Open art+care Zooms: Online-Format für Gesprächsaustausch und Themen-Inputs (DE/EN/FR)

Die Open art+care Zooms sind ein offenes, moderiertes Online-Format für den persönlichen Erfahrungsaustausch rund um künstlerische Arbeit und Care-Verantwortung. Sie finden monatlich statt und stehen allen Interessierten ohne Anmeldung offen. Der deutsch- oder englischsprachige Open art+care Zoom findet jeweils am ersten Montag des Monats statt, der französischsprachige am ersten Mittwoch des Monats.

Die Termine werden auf der art+care Website in der Agenda veröffentlicht; der Zoom-Link wird im Voraus über die Signal-Gruppe sowie über den art+care Newsletter geteilt.

Wichtig:
Die Open art+care Zooms werden nicht aufgezeichnet, ihre Inhalte nicht veröffentlicht.

Im Zentrum stehen Austausch, gegenseitige Stärkung und die gemeinsame Entwicklung von Strategien, wie Care-Verantwortung und Kunstpraxis zusammengelebt werden können. Die Gespräche in einem kleinen, geschützten Rahmen verstehen sich als wichtiger Beitrag zu notwendigen Veränderungen im Kultursektor.

Woraus besteht dieses Tool?

  • Monatliche, moderierte Zoom-Gesprächsrunden (offen zugänglich via Zugangslink)
  • Veröffentlichung der Termine und Zugangslinks über die Signalgruppe oder den Newsletter
  • Teilweise mit thematischem Kurzinput zu Beginn des Zooms
  • Dauer: 1 bis 1,5 Stunden

Was kann dieses Tool?

  • Erfahrungsaustausch und gegenseitige Entlastung (das Gefühl, nicht allein zu sein)
  • Gemeinsame Entwicklung von Strategien für das Zusammendenken von künstlerischer Tätigkeit und Care-Verantwortung
  • Aufbau von Allianzen und Netzwerken sowie Stärkung des Care-Diskurses in Kunst und Kultur

Warum braucht es dieses Tool?

Viele erleben im Kunst- und Kulturbereich Überlastung, schlechtes Gewissen, Einsamkeit, Rechtfertigungsdruck und das Gefühl, ständig hinterher zu hinken. Das Format schafft einen geschützten Raum, um diese Erfahrungen zu teilen und daraus empowernde Kompliz*innenschaften, Lösungsstrategien und Energie für Veränderung entstehen zu lassen.

Für wen ist dieses Tool?

Das Format ist offen für alle interessierten Personen. Es richtet sich insbesondere an Menschen im Kunst- und Kulturbereich, die Care-Verantwortung tragen oder sich für Care, solidarische Praxis und strukturelle Veränderungen im Kultursektor interessieren.

Konzept & Moderation:
art+care Kernteam
contact@artandcare.org
artandcare.org

Für Zoom-Link & Updates:

art+care Newsletter

Signalgruppe art+care Cosmos

 

Veröffentlicht 23.03.2026

Schritt für Schritt zu einer nachhaltigen Governance

Dieses Video dokumentiert den Strategie-Retreat, die Costumières & Cie mit Unterstützung von Migros-Kulturprozent m2act 2025 durchgeführt hat. Es zeigt einen Schlüsselmoment der kollektiven Reflexion, in dem sich der Vorstand die Zeit nahm, die Funktionsweise des Vereins, seine Werte und seine zukünftigen Bedürfnisse zu hinterfragen. Das Video hält eine für die Organisation wichtige Zeit fest und hilft dabei, diese Erfahrungen auch nach aussen weiterzugeben.

Woraus besteht dieses Tool?

Es ist ein Dokumentarfilm, in dem die Teilnehmenden über das Vor und das Nach dem Retreat berichten. Er macht den kollektiven Prozess sichtbar, der zur Formulierung der Charta und der Arbeitsbedingungen von Costumières & Cie geführt hat.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Prozesse der kollektiven Reflexion, der Governance und der Transformation von Vereinen sind selten sichtbar. Das Video veranschaulicht, wie eine kurze, aber intensive Zeit mit angemessener Begleitung eine tiefgreifende Transformation für eine Gruppe bewirken kann. Es zeigt, wie sich durch Zusammenhalt und Zuhören ein unerwarteter kollektiver Reichtum sowohl auf menschlicher als auch struktureller Ebene entfalten kann.

