozent, Swisslos Kultur Kanton Bern, Schweizerische Interpretenstiftung, Bundesamt für Kultur

Kleintheater Luzern: «Alle Inklusive» – eine Box für mehr

Was können wir als Menschen ohne Behinderungsperspektive dazu beitragen einen inklusiveren Zugang zu Gesellschaft und Kultur zu schaffen? Das beschäftigt das Kleintheater Luzern. Um sich einer Antwort anzunähern haben die Co-Leitung, der Inklusionsbeauftragte des Hauses und eine inklusive Arbeitsgruppe die Toolbox «Alle Inklusive» entwickelt. Diese Toolbox unterstützt Individuen, Gruppierungen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentliche Verwaltung auf dem Weg zu mehr Inklusion. Sie dient als Starthilfe für alle, die Barrieren abbauen möchten. Inklusion beginnt überall. «Alle Inklusive» ist praxisnah, humorvoll und ergebnisorientiert.

Hier sind weitere Informationen zum Kleintheater Luzern Projekt «Inklusiver Kulturbetrieb» und den Dokumentarfilm «Alle inklusive – ein Kleintheater will mehr».

Woraus besteht dieses Tool?

Die physische Toolbox besteht aus 3 Teilen.

  • Ohne Tabu: Ein Begriffsspiel, das Begriffe aus dem Themenbereich Inklusion vermittelt.
  • Werkstatt: Eine Workshopanleitung, mit der Teams konkrete Massnahmen entwickeln können.
  • Häppchenweise: Eine Website mit Übungen, Wissensinputs und wichtigen Links zum Thema Inklusion.

 

 

Für wen ist dieses Tool?

«Alle Inklusive» richtet sich an nichtbehinderte Individuen, Gruppen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentlicher Verwaltung.

Warum braucht es dieses Tool?

«Alle Inklusive» stellt zentrale Fragen und lädt dazu ein, diese gemeinsam zu beantworten:

  • Was bedeutet Inklusion in diesem Kontext?
  • Welches Wissen ist bereits vorhanden, und was muss noch erarbeitet werden?
  • Welche Ziele sollen erreicht werden, und welche Herausforderungen treten dabei auf?
  • Was motiviert die Beteiligten, den Prozess fortzusetzen, und welche Unterstützung ist dafür notwendig?

 

 

Was kann dieses Tool?

«Alle Inklusive» hilft dabei, sich Barrieren bewusst zu werden und mit dem Abbau dieser zu beginnen.

Tags

#inklusion
#kulturbetrieb
#alleinklusive
#Gesellschafsspiel
#Workshop
#Werkstatt
#theater
#behinderung
#kleintheaterluzern
#barrieren

Impressum

Kleintheater Luzern www.kleintheater.ch

Fabienne Mathis, Janine Bürkli

Verlag: Der gesunde Menschenversand GmbH, menschenversand.ch

«All Inklusive» wurde u.a. mit dem Competence Center for Diversity, Disability, and Inclusion (CCDI) der Universität St.Gallen entwickelt und bereits vom Theater Neumarkt Zürich, dem Theater Stadelhofen, den Museen Luzern, dem Kunstmuseum Luzern und dem ThiK Theater im Kornhaus Baden getestet.

Tatenbank

Die schweizweit zentrale Aktionsplattform für eine nachhaltigere Kultur

Die Tatenbank ist ein Projekt von Vert le Futur, dem Verband für eine nachhaltige Kultur- und Veranstaltungsbranche. Die Plattform sammelt Wissen aus der Kulturbranche zu nachhaltigem Produzieren und Organisieren von kulturellen Veranstaltungen. Die Inhalte werden von einem interdisziplinären Team von Menschen an der Schnittstelle von Kultur und Nachhaltigkeit recherchiert und kuratiert: Kulturschaffende, Autor*innen, Software-Entwickler*innen, Kommunikationsspezialist*innen, Grafiker*innen und Vernetzungskünstler*innen bauen die Tatenbank stetig aus und entwickeln sie weiter.

Woraus besteht die Tatenbank?

Die Tatenbank sammelt kondensiertes und fachlich geprüftes Wissen, konkrete Hilfsmittel und Tools sowie inspirierende Beispiele für nachhaltiges Arbeiten in allen Bereichen des Kulturschaffens:

  • Administration
  • Ausstattung
  • Einkäufe
  • Gastronomie
  • Infrastruktur
  • Kommunikation
  • Kuration
  • künstlerische Inhalte

Tags

#tatenbank
#vertlefutur
#tools
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#ideen
#beispiele
#nachhaltigekultur

Was bietet die Tatenbank?

