Mehr bewirken mit Kultur

In Zusammenarbeit mit dem Büro für Wagemut hat m2act eine kurze Anleitung erstellt, die euch hilft, eure Projektidee hinsichtlich ihrer Wirkung zu durchdenken.

Woraus besteht dieses Tool?

Das Tool besteht aus einer zweiseitigen Schritt-für-Schritt-Anleitung mit einem Fallbeispiel und einer Vorlage für die eigene Anwendung.

 

Tags

#Wirkung
#Übersicht
#Fokus

Was kann dieses Tool?

Diese kurze Anleitung hat drei Ziele:

  • Übersicht: Sie hilft, euer Projekt schnell und verständlich zusammenzufassen. Dies kann als Grundlage für Präsentationen bei Partner*innen, Geldgeber*innen, dem Publikum oder anderen Interessierten dienen.
  • Fokus auf das Wesentliche: Sie unterstützt euch dabei, den Fokus auf das Ziel nicht zu verlieren und auch während des Projekts Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.
  • Mehr Wirkung: Sie kann dabei helfen Lücken zu erkennen, Punkte zu ergänzen, Dinge anzupassen und das Projekt, wo nötig, zu schärfen.

 

Für wen ist dieses Tool?

Mehr bewirken mit Kultur richtet sich insbesondere an Menschen, die eine Projektidee haben, mit der sie zu einer fairen, inklusiveren und nachhaltigen Kultur und Gesellschaft beitragen wollen.

Warum braucht es dieses Tool?

Projekte, die einen gesellschaftlichen Wandel anstreben, bieten Aktivitäten an, die bei den Adressat*innen Denk- und Handlungsweisen auslösen sollen, die ohne das Projekt nicht stattfinden würden. Die Wirkung des Projekts misst sich an dieser Denk- und Handlungsweise.

Für die wirkungsvolle Konzipierung eines Projekts hilft es, das Projekt von hinten aufzurollen und seine Wirkungskette genauer zu kennen.

Impressum

 

 

Values of Solidarity

Ein Mediationsspiel für Teambildung und kulturelle Ko-Kreation

«Values of Solidarity» ist ein Workshop-Tool, das zugleich Spiel und Vermittlungsinstrument für Teams ist, die am Beginn einer Zusammenarbeit stehen. Mit Hilfe der Karten können Teilnehmende beschreiben, welche Werte ihnen wichtig sind und erfahren, welche Werte ihre Partner*innen antreiben. Auf diese Weise lernt sich eine Projekt- oder Arbeitsgruppe näher kennen und es werden Werte, Erfahrungen und Bedürfnisse geteilt, die sonst vielleicht nicht ausgesprochen würden. Die Diskussionen, die sich aus dem Spiel ergeben, fördern eine kollaborative Kommunikation und schaffen ein solidarisches und nachhaltiges Arbeitsumfeld, das die kulturelle, intellektuelle und emotionale Vielfalt der Teilnehmenden widerspiegelt.

Woraus besteht dieses Tool?

«Values of Solidarity» ist ein Kartenset in englischer Sprache. Das Spiel enthält zwei Arten von Karten:

«Value»-Karten enthalten Beschreibungen von Werten, die für eine solidarische Zusammenarbeit wichtig sein können wie z.B.:

  • Ehrlichkeit
  • Motivation
  • Respekt
  • Gesundheit
  • etc.

«Conflict»-Karten enthalten fiktive Szenarien, in denen schlechte Kommunikation und kulturelle Unterschiede zu Spannungen und Konflikten führen, die es zu überwinden gilt.

Tags

#community
#care
#werte
#solidarität
#kollaboration
#faire praxis
#gewaltfreiekommunikation
#reshapenetwork
#valuesofsolidarity

Warum braucht es dieses Kartenset?

In Arbeitsgruppen und Kooperationen kann es zu Konflikten kommen, wenn die Wertvorstellungen der Mitglieder sehr unterschiedlich sind oder die einen die Rechte der anderen nicht anerkennen.

Im Spiel befassen sich Teams mit fiktiven Konfliktsituationen und die Teammitglieder können ihre eigenen Werte formulieren. Ziel ist es, dass jedes Team seinen eigenen Werterahmen formuliert.

Die Solidarität in der Gruppe wird dadurch gefördert.

Für wen ist dieses Tool?

Das Tool wurde speziell für Teams entwickelt, die sich am Anfang ihrer Zusammenarbeit befinden. Es adressiert sich vor allem an Projektteams aus Kunst und Kultur, ist aber auch für andere Sektoren relevant.

Was kann dieses Kartenset?

«Values of Solidarity» bietet Inspiration sowie die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie ein Team mögliche Konflikte bewältigen will.