Was ermöglicht dieses Tool?

Das Video ermöglicht es, eine konkrete Erfahrung der Gruppenarbeit zu teilen, andere Kulturvereine oder -kollektive zu inspirieren und die von Costumières & Cie erarbeiteten Tools zu kontextualisieren. Ausserdem fördert es das Verständnis für die menschlichen, politischen und beruflichen Herausforderungen der Kulturbranche.

An wen richtet sich dieses Tool?

Das Tool richtet sich an die Mitglieder von Costumières & Cie, an Kulturverbände, Institutionen, Partner, Finanzierer und an alle, die sich für kollektive Governance, Arbeitsbedingungen und Strukturierung im künstlerischen Bereich interessiere

Weitere Toolbox von Costumières & Cie

Arbeitsbedingungen für Berufe im Kostümbild

Impressum

Regisseurin: Erika Irmler
Costumières & Cie – Video, das im Rahmen des Retreats 2025 produziert und von Migros-Kulturprozent m2act gefördert wurde

Kontakt: info@costumieres-et-cie.ch

www.costumieres-et-cie.ch

Veröffentlicht 19.03.2026

«Alle inklusive – ein Kleintheater will mehr»

Dieser Dokumentarfilm nimmt dich mit auf die Reise des Kleintheater Luzern hin zu einem inklusiveren Kulturbetrieb. Festgehalten wurde nicht nur, was im Haus an inklusivem Programm stattfand und wie das Kleintheater Luzern das realisierte, sondern sie nahmen die Saison 23/24 auch zum Anlass auswärts bei anderen Kulturbetrieben, der Kulturförderung und Politik nachzufragen, wie das mit der Inklusion im Kulturbetrieb funktioniert.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Tool besteht aus einem 60-minütigen Dokumentarfilm. Der Film ist mit Untertiteln in DE/FR, sowie mit Untertiteln für Hörbehinderte in DE/FR und einer Audiodeskription Tonspur erhältlich.

 

Tags

#inklusion#kulturbetrieb
#theater
#darstellendekünste
#behinderung
#kleintheaterluzern
#barrieren

Was kann dieses Tool?

Dieser Film gibt in kurzer Zeit einen faktischen Einblick in die Entwicklung, Chancen und die künftigen Herausforderungen des Themas Inklusion im Bereich Kultur.

Der Film gibt unterschiedlichsten Anspruchsgruppen eine Stimme, hört zu und setzt in Kontext, wo das Thema Inklusion in der CH-Kulturszene derzeit steht.

Der vollständige Film kann gegen eine geringe Lizenzgebühr beim Kleintheater Luzern angefordert werden.

 

 

 

 

 

Für wen ist dieses Tool?

Für alle, die sich mit dem Thema Inklusion im Kulturbetrieb auseinandersetzen (möchten).

 

Warum braucht es dieses Tool?

Über das gewählte Medium Film wird das Thema Inklusion im Kulturbetrieb anschaulich und unterhaltsam aufgefächert und zugänglich gemacht.

Impressum

Urheberschaft: Fabienne Mathis im Auftrag des Kleintheater Luzern

Das Tool wird ggf. unter der folgenden CC Lizenz veröffentlicht:

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Kontakt:
fabiennemathis
@kleintheater.ch
Webseite

 

Dokumentationsfilm zur transkontinentalen Zusammenarbeit der GROUP50:50

Im November 2023 trafen sich die Mitglieder der GROUP50:50 für eine Woche in Berlin um ihre Zusammenarbeit und insbesondere den Kreationsprozess des postdokumentarischen Musiktheaterstücks «The Ghosts are Returning » zu reflektieren. Die Gruppe besteht aus Künstler*innen aus der Demokratischen Republik Kongo, der Schweiz und Deutschland, die in ihren Stücken Kolonialverbrechen und neokoloniale Ausbeutungsmechanismen thematisieren. Dabei sind alle Positionen stets zur Hälfte mit Personen aus der DR Kongo und zur Hälfte mit Personen aus Deutschland oder der Schweiz besetzt.