  • Informationen: Die Tatenbank bietet Wissen, Inspiration und Orientierung.
  • Community: Kulturschaffende finden hier niederschwelligen Zugang zu Ressourcen und einem Netzwerk an Expert*innen. Sie werden dazu befähigt, konkret aktiv zu werden, um ihre Aktivitäten ressourcenschonend und nachhaltig zu gestalten.
  • Teilhabe: Nutzer*innen können zudem mitwirken und eigene «Taten» im Bereich nachhaltigen Kulturschaffens einbringen. Die Tatenbank wird damit um Erfahrungen aus der Community laufend ergänzt.

Warum braucht es die Tatenbank?

Damit Nachhaltigkeit im Kulturalltag nicht unter den Tisch fällt, braucht es nützliche Hilfsmittel, Wissen und vor allem auch gute Beispiele.

Es braucht Zeit, diese Informationen zu sammeln, zu studieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Mit der Tatenbank schliesst der Verband Vert le Futur diese Lücke.

Für wen ist die Tatenbank?

Die Tatenbank richtet sich an Kulturschaffende aus allen Genres, die sich in ihrem jeweiligen Arbeits- und Wirkungsbereich für eine nachhaltige Kultur engagieren wollen.

Alle Inhalte stehen auf Deutsch und Französisch zur Verfügung.

Impressum

Vert le Futur
vertlefutur.ch

Kontakt
tatenbank@vertlefutur.ch

Values of Solidarity

Ein Mediationsspiel für Teambildung und kulturelle Ko-Kreation

«Values of Solidarity» ist ein Workshop-Tool, das zugleich Spiel und Vermittlungsinstrument für Teams ist, die am Beginn einer Zusammenarbeit stehen. Mit Hilfe der Karten können Teilnehmende beschreiben, welche Werte ihnen wichtig sind und erfahren, welche Werte ihre Partner*innen antreiben. Auf diese Weise lernt sich eine Projekt- oder Arbeitsgruppe näher kennen und es werden Werte, Erfahrungen und Bedürfnisse geteilt, die sonst vielleicht nicht ausgesprochen würden. Die Diskussionen, die sich aus dem Spiel ergeben, fördern eine kollaborative Kommunikation und schaffen ein solidarisches und nachhaltiges Arbeitsumfeld, das die kulturelle, intellektuelle und emotionale Vielfalt der Teilnehmenden widerspiegelt.

Woraus besteht dieses Tool?

«Values of Solidarity» ist ein Kartenset in englischer Sprache. Das Spiel enthält zwei Arten von Karten:

«Value»-Karten enthalten Beschreibungen von Werten, die für eine solidarische Zusammenarbeit wichtig sein können wie z.B.:

  • Ehrlichkeit
  • Motivation
  • Respekt
  • Gesundheit
  • etc.

«Conflict»-Karten enthalten fiktive Szenarien, in denen schlechte Kommunikation und kulturelle Unterschiede zu Spannungen und Konflikten führen, die es zu überwinden gilt.

Tags

#community
#care
#werte
#solidarität
#kollaboration
#faire praxis
#gewaltfreiekommunikation
#reshapenetwork
#valuesofsolidarity

Warum braucht es dieses Kartenset?

In Arbeitsgruppen und Kooperationen kann es zu Konflikten kommen, wenn die Wertvorstellungen der Mitglieder sehr unterschiedlich sind oder die einen die Rechte der anderen nicht anerkennen.

Im Spiel befassen sich Teams mit fiktiven Konfliktsituationen und die Teammitglieder können ihre eigenen Werte formulieren. Ziel ist es, dass jedes Team seinen eigenen Werterahmen formuliert.

Die Solidarität in der Gruppe wird dadurch gefördert.

Für wen ist dieses Tool?

Das Tool wurde speziell für Teams entwickelt, die sich am Anfang ihrer Zusammenarbeit befinden. Es adressiert sich vor allem an Projektteams aus Kunst und Kultur, ist aber auch für andere Sektoren relevant.

Was kann dieses Kartenset?

«Values of Solidarity» bietet Inspiration sowie die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie ein Team mögliche Konflikte bewältigen will.

Das Spiel versetzt die Teilnehmenden gemeinsam in Konfliktszenarien. Somit können sie die oft unsichtbaren und undurchsichtigen Mechanismen erkennen, die Spannungen und Schwierigkeiten verursachen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden die notwendigen Methoden finden, um Spannungen abzubauen, besonders wenn unterschiedliche Hintergründe aufeinandertreffen.

Dieses Spiel kann bei jeder Person das Bewusstsein dafür stärken, dass Solidarität einen ganz praktischen und operativen Rahmen für Kollaboration bietet.

Herunterladen

Mehr Informationen auf der Webseite von Reshape Network:

The Gamified Workshop Toolkit: Values of Solidarity

Auszug auf Englisch herunterladen

Kartenset bestellen

Das Kartenset kann bei RESO – Tanznetzwerk Schweiz für CHF 15.– plus Versandkosten bestellt werden.