Das Spiel versetzt die Teilnehmenden gemeinsam in Konfliktszenarien. Somit können sie die oft unsichtbaren und undurchsichtigen Mechanismen erkennen, die Spannungen und Schwierigkeiten verursachen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden die notwendigen Methoden finden, um Spannungen abzubauen, besonders wenn unterschiedliche Hintergründe aufeinandertreffen.

Dieses Spiel kann bei jeder Person das Bewusstsein dafür stärken, dass Solidarität einen ganz praktischen und operativen Rahmen für Kollaboration bietet.

Herunterladen

Mehr Informationen auf der Webseite von Reshape Network:

The Gamified Workshop Toolkit: Values of Solidarity

Auszug auf Englisch herunterladen

Kartenset bestellen

Das Kartenset kann bei RESO – Tanznetzwerk Schweiz für CHF 15.– plus Versandkosten bestellt werden.

Interessierte können sich per E-Mail bei RESO melden: info@reso.ch

Impressum

2020, RESHAPE Network

reshape.network

Verfasst von Anikó Rácz, Doreen Toutikian und Dorota Ogrodzka mit Beratung durch Konrad Gadzina.

Entwickelt im Rahmen des RESHAPE-Projekts «Solidarische Ökonomien», an dem Ouafa Belgacem, Ekmel Ertan, Harald Geisler, Anastasya Kizilova, Dorota Ogrodzka, Anikó Rácz, Laure de Selys und Doreen Toutikian unter der Leitung von Nike Jonah beteiligt waren.

Die Neuauflage von «Values of Solidarity» in 2022 wurde von Reso – Tanznetzwerk Schweiz und m2act, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent, finanziert.

Biografie.art: Fragen zum ethischen Umgang mit persönlichen Geschichten

Biografie.art befragt, spiegelt und beleuchtet die künstlerische Zusammenarbeit, die dokumentarisches und biografisches Material nutzt, thematisiert Hierarchien und ethische Verpflichtungen in künstlerischen Projekten. Aus welchen Gründen wird biografisch gearbeitet und auf welche Weise? Welche Leitplanken gelten im Umgang mit Geschichten Dritter? Wie kreiere ich einen wertschätzenden und ethisch verantwortungsvollen Umgang mit den geteilten Geschichten? Und wie gehe ich mit Augenzeugen, Betroffenen oder Schauspielenden um? Beziehungsarbeit im dokumentarischen & biografischen Arbeiten ist Schwerpunkt.

Woraus besteht dieses Tool?

Die Website bietet Erkenntnis- und Erfahrungsberichte, befragt Vorgehensweisen und regt zum ethischen Reflektieren und Handeln an. Künstlerische Projekte werden nach Phasen geordnet. Das bietet die Möglichkeit die eigene künstlerische Perspektive durch Erfahrungswerte von anderen Künstler*innen, Geschichtenteilenden sowie Einschätzungen aus der Traumatherapie, dem Investigativjournalismus und der Sozialanthropologie zu spiegeln. Ebenso ist ein Arbeitsdokument frei verfügbar, das zur Vereinbarung einer gemeinsamen Arbeitshaltung und ethischer Leitplanken mit allen Projektbeteiligten genutzt werden kann. Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann das Team von Biografie.art für Workshops, Coaching oder Diskussionsformate o.ä. anfragen.

Das Arbeitsdokument ist zum Download vorerst auf Deutsch ab Juni 2025 erhältlich.

Tags

#ethischefragen
#ethics #fairepraxis
#leitlinien
#selbstbefragung
#biografie
#biografiekunst
#dokumentartheater #dokumentarfilm #vertrauen #erfahrungsaustausch #Beziehungsarbeit

Für wen ist dieses Tool?

Für Alle, die (auto)biografisch arbeiten und die ihre oder Geschichten Dritter im Rahmen eines künstlerischen Projektes teilen. Das Tool zur Projektbefragung bietet Anschauungsbeispiele und Raum für Selbst- und Strategiebefragung sowohl für Projektleitende und Projektbeteiligte – genauso zur Beziehungsarbeit in dokumentarischen Projekten der darstellenden Künste wie dem Dokumentarfilm.

Warum braucht es dieses Tool?

Um allen Projektbeteiligten Vertrauen, Sicherheit, Einvernehmen und ein Gefühl von Wertschätzung zu geben. Gerade persönliche Geschichten will man gut aufgehoben wissen, Menschen wollen sich richtig wiedergegeben fühlen und wer mit solchem Material arbeitet ist froh, um verbindliche Leitlinien und ethische Credi, die allen Beteiligten ethisch verantwortungsvollen Handlungsspielraum geben.