Was ist das für ein Tool

Der Reflexionsprozess wurde in Kurzinterviews mit den Teilnehmer*innen dokumentiert. Diese wurden zu einem 10-minütigen Film zusammengeschnitten, der sowohl Einblick in die Vorteile und Fallstricke der transkontinentalen Zusammenarbeit, als auch in Ablauf und Entwicklungen der Reflexionswoche geben soll. Ein zentrales Thema der Reflexionswoche war die Kollaboration innerhalb einer asymmetrischen Ressourcenverteilung, die auch dann spürbar bleibt, wenn die Verteilung der Positionen (in diesem Fall zwischen Kongoles*innen und Europäer*innen) ausgewogen ist.

Der Kurzfilm mit Ausschnitten aus den Interviews soll andere Gruppen dazu ermutigen, sich den Verstrickungen zwischen persönlichen und strukturellen Konflikten, die in heterogenen Gruppen auftreten können, anzunehmen. Diese Missverständnisse, Ungleichheiten und Verletzungen zu entwirren bedarf Mut und Zeit. Indem die Group50:50 ihre zum Teil sehr persönlichen Erkenntnisse teilt, wollen sie zeigen, dass es sich lohnt, diese Aushandlungsprozesse einzugehen.

Impressum

Urheberschaft: GROUP50:50
Kamera & Schnitt: Franck Moka, Joseph Kasau,
Voiceover & Übertitel: Luca Maier

GROUP50:50

Veröffentlicht 13.3.2026

A:Practice

Handlungs-Matrix  – Auf dem Weg zu Kultureinrichtungen als ökologische Akteure

A:Practice ermöglicht eine globale Perspektive auf die ökologische Situation und definiert vier Handlungsfelder, die zu ihrer Balancierung beitragen.

A:Practice ist in Kooperation von The Forgotten Angle Theatre Collaborative (FATC), Südafrika, und KlimaKontor Basel, Schweiz, entstanden.

Woraus besteht dieses Tool?

Herzstück von A:Practice ist seine «Matrix of Action». Sie bietet Orientierung, ermöglicht, sofort ins Handeln zu kommen und erlaubt die gleichzeitige Umsetzung verschiedener Nachhaltigkeitskonzepte. Sie ist mit anderen Organisationsentwicklungs-Ansätzen kompatibel.

Warum braucht es dieses Tool?

Wir stellen fest, dass die ökologischen Krisen weiter eskalieren und Verwerfungen in der Gesellschaft zunehmen. Gleichzeitig sehen wir die grossen Potentiale von Kulturinstitutionen, zu einer ökologisch denkenden und handelnden Gesellschaft beizutragen. Wir treffen auf Verantwortliche der Institutionen, die ein Bedürfnis verspüren, vom Wissen ins Handeln zu kommen.

Tags

#klimapositiv
#solidarität
#südafrika
#globale perspektive
#kollaboration
#verantwortung
#handeln
#transformation #ökologischenarrative
#freude

Was kann dieses Tool?

Die A:Practice Matrix of Action

  • unterstützt die Entwicklung institutioneller ökologischer Kompetenzen
  • fördert die Handlungsfähigkeit der Organisation basierend auf ihrem spezifischen Standort, ihren Ressourcen und Qualifikationen
  • ermöglicht sofortiges Handeln auf allen Ebenen der Organisation
  • lädt alle in der Organisation ein, basierend auf ihren Kompetenzen, ihrer Motivation und Freude zu handeln
  • ermöglicht gleichzeitige Durchführung verschiedener Massnahmen
  • reduziert Bürokratie
  • unterstützt die Förderung transinstitutioneller Vernetzung
  • bietet einen dramaturgischen Rahmen für ökologische Narrative

Für wen ist dieses Tool?

A:Practice ist für jede einzelne Person, für Gruppen, Firmen etc. Vor allem jedoch für jene, die in Kulturinstitutionen tätigt sind. Speziell auch für Akteur*innen, die Positionierung und inhaltliche Ausrichtung dieser Institutionen verantworten: Intendantinnen, Direktor*innen, Leitungsteams, Autor*innen, Dramaturg*innen, Künstler*innen, Kurator*innen, Vermittler*innen etc.

