Schritt für Schritt zu einer nachhaltigen Governance

Dieses Video dokumentiert den Strategie-Retreat, die Costumières & Cie mit Unterstützung von Migros-Kulturprozent m2act 2025 durchgeführt hat. Es zeigt einen Schlüsselmoment der kollektiven Reflexion, in dem sich der Vorstand die Zeit nahm, die Funktionsweise des Vereins, seine Werte und seine zukünftigen Bedürfnisse zu hinterfragen. Das Video hält eine für die Organisation wichtige Zeit fest und hilft dabei, diese Erfahrungen auch nach aussen weiterzugeben.

Woraus besteht dieses Tool?

Es ist ein Dokumentarfilm, in dem die Teilnehmenden über das Vor und das Nach dem Retreat berichten. Er macht den kollektiven Prozess sichtbar, der zur Formulierung der Charta und der Arbeitsbedingungen von Costumières & Cie geführt hat.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Prozesse der kollektiven Reflexion, der Governance und der Transformation von Vereinen sind selten sichtbar. Das Video veranschaulicht, wie eine kurze, aber intensive Zeit mit angemessener Begleitung eine tiefgreifende Transformation für eine Gruppe bewirken kann. Es zeigt, wie sich durch Zusammenhalt und Zuhören ein unerwarteter kollektiver Reichtum sowohl auf menschlicher als auch struktureller Ebene entfalten kann.

Was ermöglicht dieses Tool?

Das Video ermöglicht es, eine konkrete Erfahrung der Gruppenarbeit zu teilen, andere Kulturvereine oder -kollektive zu inspirieren und die von Costumières & Cie erarbeiteten Tools zu kontextualisieren. Ausserdem fördert es das Verständnis für die menschlichen, politischen und beruflichen Herausforderungen der Kulturbranche.

An wen richtet sich dieses Tool?

Das Tool richtet sich an die Mitglieder von Costumières & Cie, an Kulturverbände, Institutionen, Partner, Finanzierer und an alle, die sich für kollektive Governance, Arbeitsbedingungen und Strukturierung im künstlerischen Bereich interessiere

Weitere Toolbox von Costumières & Cie

Arbeitsbedingungen für Berufe im Kostümbild

Impressum

Regisseurin: Erika Irmler
Costumières & Cie – Video, das im Rahmen des Retreats 2025 produziert und von Migros-Kulturprozent m2act gefördert wurde

Kontakt: info@costumieres-et-cie.ch

www.costumieres-et-cie.ch

Veröffentlicht 19.03.2026

Sustainable Impact Tool

Das Sustainable Impact Tool ist ein kostenloses Arbeitsinstrument für Kulturinstitutionen und -projekte in der Schweiz. Es unterstützt die Kunst- und Kulturschaffenden darin, ihre Aktivitäten im Hinblick auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit systematisch zu analysieren. So lässt sich die Wirksamkeit von nachhaltigem Handeln sowohl auf institutioneller Ebene als auch bei einzelnen Produktionen, Tourneen oder Veranstaltungen prüfen. Das Tool wird laufend weiterentwickelt.

Woraus besteht dieses Tool?

Das Sustainable Impact Tool schafft durch eine Vielzahl an digitalen Modulen die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsreporting zu vereinfachen. Teilelemente ermöglichen die übersichtliche Berechnung des CO2-Fussabdrucks und weitere Module zur Berichterstattung über unterschiedliche Bereiche der sozialen Nachhaltigkeit kommen laufend hinzu.

Tags

#verantwortung
#handeln
#nachhaltigkeit
#reporting

Was kann dieses Tool?

Das Sustainable Impact Tool unterstützt eine einfach zugängliche und systematische Analyse der Aktivitäten von Kunst- und Kulturschaffenden im Hinblick auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Für wen ist dieses Tool?

Das Sustainable Impact Tool ist kostenlos zugänglich zur Nutzung durch alle kulturellen Institutionen, Veranstaltungen, Produktionen und Tourneen der Schweiz.

 

Warum braucht es dieses Tool?

Einfache Berichterstattung ermöglicht es, eine Priorisierung von Massnahmen basierend auf ihrer Wirksamkeit für nachhaltige Entwicklung vorzunehmen. So lässt sich Wirkung überprüfen und Ressourcen an den Stellen einsetzen, wo sie am meisten bewirken können.

Impressum

Das Tool wurde von Pro Helvetia und dem Migros-Kulturprozent lanciert.