Impressum

Urheberschaft:

Dennis Schwabenland, Regisseur und Schauspieler und Katja Zellweger, Kulturjournalistin und Germanistin stehen hinter Biografie.art. Dramaturgische Beratung durch Regisseurin und Theaterautorin Anna Papst, Produktionsleitung übernimmt Ramun Bernetta.

Kontakt:

Info@biografie.art

Webseite

 

PERMA-CULTURE, für mehr Nachhaltigkeit in den Darstellenden Künsten

Seit 2022 forscht das Team des far° Nyon kollektiv daran, seinen Betrieb und die Darstellenden Künste im Allgemeinen nachhaltiger zu gestalten. Dabei stützt es sich auf die Prinzipien der Permakultur (konzeptionelle Toolbox, die auf einer Ethik der Fürsorge basiert; aus der Zusammenziehung der englischen Wörter «permanent» und «agriculture» entstandener Begriff). 

2023, nach Abschluss der ersten Phase dieser Forschung, wurde PERMA-CULTURE (work in progress) veröffentlicht. Dieser kurze Essay ist als Raum für den Austausch gedacht. Er kann sowohl als Archiv unserer Experimente als auch als eine Reihe von Vorschlägen (Übungen, Referenzen und Reflexionen) gelesen werden, die eventuell als Inspiration dienen können.

Die Publikation ist auf Französisch und Englisch als Fanzine erhältlich (Bestellung beim far° Nyon). Eine zweisprachige Version (FR/EN), zum Lesen am Bildschirm oder zum Selbstausdrucken im A4-Format, ist online verfügbar.

Woraus besteht dieses Tool?

Bei dem Tool handelt es sich um eine kleine Publikation. Sie umfasst:

  • Erfahrungsberichte,
  • theoretische Ressourcen,
  • Beispiele aus der Praxis.

Die Publikation soll eine Inspirationsquelle sein. 2024–2025 bieten das Team des far° und seine Kollaborierenden eine Reihe von Workshops im Zusammenhang mit dem Projekt und der Publikation an.

 

Tags

#nachhaltigkeit
#toolbox
#veränderung anregen
#einfache und konkrete Beispiele
#wohlbefindenamarbeitsplatz
#zugänglichkeit

Was kann dieses Tool?

Das Team des far° Nyon erhebt nicht den Anspruch, mit PERMA-CULTURE ein Wundermittel geschaffen zu haben. Es bietet jedoch einige konkrete und theoretische Werkzeuge, mit denen es echte Veränderungen im Kleinen wie im Grossen anstossen konnte.

 

 

 

 

 

Für wen ist dieses Tool?

Diese Publikation kann die Überlegungen und Praktiken all jener bereichern, die versuchen, ihre Arbeitsweise zu verändern, um sie ökologisch, menschlich, sozial und künstlerisch nachhaltiger zu gestalten.

 

Warum braucht es dieses Tool?

Angesichts des Klimawandels müssen wir unsere Arbeitsweisen dringend überdenken, um die Darstellenden Künste und den Kulturbereich im Allgemeinen nachhaltiger zu gestalten. Die Permakultur bietet ein einfaches, zugängliches und auf alle Gegebenheiten anwendbares Modell zur Bewältigung dieser Herausforderung.

Impressum

Urheberschaft:

far° Nyon, mit Leila Chakroun, Clément Demaurex und Gregory Stauffer

Kontakt:

participation@far-nyon.ch
Webseite

Foto: Workshop beim far° festival des arts vivants

©Arya Dil, far° Nyon, 2024

 

Green Guide for cultural organisations

reflector unterstützt Kul­tur­be­trie­be und Kulturschaffende dabei, ihren öko­lo­gi­schen Fus­s­ab­druck zu re­du­zie­ren und eine zu­kunfts­o­ri­en­tier­te, le­ben­di­ge Kul­tur­sze­ne zu gestalten.

Mit dem Green Guide for cultural organisations  stellt reflector eine Anleitung für die rasche Umsetzung ökologischer Massnahmen zur Verfügung.

re­flec­tor wird ge­för­dert durch m2act, das För­der- und Netz­werk­pro­jekt des Mi­gros-Kul­tur­pro­zent für die Dar­stel­len­den Küns­te, in Zu­sam­me­n­a­r­beit mit dem Mi­gros-Pio­nier­fonds.

Woraus besteht dieses Tool?

Der Green Guide besteht aus mehreren the­men­be­zo­ge­nen Leit­fä­den mit kon­kre­ten Mass­nah­men, die dabei hel­fen, mög­lichst schnell in Ak­ti­on zu tre­ten. Jeder Leit­fa­den kann un­ab­hän­gig von den an­de­ren und in be­lie­bi­ger Rei­hen­fol­ge an­ge­wandt wer­den.