Impressum

The Forgotten Angle Theatre Collaborative (FATC), est. 1995

KlimaKontor Basel, est. 2020

 

Barbara Ellenberger (A:Practice Switzerland)
Matthias Michel (A:Practice Switzerland)
Peter John Sabbagha (A:Practice South Africa)

produktionsDOCK: Leitfaden – Produzieren in der Freien Szene der Schweiz 

Dieser Leitfaden bietet Künstler*innen und Produktionsleiter*innen der Deutschschweizer Freien Szene der Darstellenden Künste eine praktische Orientierung. Schritt für Schritt führt er durch die zentralen Phasen eines künstlerischen Projekts – von der ersten Idee über die konkrete Umsetzung bis hin zur Verbreitung und Gastspieltournee. Der Fokus liegt auf praxisnahen Informationen und realistischen Einblicken in den typischen Ablauf einer Produktion, wie sie in Zusammenarbeit mit etablierten Veranstalter*innen in der Deutschschweiz realisiert wird.

Woraus besteht dieses Tool?

Die Inhalte basieren auf den aktuellen Arbeitserfahrungen der Produktionsleiter*innen von produktionsDOCK, ein Basler Büro von Produktionsleitenden (2017-2024), und spiegeln die Praxis im Jahr 2024 wider. Dieser Leitfaden versteht sich als Momentaufnahme, die einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise der Freien Szene bietet, ohne allgemeingültigen Anspruch auf Vollständigkeit oder Verbindlichkeit. 

Er gliedert sich in drei Hauptkapitel, die die Phasen eines künstlerischen Projekts strukturiert und praxisnah begleiten: Konzeption, Produktion und Diffusion/Touring. 

Zusätzlich geben zwei Exkurse vertiefte Einblicke in die Themen Personal- und Vereinsadministration, die für eine erfolgreiche Projektarbeit von Bedeutung sind. 

 

Tags

#produktionsleitung #projektadministration #produktionszyklus #management #help for self-help #freieszene #darstellendekünste #freiesproduzieren

Für wen ist dieses Tool?

Der Leitfaden richtet sich an alle, die in der Deutschschweiz in der Freien Szene tätig sind oder sich dort etablieren möchten: an junge Künstler*innen und Produktionsleiter*innen, die erste Erfahrungen sammeln, aber auch an erfahrene Produzierende, die Inspiration suchen oder ein nützliches Tool zur Nachwuchsförderung.

Impressum

Herausgeber: produktionsDOCK

Redaktion: Annina Birrer, Franziska Schmidt, Regula Schelling, Bernhard la Dous, Salomé Rodriguez Bär, Juliana Simonetti

Gestaltung: Céline Müller

Korrektorat: Heike Dürscheid

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Unterstützung:

Die Realisierung des Leitfadens wurde durch die grosszügige Unterstützung von m2act, dem Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent für die Darstellenden Künste, der Christoph Merian Stiftung sowie der Ernst Göhner Stiftung ermöglicht

 

 

Plantons perma-curatoriaux: Eine Workshop-Reihe des far° Festivals und der Fabrik der lebendigen Künste

Das Video «Plantons perma-curatoriaux» – eine Reihe von Workshops im Rahmen des Projekts PERMA-CULTURE – dokumentiert einen partizipativen Workshop in dem in experimenteller Form die Grundsätze der Permakultur an ein kulturelles Umfeld, insbesondere an die Darstellenden Künste weitergeben werden. Die Fachleuten auf diesem Gebiet sind: das Team von far° Nyon, Leila Chakroun und Gregory Stauffer.

Diese multidisziplinären Workshops stützen sich auf die kollektive Intelligenz und die Kreativität und verstehen sich als Weiterführung in verschiedenen Kontexten der Publikation PERMA-CULTURE (work in progress). Der erste Forschungszyklus des far° zielt darauf ab, die Darstellenden Künste noch lebendiger zu machen. Die Workshops finden in der ganzen Schweiz statt und bieten die Gelegenheit, Praktiken und theoretisches Wissen auszutauschen und konkrete Lösungen voneinander zu lernen.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Tool ist ein Video. Es bietet einen leicht zugänglichen Einstieg in das Konzept PERMA-CULTURE, das far° Nyon und seine Kollaborierenden präsentieren. Es veranschaulicht auf visuelle und akustische Weise, wie Wissen zusammengeführt wird, mit dem Ziel, Erfahrungen innerhalb der Darstellenden Künste auszutauschen. Dieses Tool richtet sich an alle, die in künstlerischen Bereichen tätig sind.