Interessierte können sich per E-Mail bei RESO melden: info@reso.ch

Impressum

2020, RESHAPE Network

reshape.network

Verfasst von Anikó Rácz, Doreen Toutikian und Dorota Ogrodzka mit Beratung durch Konrad Gadzina.

Entwickelt im Rahmen des RESHAPE-Projekts «Solidarische Ökonomien», an dem Ouafa Belgacem, Ekmel Ertan, Harald Geisler, Anastasya Kizilova, Dorota Ogrodzka, Anikó Rácz, Laure de Selys und Doreen Toutikian unter der Leitung von Nike Jonah beteiligt waren.

Die Neuauflage von «Values of Solidarity» in 2022 wurde von Reso – Tanznetzwerk Schweiz und m2act, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent, finanziert.

Biografie.art: Fragen zum ethischen Umgang mit persönlichen Geschichten

Biografie.art befragt, spiegelt und beleuchtet die künstlerische Zusammenarbeit, die dokumentarisches und biografisches Material nutzt, thematisiert Hierarchien und ethische Verpflichtungen in künstlerischen Projekten. Aus welchen Gründen wird biografisch gearbeitet und auf welche Weise? Welche Leitplanken gelten im Umgang mit Geschichten Dritter? Wie kreiere ich einen wertschätzenden und ethisch verantwortungsvollen Umgang mit den geteilten Geschichten? Und wie gehe ich mit Augenzeugen, Betroffenen oder Schauspielenden um? Beziehungsarbeit im dokumentarischen & biografischen Arbeiten ist Schwerpunkt.

Woraus besteht dieses Tool?

Die Website bietet Erkenntnis- und Erfahrungsberichte, befragt Vorgehensweisen und regt zum ethischen Reflektieren und Handeln an. Künstlerische Projekte werden nach Phasen geordnet. Das bietet die Möglichkeit die eigene künstlerische Perspektive durch Erfahrungswerte von anderen Künstler*innen, Geschichtenteilenden sowie Einschätzungen aus der Traumatherapie, dem Investigativjournalismus und der Sozialanthropologie zu spiegeln. Ebenso ist ein Arbeitsdokument frei verfügbar, das zur Vereinbarung einer gemeinsamen Arbeitshaltung und ethischer Leitplanken mit allen Projektbeteiligten genutzt werden kann. Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann das Team von Biografie.art für Workshops, Coaching oder Diskussionsformate o.ä. anfragen.

Das Arbeitsdokument ist zum Download vorerst auf Deutsch ab Juni 2025 erhältlich.

Tags

#ethischefragen
#ethics #fairepraxis
#leitlinien
#selbstbefragung
#biografie
#biografiekunst
#dokumentartheater #dokumentarfilm #vertrauen #erfahrungsaustausch #Beziehungsarbeit

Für wen ist dieses Tool?

Für Alle, die (auto)biografisch arbeiten und die ihre oder Geschichten Dritter im Rahmen eines künstlerischen Projektes teilen. Das Tool zur Projektbefragung bietet Anschauungsbeispiele und Raum für Selbst- und Strategiebefragung sowohl für Projektleitende und Projektbeteiligte – genauso zur Beziehungsarbeit in dokumentarischen Projekten der darstellenden Künste wie dem Dokumentarfilm.

Warum braucht es dieses Tool?

Um allen Projektbeteiligten Vertrauen, Sicherheit, Einvernehmen und ein Gefühl von Wertschätzung zu geben. Gerade persönliche Geschichten will man gut aufgehoben wissen, Menschen wollen sich richtig wiedergegeben fühlen und wer mit solchem Material arbeitet ist froh, um verbindliche Leitlinien und ethische Credi, die allen Beteiligten ethisch verantwortungsvollen Handlungsspielraum geben.

Impressum

Urheberschaft:

Dennis Schwabenland, Regisseur und Schauspieler und Katja Zellweger, Kulturjournalistin und Germanistin stehen hinter Biografie.art. Dramaturgische Beratung durch Regisseurin und Theaterautorin Anna Papst, Produktionsleitung übernimmt Ramun Bernetta.

Kontakt:

Info@biografie.art

Webseite

 

PERMA-CULTURE, für mehr Nachhaltigkeit in den Darstellenden Künsten

Seit 2022 forscht das Team des far° Nyon kollektiv daran, seinen Betrieb und die Darstellenden Künste im Allgemeinen nachhaltiger zu gestalten. Dabei stützt es sich auf die Prinzipien der Permakultur (konzeptionelle Toolbox, die auf einer Ethik der Fürsorge basiert; aus der Zusammenziehung der englischen Wörter «permanent» und «agriculture» entstandener Begriff). 