Tags

#reflector
#greenguide
#howto
#nachhaltigkeit
#nachhaltigestheater
#greenculture

Was kann dieses Tool?

Der Green Guide gibt An­re­gun­gen für wirk­sa­me und sinn­vol­le Mass­nah­men in den fol­gen­den Be­rei­chen:

  • Mo­bi­li­tät
  • Pro­duk­ti­on
  • Technik
  • Verpflegung
  • Ener­gie
  • Kom­mu­ni­ka­ti­on

In­ner­halb jedes Leitfadens gibt es je­weils meh­re­re vor­ge­schla­ge­ne Mass­nah­men, die einzeln ausgewählt werden können. So ergibt sich ein indi­vi­du­el­ler Ak­ti­ons­plan, der als PDF heruntergeladen werden kann.

Warum braucht es dieses Tool?

Nachhaltigkeit in den Betriebsalltag zu integrieren ist nicht immer einfach. Der Green Guide erleichtert den Einstieg ins Thema, hilft Ziele festzulegen und die passenden Mass­nah­men umzusetzen.

Für wen ist dieses Tool?

Der Green Guide be­glei­tet kulturelle Institutionen und Kulturschaffende auf ihrem Weg zu einer nach­hal­ti­gen Pra­xis. Die Leitfäden wur­den ge­mein­sam mit Kulturbetrieben und Nachhaltigkeitsexpert*innen ent­wi­ckelt.

Impact Guide

Der Impact Guide ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung, die Projektteams dabei unterstützt, ihr Projekt möglichst wirkungsvoll aufzusetzen.

Er hilft Akteur*innen, die in den Darstellenden Künsten zu einem Strukturwandel beitragen wollen, ihre Annahmen zu überprüfen und herauszufinden, ob die geplanten Aktivitäten und Angebote bei der Zielgruppe tatsächlich die gewünschte Verhaltensänderung bewirken.

Der Impact Guide basiert auf der Theory of Change und wurde vom Migros-Pionierfonds gemeinsam mit Policy Analytics entwickelt.

Warum braucht es dieses Tool?

Projekte, die einen gesellschaftlichen Wandel anstreben, bieten Aktivitäten an, die beim Zielpublikum eine Verhaltensänderung auslösen sollen, die ohne das Projektangebot nicht stattfinden würde. Die Wirkung des Projekts misst sich an dieser Verhaltensänderung.

Für die wirkungsvolle Konzipierung eines Projekts hilft es, das Projekt von hinten aufzurollen und seine Wirkungskette genauer zu kennen.

Dafür stellt der Impact Guide folgende Fragen:

  • Welche systemische Veränderung streben wir an?
  • Wer muss sein Verhalten wie ändern, um dieser systemischen Veränderung näher zu kommen?
  • Welches Angebot kann unser Projekt machen, um zu dieser Verhaltensänderung beizutragen?
  • Welche Annahmen stecken hinter dem Zusammenhang zwischen Angebot und Verhaltensänderung – und sind diese plausibel?

Tags

#impact
#wirkungsorientierung
#theory of change
#systemische veränderung
#input output outcome
#wirkungskette

Für wen ist dieses Tool?

Der Impact Guide ist ein Angebot für alle Akteur*innen, die mit ihren Ideen, Aktivitäten und Projekten eine fairere, inklusivere und nachhaltigere Kultur und Gesellschaft gestalten wollen.

Was kann dieses Tool?

Ein Projektteam kann mit Hilfe des Impact Guide Schritt für Schritt seine eigene Wirkungslogik aufzeichnen, seine Annahmen prüfen und die Aktivitäten so ausrichten, dass sie tatsächlich zum Erreichen der Wirkungsziele beitragen.

Er hilft dabei

  • Wirkungsziele zu definieren
  • Zusammenhänge zu visualisieren
  • Wirkungsketten zu erkennen
  • Annahmen zu überprüfen
  • Angebote zu schärfen

Impressum

Autor*innen: Linda Sulzer, Aljosha Henkel, Andreas Beerli

Migros Pionierfonds / Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes

Policy Analytics

 

Stand: November 2021

m2act × Burning Issues: Für eine gerechte, diverse & inklusive Kultur – Zielepapier

Künstlerische Leitungsteams stehen unter Beschuss, Forderungen nach sozialer Nachhaltigkeit werden immer lauter, Vereinbarkeit von Familie und Kulturschaffen ist noch immer ein Kraftakt. In der Schweizer Theaterszene ist viel in Bewegung. Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt. Sie formulierten in einem Zielepapier dringende Forderungen nach Veränderungen, um die Arbeitsbedingungen in den Darstellenden Künsten nachhaltiger, gerechter und attraktiver zu machen

Woraus besteht dieses Papier?