Kontakt

Anne-Christine Liske
liske@far-nyon.ch
+41 22 365 15 59

Impressum

Ein Video von Matthieu Moerlen, Mr Jadis Production

Mit far° Nyon, Leila Chakroun und Gregory Stauffer

Englische Untertitel von Alexandre Cracker

Mit der Unterstützung von Migros-Kulturprozent m2act, Stadt Nyon, Kanton Waadt und Region Nyon

Dampzentrale Bern: Gehaltschema für faire Löhne an Kulturinstitutionen in der Schweiz

Die Dampfzentrale Bern hat beim Zentrum für Kulturmanagement ZHAW die «Vorstudie Löhne Freie Kulturszene Schweiz» in Auftrag gegeben und basierend darauf ein Schema für faire Richtlöhne für Festangestellte an freien Produktionshäusern in der Schweiz entwickelt.

Diese Fair-Pay-Lohntabelle lehnt sich an am österreichischen Vorbild «Fair Pay für Kulturarbeit». Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung und Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt betreffen in erster Linie Freischaffende.

Die Vorstudie bietet eine Bestandesaufnahme der aktuellen Lohnsituation an freien Produktionshäusern (Fokus: Gastspielhäuser für Tanz und Theater). Die Resultate lassen sich auch auf Kulturzentren übertragen, die andere Sparten veranstalten.

Darauf aufbauend wurde ein Gehaltschema erstellt: Mit dem Gehaltschema können sich Kulturinstitutionen zu transparenten, fairen Löhnen verpflichten. Das Kerngeschäft jeder Kulturinstitution ist die Präsentation, Diskussion und Vermittlung künstlerischen Schaffens. Das Gehaltschema basiert auf der Haltung, dass kaufmännische und künstlerische Berufe auf ähnlichen Verantwortungsstufen gleich gewichtet werden sollen.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Löhne von Festangestellten an Schweizer Kulturinstitutionen sind weit unter dem Durchschnitt, wenn sie mit vergleichbaren Positionen in anderen Branchen verglichen werden. Das verstärkt den Fachkräftemangel, schwächt die soziale Nachhaltigkeit und die Konsistenz der Arbeitsqualität an den Institutionen. Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung, Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt und die Bemühungen im Rahmen der Kulturbotschaft 2025-2028 betreffen in erster Linie Freischaffende.

Was kann dieses Tool?

Das neue Gehaltschema bietet ein einfach anwendbares, übertragbares, transparentes Baukastenmodell für die Anwendung auf alle Stellen in einer Kulturinstitution.

Für wen ist dieses Tool?

Kulturinstitutionen in der Schweiz, die sich zu fairen, transparenten Gehältern verpflichten wollen.

Fokus: Gastspielhäuser Tanz und/oder Theater

Woraus besteht dieses Tool?

Zentrales Element des Gehaltschemas ist ein Baukasten-Modell zur Anwendung für alle Positionen in einer Kulturinstitution.
Die Grundlage dafür lieferten die Resultate aus der Vorstudie der ZHAW.

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (alle Werte)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Median)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Durchschnitt)

Impressum

Dampfzentrale Bern

Karin Bitterli (Kaufmännische Geschäftsführerin Dampfzentrale Bern), bitterli@dampfzentrale.ch

Talking Diversity

In der Kommunikation am Schauspielhaus Zürich wird diskriminierungssensible und -kritische Sprache verwendet. Damit das Publikum weiss, wovon gesprochen wird, wenn bestimmte Wörter benutzt werden, haben Mitarbeiter*innen und Ensemblemitglieder des Schauspielhaus Zürich ein Glossar mit Grundlagenbegriffen zusammengestellt.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Glossar ist eine Sammlung von Begriffen, die erklärt werden. Die Begriffe, die hier vorgestellt werden, sind explizit keine Definitionen und nicht für alle Ewigkeit in Stein gemeisselt.

Einige kommen aus dem US-amerikanischen Sprachraum und haben noch keine deutsche Entsprechung gefunden. Die Begriffe sind oft abhängig von lokalen gesellschaftlichen Kontexten, in denen sie verwendet werden, ihre Bedeutungen verschieben sich im Gebrauch.

Sie liefern ein temporäres Abbild unserer Zeit, im Wissen darum, wie schnell sich gesellschaftliche Zustände verändern.

Tags

#glossar
#diversity
#inklusivesprache #schauspielhaus.ch
#talkingdiversity

Wozu kann dieses Glossar beitragen?

Dieses Glossar sensibilisiert für diskriminierungssensible Sprache. Eine diskriminierungssensible Sprache hilft zu differenzieren und Stereotypisierungen und gewaltvollen Fremdzuschreibungen entgegenzuwirken.