 

 

 

Dokumentationsfilm zur transkontinentalen Zusammenarbeit der GROUP50:50

Im November 2023 trafen sich die Mitglieder der GROUP50:50 für eine Woche in Berlin um ihre Zusammenarbeit und insbesondere den Kreationsprozess des postdokumentarischen Musiktheaterstücks «The Ghosts are Returning » zu reflektieren. Die Gruppe besteht aus Künstler*innen aus der Demokratischen Republik Kongo, der Schweiz und Deutschland, die in ihren Stücken Kolonialverbrechen und neokoloniale Ausbeutungsmechanismen thematisieren. Dabei sind alle Positionen stets zur Hälfte mit Personen aus der DR Kongo und zur Hälfte mit Personen aus Deutschland oder der Schweiz besetzt.

Was ist das für ein Tool

Der Reflexionsprozess wurde in Kurzinterviews mit den Teilnehmer*innen dokumentiert. Diese wurden zu einem 10-minütigen Film zusammengeschnitten, der sowohl Einblick in die Vorteile und Fallstricke der transkontinentalen Zusammenarbeit, als auch in Ablauf und Entwicklungen der Reflexionswoche geben soll. Ein zentrales Thema der Reflexionswoche war die Kollaboration innerhalb einer asymmetrischen Ressourcenverteilung, die auch dann spürbar bleibt, wenn die Verteilung der Positionen (in diesem Fall zwischen Kongoles*innen und Europäer*innen) ausgewogen ist.

Der Kurzfilm mit Ausschnitten aus den Interviews soll andere Gruppen dazu ermutigen, sich den Verstrickungen zwischen persönlichen und strukturellen Konflikten, die in heterogenen Gruppen auftreten können, anzunehmen. Diese Missverständnisse, Ungleichheiten und Verletzungen zu entwirren bedarf Mut und Zeit. Indem die Group50:50 ihre zum Teil sehr persönlichen Erkenntnisse teilt, wollen sie zeigen, dass es sich lohnt, diese Aushandlungsprozesse einzugehen.

Impressum

Urheberschaft: GROUP50:50
Kamera & Schnitt: Franck Moka, Joseph Kasau,
Voiceover & Übertitel: Luca Maier

GROUP50:50

Veröffentlicht 13.3.2026

Dampzentrale Bern: Gehaltschema für faire Löhne an Kulturinstitutionen in der Schweiz

Die Dampfzentrale Bern hat beim Zentrum für Kulturmanagement ZHAW die «Vorstudie Löhne Freie Kulturszene Schweiz» in Auftrag gegeben und basierend darauf ein Schema für faire Richtlöhne für Festangestellte an freien Produktionshäusern in der Schweiz entwickelt.

Diese Fair-Pay-Lohntabelle lehnt sich an am österreichischen Vorbild «Fair Pay für Kulturarbeit». Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung und Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt betreffen in erster Linie Freischaffende.

Die Vorstudie bietet eine Bestandesaufnahme der aktuellen Lohnsituation an freien Produktionshäusern (Fokus: Gastspielhäuser für Tanz und Theater). Die Resultate lassen sich auch auf Kulturzentren übertragen, die andere Sparten veranstalten.

Darauf aufbauend wurde ein Gehaltschema erstellt: Mit dem Gehaltschema können sich Kulturinstitutionen zu transparenten, fairen Löhnen verpflichten. Das Kerngeschäft jeder Kulturinstitution ist die Präsentation, Diskussion und Vermittlung künstlerischen Schaffens. Das Gehaltschema basiert auf der Haltung, dass kaufmännische und künstlerische Berufe auf ähnlichen Verantwortungsstufen gleich gewichtet werden sollen.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Löhne von Festangestellten an Schweizer Kulturinstitutionen sind weit unter dem Durchschnitt, wenn sie mit vergleichbaren Positionen in anderen Branchen verglichen werden. Das verstärkt den Fachkräftemangel, schwächt die soziale Nachhaltigkeit und die Konsistenz der Arbeitsqualität an den Institutionen. Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung, Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt und die Bemühungen im Rahmen der Kulturbotschaft 2025-2028 betreffen in erster Linie Freischaffende.

Was kann dieses Tool?

Das neue Gehaltschema bietet ein einfach anwendbares, übertragbares, transparentes Baukastenmodell für die Anwendung auf alle Stellen in einer Kulturinstitution.

Für wen ist dieses Tool?

Kulturinstitutionen in der Schweiz, die sich zu fairen, transparenten Gehältern verpflichten wollen.

Fokus: Gastspielhäuser Tanz und/oder Theater

Woraus besteht dieses Tool?

Zentrales Element des Gehaltschemas ist ein Baukasten-Modell zur Anwendung für alle Positionen in einer Kulturinstitution.
Die Grundlage dafür lieferten die Resultate aus der Vorstudie der ZHAW.