Das Papier formuliert Ziele für eine gerechtere, fairere und diversere Arbeitswelt in der Darstellenden Kunst und in welchem Rahmen sie formuliert wurden. Es enthält zudem die Namen der Verfasser*innen und Erstunterzeichner*innen. Das Zielepapier dient als Katalog gemeinsamer Forderungen, die im Arbeitsalltag der Darstellenden Künste positioniert werden müssen.

Tags

#verantwortung
#handeln
#nachhaltigkeit
#reporting
#kollaboration
#faire praxis
#verträge

Was kann dieses Papier?

Das Zielepapier wurde im Rahmen von m2act x Burning Issues auf der Plattform ACT CAMPAX als Petition veröffentlicht. Hier kann es von Unterstützer*innen unterzeichnet werden (Stand 30.4.2024, 509 Unterschriften). Die Formulierungen können kopiert, weiterentwickelt und als Instrument genutzt werden, um in eigenen Organisationen und Institutionen oder in der Politik Änderungen voranzutreiben.

Für wen ist dieses Papier?

Das Zielepapier ist für alle Kulturschaffende und Menschen aus anderen Bereichen, die sich an ihrem Arbeitsplatz für fairere, diversere und inklusivere Bedingungen stark machen.

 

Warum braucht es dieses Papier?

Viele Menschen, die in den Darstellenden Künsten arbeiten, sind unzufrieden mit den Arbeits- und Produktionsbedingungen und mit der momentanen Verteilung von Geld, Zeit und Einfluss. Sie wollen sich vernetzen, gemeinsam Gehör verschaffen und gegenseitig unterstützen.

Impressum

Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt und das Zielepapier formuliert.

 

 

 

g3-Methode

(gemeinsam gesellschaft gestalten!)

Von Design Thinking inspiriert ermöglicht diese Innovationsmethode Kulturschaffenden, konkret und praxisnah Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen (wie z.B. Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen) in den Darstellenden Künsten zu entwickeln. Dazu wurden sechs konkrete Leitfäden entwickelt:

Sechs Leitfäden

  • Wie können wir gut miteinander arbeiten?
  • Wie erfahren wir mehr über konkrete Bedürfnisse anderer Menschen?
  • Wie können wir die gewonnenen Einsichten nutzbar machen?
  • Wie kommen wir gemeinsam zu neuen Ideen?
  • Wie können wir eine Idee erfahrbar machen?
  • Wie können wir unsere Idee testen, bevor es ernst wird?

TAGS

#kollaboration
#design thinking
#partizipation
#raum schaffen
#diskutieren

Was kann g3?

Die g3-Methode ist ein konkreter Vorschlag, wie Öffnung und Teilhabe unmittelbar angegangen werden können. Sie ist:

  • Kostenlos, da sie keiner professionellen Moderation bedarf.
  • Bestens geeignet für die Beteiligung unterschiedlichster Menschen in beliebig grossen, heterogenen Gruppen.
  • Niedrigschwellig und einfach, so dass man ohne Einführung oder Fortbildung direkt loslegen kann.
  • Effizient, da jeder Workshop in nur einer Stunde zu konkreten Ergebnissen führt.
  • Bedarfsorientiert sowohl im Ganzen, als auch einzeln und in vielfältiger Kombination einsetzbar.
  • Praxisnah durch zentrale Themen wie Bedürfnisklärung, Ideenentwicklung und Prototypengestaltung und -vertestung.

Für wen ist g3?

  • Die g3-Methode ist ein Angebot für alle Menschen, die mit kulturellen Institutionen oder Projekten zu tun haben und konkrete Antworten auf konkrete Fragen entwickeln möchten.
  • Darüber hinaus sind die Prozessleitfäden bestens geeignet für andere Themenfelder aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
  • Wichtig ist, dass die g3-Methode an keiner Stelle als fertiges Produkt zu begreifen ist, sondern vielmehr als Einladung zur konstruktiven Mitarbeit erlebt werden möchte.

Warum braucht es die g3-Methode?

Komplexe Herausforderungen in Kultur oder Politik sind nicht mehr von einzelnen Personen oder Interessengruppen befriedigend bewältigbar. Nicht nur das Spektrum der Bedürfnisse nimmt stetig zu, auch die traditionellen Formen der Entscheidungsfindung werden zunehmend infrage gestellt.

Im Kunst- und Kulturbereich wird intensiv an der Frage gearbeitet, wie die gesamte Bevölkerung besser erreicht und stärker in die inhaltlichen Auseinandersetzungen einbezogen werden kann. Divers aufgestellte Teams sind kreativer, effektiver und somit auch erfolgreicher arbeiten.