Sie lässt stattdessen alle Individuen mit ihren persönlichen Zugehörigkeiten selbst und selbstgewählt sprechen.

Für wen ist dieses Tool?

Dieses Glossar ist für alle.

Die Begriffe sollen Mut machen, Sprache nicht als Zwang, sondern als kreatives Werkzeug zu begreifen, das es uns möglich macht, die Welt selbstbestimmt mitzugestalten.

Warum braucht es dieses Glossar?

Sprache ist ein fluides Tool. Sie spiegelt gesellschaftliche Prozesse, kann manchmal sogar Veränderungen vorantreiben. Wer das eigene Sprechen diskriminierungssensibel gestaltet, trägt dazu bei,

  • jahrhundertealte und gesamtgesellschaftlich wirkende Macht- und Gewaltsysteme zu überwinden,
  • die Herabsetzung von verletzbaren Menschen zu vermeiden und
  • marginalisierten Gruppen zu Sichtbarkeit zu verhelfen.

Marginalisierte Menschen sind nicht nur sprachlich, sondern auch in Medien, Politik und Kultur untervertreten und erhalten keine Bühne oder wenig Gehör für ihre Stimme.

Herunterladen

Das Glossar existiert auf Deutsch und Englisch.

Impressum

Textnachweise:
Die Texte aus diesem Glossar speisen sich aus unterschiedlichen Quellen, die wir gerne nennen und denen wir danken möchten: Diversity Arts Culture, www.diversity-arts-culture.berlin; Diversum – Verein für rassismuskritisches Denken, www.verein-diversum.ch sowie das Glossar in Evein Obulor & Rosamag (Hg.): Schwarz wird großgeschrieben, 2021. Ein Teil der Texte sind Originalbeiträge für diese Publikation.

Redaktion:
Fadrina Arpagaus, Yuvviki Dioh, Miriam Ibrahim, Laura Kaufmann, Laiya Sievi

Herausgeberin: Schauspielhaus Zürich AG Zeltweg 5, 8032 Zürich

FIT FOR THE FUTURE: Jahresbericht 2025

Dieser Jahresbericht dokumentiert das erste Jahr von FIT FOR THE FUTURE, einem dreijährigen Projekt, das im Rahmen des FIT-Festivals entwickelt wurde. Das Dossier gibt einen Einblick in einen Prozess der Beobachtung, des Lernens und der Transformation im Zusammenhang mit dem Wechsel der künstlerischen Leitung und macht dabei oft undokumentierte Dynamiken sichtbar: Beziehungen, Schwächen, Verantwortlichkeiten und implizites Wissen. Der Bericht enthält ausserdem einen vorläufigen Leitfaden für einen Wechsel der künstlerischen Leitung, der sich auf die Erfahrungen des ersten Jahres stützt und als Instrument zur Reflexion und Orientierung dient. Das Dokument präsentiert keine abschliessenden Ergebnisse, sondern einen fortlaufenden Entwicklungsprozess zur Schaffung eines nachhaltigen und replizierbaren Übergangsmodells im Bereich der Darstellenden Künste.

Dieser Bericht dokumentiert das erste von drei Jahren. Für 2026 ist ein weiterer vorgesehen. Ein dritter, für Ende 2027 geplanter Teil wird den gesamten Prozess als Modellprojekt vorstellen und in allen Sprachen verfügbar sein.

Woraus besteht dieses Tool?

Es handelt sich um einen Prozessbericht, ein Dossier, welches das erste Jahr eines Wechsels der künstlerischen Leitung dokumentiert und Überlegungen, Praktiken und einen operativen Leitfaden enthält.

Was kann dieses Tool?

Es bietet Orientierung, Sprache und kritische Werkzeuge, um Übergänge bewusster, langsamer und nachhaltiger zu gestalten.

Für wen ist dieses Tool?

Für künstlerische Leitungen, Kulturteams und Institutionen, die vor einem Leitungswechsel stehen oder einen solchen in Betracht ziehen.

Warum braucht es dieses Tool?

Um normalerweise informelles und nicht dokumentiertes Wissen, das oft Ursache für herausfordernde Leitungswechsel ist, sichtbar und teilbar zu machen.

 

 

 

Impressum

Paola Tripoli und Simon Waldvogel

produzione@fitfestival.ch

www.fitfestival.ch