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (alle Werte)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Median)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Durchschnitt)

Impressum

Dampfzentrale Bern

Karin Bitterli (Kaufmännische Geschäftsführerin Dampfzentrale Bern), bitterli@dampfzentrale.ch

FIT FOR THE FUTURE: Jahresbericht 2025

Dieser Jahresbericht dokumentiert das erste Jahr von FIT FOR THE FUTURE, einem dreijährigen Projekt, das im Rahmen des FIT-Festivals entwickelt wurde. Das Dossier gibt einen Einblick in einen Prozess der Beobachtung, des Lernens und der Transformation im Zusammenhang mit dem Wechsel der künstlerischen Leitung und macht dabei oft undokumentierte Dynamiken sichtbar: Beziehungen, Schwächen, Verantwortlichkeiten und implizites Wissen. Der Bericht enthält ausserdem einen vorläufigen Leitfaden für einen Wechsel der künstlerischen Leitung, der sich auf die Erfahrungen des ersten Jahres stützt und als Instrument zur Reflexion und Orientierung dient. Das Dokument präsentiert keine abschliessenden Ergebnisse, sondern einen fortlaufenden Entwicklungsprozess zur Schaffung eines nachhaltigen und replizierbaren Übergangsmodells im Bereich der Darstellenden Künste.

Dieser Bericht dokumentiert das erste von drei Jahren. Für 2026 ist ein weiterer vorgesehen. Ein dritter, für Ende 2027 geplanter Teil wird den gesamten Prozess als Modellprojekt vorstellen und in allen Sprachen verfügbar sein.

Woraus besteht dieses Tool?

Es handelt sich um einen Prozessbericht, ein Dossier, welches das erste Jahr eines Wechsels der künstlerischen Leitung dokumentiert und Überlegungen, Praktiken und einen operativen Leitfaden enthält.

Was kann dieses Tool?

Es bietet Orientierung, Sprache und kritische Werkzeuge, um Übergänge bewusster, langsamer und nachhaltiger zu gestalten.

Für wen ist dieses Tool?

Für künstlerische Leitungen, Kulturteams und Institutionen, die vor einem Leitungswechsel stehen oder einen solchen in Betracht ziehen.

Warum braucht es dieses Tool?

Um normalerweise informelles und nicht dokumentiertes Wissen, das oft Ursache für herausfordernde Leitungswechsel ist, sichtbar und teilbar zu machen.

 

 

 

Impressum

Paola Tripoli und Simon Waldvogel

produzione@fitfestival.ch

www.fitfestival.ch

 

Les bonnes pratiques

Selbstbewertungsinstrument und Handlungsmöglichkeiten zur Förderung der Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten 

Les Bonnes Pratiques ist ein gemeinsames Pilotprojekt der Association des Compagnies Vaudoises und des Syndicat Suisse Romand du Spectacle. Diese Initiative richtet sich zunächst an Projektträgerinnen und Projektträger der darstellenden Künste. Durch einen unverbindlichen Selbstbewertungsprozess schärft Les Bonnes Pratiques das Bewusstsein für die Problematik der Arbeitsbedingungen und der Nachhaltigkeit innerhalb der Berufspraxis im Kulturbereich. 

Woraus besteht das Tool?

Das Tool wird in Form einer Internetplattform bereitgestellt und besteht aus: 

  • einem Leitfaden 
  • Ressourcen 
  • einem Selbstbewertungsinstrument 

Es kann teilweise oder vollständig genutzt werden, je nach den Wünschen der Nutzerinnen und Nutzer. 

Tags

#lesbonnespratiquesch #Autoevaluation
#Gesundheit am Arbeitsplatz
#nachhaltige Kunst

Was kann dieses Tool bewirken?

Wer sich die Zeit nimmt, sein Projekt mithilfe von Les Bonnes Pratiques zu hinterfragen, kann mögliche Schwächen erkennen und entsprechend fundiert und argumentativ handeln. Dies ist der erste Schritt, um die Art und Weise, wie Projekte aufgebaut und durchgeführt werden, deutlich zu verbessern. 

Warum ist dieses Instrument notwendig?

Neben den ökologischen Aspekten, die alle Kulturschaffenden bei der Konzeption ihrer Projekte dringend berücksichtigen müssen, werden auch Fragen des Arbeitsumfelds behandelt. Diese sind umso wichtiger, als sich die Situation für Angestellte im freien Kultursektor tendenziell verschlechtert. 

An wen richtet sich dieses Instrument?

Les Bonnes Pratiques richtet sich in erster Linie an Projektträgerinnen im Bereich der darstellenden Künste. Die Handlungsmöglichkeiten können jedoch alle inspirieren, die Nachhaltigkeit in ihre Arbeitspraxis einbeziehen möchten.