Impressum

KIWit-Programm «Kultur+Wirtschaft»
Projektleitung: Moritz von Rappard, Co-Entwicklung: Hanna Voss, Mitarbeit: Stefanie Neumeister

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Inklusion

Die Methode ist noch nicht vollständig barrierefrei, da fehlende Sprachkenntnisse, körperliche oder geistige Beeinträchtigungen eine aktive Teilnahme erschweren. Doch im besten Fall mag jede Anwendung in der Praxis weiterführende Ideen oder Perspektiven eröffnen und so ist jede Rückmeldung ausdrücklich erwünscht.

Impressionen vom g3-Workshop m2act@LeGrütli

m2act@LeGrütli
m2act@LeGrütli
m2act@LeGrütli
m2act@LeGrütli

FAIRSPEC Kodex

RICHTLINIEN FÜR ETHISCHE ARBEITSWEISEN IN DER FREIEN SZENE

Künstler*innen der freien Darstellenden Künste in der Deutschschweiz sowie Vertreter*innen von Institutionen und Förderstellen haben sich 2020/21 an einer Reihe von Veranstaltungen der Initiative FAIRSPEC mit dringlichen sozialen, künstlerischen und zeitgenössischen Fragen auseinandergesetzt, um einen gemeinsamen Kodex zu entwickeln.

Am Montag, 30.8.2021 wurde der «FAIRSPEC Kodex» veröffentlicht. Dieser gehört im deutschsprachigen Raum zu den ersten Richtlinien für ethische Arbeitsweisen in der freien Szene.

Der Kodex benennt die wesentlichen Leitmotive, die für die zukünftige Arbeit in den Darstellenden Künsten wegweisend sind. Sie umfassen persönliche Kompetenzen, Aspekte der Kommunikation und der Zusammenarbeit, sowie die Verpflichtung, die Richtgagen von Berufsverbänden einzuhalten.

WARUM BRAUCHT ES DIESEN KODEX?

Durch Selbstverpflichtung und gegenseitige Unterstützung will FAIRSPEC mit Hilfe des Kodex bekannte problematische Verhaltensweisen in den Darstellenden Künsten angehen.

Im Mittelpunkt steht die künstlerische Arbeit. Jeder künstlerische Prozess ist auch ein sozialer Prozess. Damit einher geht eine hohe Verantwortung sowohl hinsichtlich der künstlerischen Freiheit als auch des umsichtigen Miteinanders.

TAGS

#verhaltenskodex
#konstrkutivität
#transparenz
#diversität
#nachhaltigkeit
#wertschätzung

WAS KANN DIESER KODEX?

Einzelpersonen und Institutionen können den Kodex unterzeichnen und ihn selbstverantwortlich in ihrer täglichen Arbeit anwenden.

Er hilft

  • Handlungen und Arbeitsweisen zu reflektieren
  • an sich selbst und den eigenen Arbeitsstrukturen kontinuierlich zu arbeiten

FÜR WEN IST DIESER KODEX?

Die Unterzeichnenden verpflichten sich in diesem Kodex Richtlinien, die ihre Werte widerspiegeln und die für alle Beteiligten gleichermassen gelten. Sie erhoffen sich, dass dieser Kodex in möglichst viele Arbeitskonstellationen sowohl in der freien Szene als auch an subventionierten Häusern hineingetragen wird und damit eine von Respekt und Gerechtigkeit geprägte Wirklichkeit schafft.

PDF HERUNTERLADEN

Lies den Kodex auf Deutsch und Englisch auf der Webseite von FAIRSPEC

www.fairspec.ch

Impressum

FAIRSPEC

Zürich, August 2021

Kooperationen in den Darstellenden Künsten

Glossar

In Kooperationen zwischen Theatern, Festivals und Compagnien entstehen immer wieder Missverständnisse, wenn es darum geht, die Rollen und Leistungen der Partner zu definieren und zu verhandeln. Insbesondere der Begriff der «Koproduktion» wird inzwischen für alle möglichen Arten von Partnerschaften verwendet. Dies führt zu einer zunehmenden Entwertung dieser wichtigen Kooperationsform und der mit ihr verbundenen Leistungen.

Deshalb hat CORODIS (Commission romande de diffusion des spectacles) 2018 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, an der auch RESO (Tanznetzwerk Schweiz) und das Migros-Kulturprozent / m2act beteiligt waren. Das daraus entstandene Glossar und seine Definitionen wurden 2019 von den Mitgliedern der die Mitglieder von CORODIS (die Kantone und die Mehrheit der Städte der französischen Schweiz) und den Mitgliedern der FRAS (Fédération romande des arts de la scène) angenommen und bis 2021 von Reso auf Deutsch übersetzt. 