2023, nach Abschluss der ersten Phase dieser Forschung, wurde PERMA-CULTURE (work in progress) veröffentlicht. Dieser kurze Essay ist als Raum für den Austausch gedacht. Er kann sowohl als Archiv unserer Experimente als auch als eine Reihe von Vorschlägen (Übungen, Referenzen und Reflexionen) gelesen werden, die eventuell als Inspiration dienen können.

Die Publikation ist auf Französisch und Englisch als Fanzine erhältlich (Bestellung beim far° Nyon). Eine zweisprachige Version (FR/EN), zum Lesen am Bildschirm oder zum Selbstausdrucken im A4-Format, ist online verfügbar.

Woraus besteht dieses Tool?

Bei dem Tool handelt es sich um eine kleine Publikation. Sie umfasst:

  • Erfahrungsberichte,
  • theoretische Ressourcen,
  • Beispiele aus der Praxis.

Die Publikation soll eine Inspirationsquelle sein. 2024–2025 bieten das Team des far° und seine Kollaborierenden eine Reihe von Workshops im Zusammenhang mit dem Projekt und der Publikation an.

 

Tags

#nachhaltigkeit
#toolbox
#veränderung anregen
#einfache und konkrete Beispiele
#wohlbefindenamarbeitsplatz
#zugänglichkeit

Was kann dieses Tool?

Das Team des far° Nyon erhebt nicht den Anspruch, mit PERMA-CULTURE ein Wundermittel geschaffen zu haben. Es bietet jedoch einige konkrete und theoretische Werkzeuge, mit denen es echte Veränderungen im Kleinen wie im Grossen anstossen konnte.

 

 

 

 

 

Für wen ist dieses Tool?

Diese Publikation kann die Überlegungen und Praktiken all jener bereichern, die versuchen, ihre Arbeitsweise zu verändern, um sie ökologisch, menschlich, sozial und künstlerisch nachhaltiger zu gestalten.

 

Warum braucht es dieses Tool?

Angesichts des Klimawandels müssen wir unsere Arbeitsweisen dringend überdenken, um die Darstellenden Künste und den Kulturbereich im Allgemeinen nachhaltiger zu gestalten. Die Permakultur bietet ein einfaches, zugängliches und auf alle Gegebenheiten anwendbares Modell zur Bewältigung dieser Herausforderung.

Impressum

Urheberschaft:

far° Nyon, mit Leila Chakroun, Clément Demaurex und Gregory Stauffer

Kontakt:

participation@far-nyon.ch
Webseite

Foto: Workshop beim far° festival des arts vivants

©Arya Dil, far° Nyon, 2024

 

m2act × Burning Issues: Für eine gerechte, diverse & inklusive Kultur – Zielepapier

Künstlerische Leitungsteams stehen unter Beschuss, Forderungen nach sozialer Nachhaltigkeit werden immer lauter, Vereinbarkeit von Familie und Kulturschaffen ist noch immer ein Kraftakt. In der Schweizer Theaterszene ist viel in Bewegung. Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt. Sie formulierten in einem Zielepapier dringende Forderungen nach Veränderungen, um die Arbeitsbedingungen in den Darstellenden Künsten nachhaltiger, gerechter und attraktiver zu machen

Woraus besteht dieses Papier?

Das Papier formuliert Ziele für eine gerechtere, fairere und diversere Arbeitswelt in der Darstellenden Kunst und in welchem Rahmen sie formuliert wurden. Es enthält zudem die Namen der Verfasser*innen und Erstunterzeichner*innen. Das Zielepapier dient als Katalog gemeinsamer Forderungen, die im Arbeitsalltag der Darstellenden Künste positioniert werden müssen.

Tags

#verantwortung
#handeln
#nachhaltigkeit
#reporting
#kollaboration
#faire praxis
#verträge

Was kann dieses Papier?

Das Zielepapier wurde im Rahmen von m2act x Burning Issues auf der Plattform ACT CAMPAX als Petition veröffentlicht. Hier kann es von Unterstützer*innen unterzeichnet werden (Stand 30.4.2024, 509 Unterschriften). Die Formulierungen können kopiert, weiterentwickelt und als Instrument genutzt werden, um in eigenen Organisationen und Institutionen oder in der Politik Änderungen voranzutreiben.

Für wen ist dieses Papier?

Das Zielepapier ist für alle Kulturschaffende und Menschen aus anderen Bereichen, die sich an ihrem Arbeitsplatz für fairere, diversere und inklusivere Bedingungen stark machen.

 

Warum braucht es dieses Papier?

Viele Menschen, die in den Darstellenden Künsten arbeiten, sind unzufrieden mit den Arbeits- und Produktionsbedingungen und mit der momentanen Verteilung von Geld, Zeit und Einfluss. Sie wollen sich vernetzen, gemeinsam Gehör verschaffen und gegenseitig unterstützen.

Impressum

Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt und das Zielepapier formuliert.