Warum braucht es dieses Glossar?

m2act teilt die Überzeugung der Initiant*innen, dass eine schweizweite und konsequente Anwendung dieses Glossars wesentlich zur Klärung und Verbesserung der Kooperationen im Bereich der Darstellenden Künste beitragen wird und unterstützt die Weiterverbreitung in der ganzen Schweiz aktiv.

Tags

#koproduktion
#verträge
#kooperation
#transparenz
#faire praxis

Für wen ist dieses Glossar?

Das Glossar richtet sich an Theater, Festivals und Compagnien zugleich. Es bietet sich an als Gesprächsgrundlage bei Verhandlungen über Kooperationen und Koproduktionen.

Was kann dieses Glossar?

Es klärt folgende Fragen:

  • Was ist überhaupt eine Koproduktion und was nicht?
  • Zwischen welchen Partner*innen wird eine Koproduktion eingegangen?
  • Welche Leistungen beinhaltet eine Koproduktion?

Es hilft,

  • Leistungen klar zu definieren
  • Verbindlichkeit zu fördern
  • Missverständnisse aus dem Weg zu räumen
  • Kooperationen zu verbessern
  • Verständnis von unterschiedlichen Begriffen, Strukturen und Kooperationskulturen zwischen der Romandie und der Deutschschweiz zu schärfen

1. Kooperierende Strukturen

 

PRODUKTIONSSTRUKTUR: Juristische Person (meist eine Compagnie oder ein Theater), welche eigenverantwortlich Tanz- oder Theaterproduktionen realisiert. Sie besitzt die Rechte an der Produktion, ist zuständig für deren Finanzierung und übernimmt die Verantwortung als Arbeit- und Auftraggeberin für die Mitarbeitenden. Sie koordiniert die notwendigen personellen und materiellen Ressourcen und muss dabei stets zwischen den ökonomischen und künstlerischen Bedingungen abwägen, damit das Projekt umgesetzt werden kann. Sie übernimmt meist auch die Koordination der Auswertung der Produktion (Aufführungen, Diffusion) und kümmert sich um die Löhne, Honorare und sonstige Entschädigungen an die Mitarbeitenden sowie um die Aufbewahrung und Instandhaltung der Kostüme, des Bühnenbilds und der Requisiten.

 

ORGANISATIONSSTRUKTUR: Juristische Person (meist ein Theater oder ein Festival), welche eine Tanz- oder Theaterproduktion einlädt, um diese vor einem Publikum aufzuführen. Sie übernimmt sämtliche Kosten für die Durchführung der Aufführungen und bietet dafür einen geeigneten Ort, die notwendige Infrastruktur und Technik. Darüber hinaus ist sie für Urheberrechtsabgaben verantwortlich und stellt das notwendige eigene Personal für die technischen Betreuung (Auf- und Abbau, Ton, Licht etc.), für die Sicherheit und Betreuung des Publikums, den Ticketverkauf sowie für die Kommunikation und Bewerbung der Aufführungen.

 

BEAUFTRAGTE PRODUKTIONSSTRUKTUR: Produktionsstruktur, die von einer oder mehreren Organisationsstrukturen (meist Theater oder Festivals) im Rahmen einer Koproduktion (vgl. «Koproduktion») beauftragt wird, in deren Namen eine Tanz- oder Theaterproduktion zu realisieren. Sie übernimmt die Organisation der Produktion sowie die rechtliche und finanzielle Verantwortung im Rahmen der Vereinbarung mit den anderen an der Koproduktion beteiligten Strukturen.

2. Formen der Kooperation

 

KOPRODUKTION: Eine Koproduktion wird zwischen einer Produktionsstruktur und einer oder mehrerer Organisationsstrukturen vereinbart, die finanzielle, technische und personelle Ressourcen zusammenlegen, um gemeinsam ein Stück zu produzieren. Die finanziellen Leistungen der an der Koproduktion beteiligten Organisationsstrukturen müssen höher sein, als der Verkaufspreis der Aufführungen, so dass damit ein Teil der Produktionskosten gedeckt werden kann. Zum finanziellen Koproduktionsbeitrag können weitere personelle oder Sachleistungen hinzukommen. Für die Koproduktion und die Aufführungen sind zwei separate Verträge abzuschliessen.

 

PREACHAT: Als «Préachat» (Vorkauf) bezeichnet man den Kauf von einer oder mehrerer Aufführungen, bevor die Tanz- oder Theaterproduktion produziert wurde. Für die Organisationsstruktur stellt der Préachat ein künstlerisches und finanzielles Risiko dar und sollte daher als Vertrauensvorschuss gegenüber der Produktionsstruktur wertgeschätzt werden. Die Bezeichnung der Organisationsstruktur als «Partner», z.B. in allen Kommunikationsmitteln, ist daher angemessen (vgl. «Partnerschaft»).

 

PARTNERSCHAFT: Als «Partner» wird eine Organisationsstruktur bezeichnet, die eine Produktionsstruktur aktiv bei der Recherche, Produktion oder Diffusion unterstützt. Die damit verbundenen Leistungen können vielfältig sein: technische oder dramaturgische Begleitung, Bereitstellung von Proberäumlichkeiten, Unterstützung beim Fundraising, Kommunikation und Medienarbeit, bei der Diffusion und Vernetzung etc. Privilegierte Formen der Partnerschaft stellen insbesondere «Préachat» und «Residenz» dar.

 

RESIDENZ: Im Rahmen einer Residenz stellt eine Organisationsstruktur einer Produktionsstruktur während einem sinnvollen Zeitraum kostenlos einen geeigneten Arbeitsraum sowie Unterkünfte und Verpflegung, insbesondere für auswärtige Gäste, zur Verfügung. Zusätzlich können Probezeit auf der Bühne, technische und/oder dramaturgische Unterstützung gewährt werden.

 

ARTIST/S IN RESIDENCE | ASSOCIATED ARTIST/S: Kunstschaffende oder Compagnie, die von einer Organisationsstruktur dazu eingeladen werden, während eines bestimmten Zeitraums aktiv am Leben des Theaters oder Festivals teilzunehmen und dieses mitzugestalten. Während sie die Organisationsstruktur konzeptuell, künstlerisch und/oder durch ihre regelmässige Präsenz bereichern, unterstützt diese sie in ihrer künstlerischen Entwicklung und steht als Koproduzentin von Neuproduktionen fest. Der/die Kunstschaffende oder Compagnie kann z.B. bei Teamsitzungen, bei der Programmgestaltung oder Vermittlung eingebunden werden.

3. Finanzielle Leistungen

 

VERKAUFSPREIS (für eine oder mehrere Aufführungen; frz. «PRIX DE CESSION»): Der Verkaufspreis muss mindestens sämtliche Kosten decken, die seitens der Produktionsstruktur anfallen, um die Aufführungen durchführen zu können. Er wird durch die Produktionsstruktur festgelegt und kann eine mehr oder weniger hohe Gewinnspanne enthalten, welche die gesamte oder teilweise Rückfinanzierung von Wiederaufnahme-, Betriebs- oder Produktionskosten erlaubt.

 

KAUFVERTRAG (für eine oder mehrere Aufführungen; frz. «CONTRAT DE CESSION»): Vertrag zwischen einer Organisationsstruktur (Käufer) und einer Produktionsstruktur (Verkäufer), welche die Leistungen der beiden Partner regelt: Zusätzlich zum Verkaufspreis übernimmt der Käufer in der Regel Reise-, Transportkosten, Per Diems, Unterbringungskosten sowie die Abgeltung von Urheberrechten. Ausserdem regelt der Kaufvertrag die notwendigen technischen Rahmenbedingungen (Technical Rider).

 

GAGE: Die Gage ist der gebräuchliche Begriff für die Entlohnung des an einer Tanz- oder Theaterproduktion resp. ihrer Aufführungen beteiligten Personals. In der Schweiz hat dieser Begriff keine gesetzliche Grundlage: Es handelt sich entweder um Löhne (inkl. Sozialabgaben) oder um Honorare für Mitarbeitende, die selbstständig erwerbstätig sind. Dieser Begriff wird im Rahmen von Verhandlungen häufig mit dem «Verkaufspreis» für eine oder mehrere Aufführungen verwechselt, der jedoch noch weitere notwendige Kosten seitens der Produktionsstruktur beinhaltet (vgl. «Verkaufspreis»).

 

«COÛT PLATEAU»: Im Deutschen wird dieser Begriff nicht verwendet. Im Französischen bezeichnet er ausschliesslich die Kosten, die mit der Aufführung auf der Bühne verbunden sind, d.h. die Summe der Aufführungsgagen der Künstlerinnen und Techniker sowie ggf. die Kosten für Verbrauchsmaterial. Nicht enthalten sind jedoch die Kosten für die Produktion und Diffusion, Wiederaufnahmekosten oder Transport- und Reisekosten etc.

Impressum

Eine Initiative von

In Zusammenarbeit mit

Erarbeitet auf Französisch von 2018-19
Übersetzt auf Deutsch im März 2021