Supporting Relevance

Ideas and strategies for inclusive, fair and flexible arts funding 

IETM – Das Internationale Netzwerk für zeitgenössische darstellende Künste ist eines der ältesten und grössten internationalen Kulturnetzwerke. Es vertritt die Stimme von mehr als 500 Organisationen und Fachleuten, die weltweit im Bereich der zeitgenössischen darstellenden Künste tätig sind. 

Das Netzwerk setzt sich aktiv für bessere Arbeitsbedingungen in der Kunst ein. Die Finanzierung der Künste ist ein wichtiges Element dieses dringenden und komplexen Prozesses. IETM macht sich stark für neue Formen der Kunstfinanzierung. Die Publikation «Supporting Relevance: Ideas and strategies for inclusive, fair and flexible arts funding» will die aktuelle Debatte anregen und bietet Strategien und Lösungen, um die Situation des Kunstsektors und der beteiligten Berufsgruppen nachhaltig zu verbessern. 

Woraus besteht dieses Tool? 

IETM liefert in dieser Publikation  

  • Schlüsselbegriffe  
  • inspirierende Beispiele 
  • Argumente 
  • und Empfehlungen 

für eine faire, flexible und inklusive Finanzierung in den darstellenden Künsten. 

Tags

#faireförderung
#inklusiveförderung
#flexibleförderung
#nachhaltigekunst
#fairepraxis 

Warum braucht es dieses Tool? 

Der Kunstsektor soll im Einklang mit seinen Werten und den Entwicklungen der heutigen Gesellschaft gedeihen und relevant bleiben. Modelle, Methoden und Instrumente der Kunstfinanzierung gilt es deshalb zu überdenken, anzupassen und zu verbessern. 

Was kann dieses Tool? 

Die Publikation beantwortet folgende Fragen: 

  • Fairness: Was braucht es für eine faire Förderung in den darstellenden Künsten?  
  • Flexibilität: Was bedeutet flexible Förderung? 
  • Inklusion: Wer wird ausgeschlossen und wie funktioniert Inklusion? 

Die Publikation leistet einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Zukunft der Darstellenden Künste und die Rolle der Kunstfinanzierung in diesem Sektor. 

Für wen ist dieses Tool? 

Die Publikation ist ein Angebot für alle Akteur*innen, die mit ihren Ideen, Aktivitäten und Projekten eine fairere, inklusivere und nachhaltigere Kultur und Gesellschaft gestalten wollen und richtet sich insbesondere an Mitglieder von Förderinstitutionen und Auswahlkommissionen.  

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IETM Publication 2021 – Supporting Relevance

Die Publikation ist auf Englisch auf der Webseite der IETM auch als Audio zugänglich: www.ietm.org  

Impressum

M. Ilic, F. Farhat, «Supporting relevance: Ideas and strategies for inclusive, fair and flexible arts funding», IETM, November 2021.

www.ietm.org/en/resources

g3-Methode

(gemeinsam gesellschaft gestalten!)

Von Design Thinking inspiriert ermöglicht diese Innovationsmethode Kulturschaffenden, konkret und praxisnah Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen (wie z.B. Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen) in den Darstellenden Künsten zu entwickeln. Dazu wurden sechs konkrete Leitfäden entwickelt:

Sechs Leitfäden

  • Wie können wir gut miteinander arbeiten?
  • Wie erfahren wir mehr über konkrete Bedürfnisse anderer Menschen?
  • Wie können wir die gewonnenen Einsichten nutzbar machen?
  • Wie kommen wir gemeinsam zu neuen Ideen?
  • Wie können wir eine Idee erfahrbar machen?
  • Wie können wir unsere Idee testen, bevor es ernst wird?

TAGS

#kollaboration
#design thinking
#partizipation
#raum schaffen
#diskutieren

Was kann g3?

Die g3-Methode ist ein konkreter Vorschlag, wie Öffnung und Teilhabe unmittelbar angegangen werden können. Sie ist:

  • Kostenlos, da sie keiner professionellen Moderation bedarf.
  • Bestens geeignet für die Beteiligung unterschiedlichster Menschen in beliebig grossen, heterogenen Gruppen.
  • Niedrigschwellig und einfach, so dass man ohne Einführung oder Fortbildung direkt loslegen kann.
  • Effizient, da jeder Workshop in nur einer Stunde zu konkreten Ergebnissen führt.
  • Bedarfsorientiert sowohl im Ganzen, als auch einzeln und in vielfältiger Kombination einsetzbar.
  • Praxisnah durch zentrale Themen wie Bedürfnisklärung, Ideenentwicklung und Prototypengestaltung und -vertestung.

Für wen ist g3?

  • Die g3-Methode ist ein Angebot für alle Menschen, die mit kulturellen Institutionen oder Projekten zu tun haben und konkrete Antworten auf konkrete Fragen entwickeln möchten.
  • Darüber hinaus sind die Prozessleitfäden bestens geeignet für andere Themenfelder aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
  • Wichtig ist, dass die g3-Methode an keiner Stelle als fertiges Produkt zu begreifen ist, sondern vielmehr als Einladung zur konstruktiven Mitarbeit erlebt werden möchte.

Warum braucht es die g3-Methode?

Komplexe Herausforderungen in Kultur oder Politik sind nicht mehr von einzelnen Personen oder Interessengruppen befriedigend bewältigbar. Nicht nur das Spektrum der Bedürfnisse nimmt stetig zu, auch die traditionellen Formen der Entscheidungsfindung werden zunehmend infrage gestellt.

Im Kunst- und Kulturbereich wird intensiv an der Frage gearbeitet, wie die gesamte Bevölkerung besser erreicht und stärker in die inhaltlichen Auseinandersetzungen einbezogen werden kann. Divers aufgestellte Teams sind kreativer, effektiver und somit auch erfolgreicher arbeiten.

Impressum

KIWit-Programm «Kultur+Wirtschaft»
Projektleitung: Moritz von Rappard, Co-Entwicklung: Hanna Voss, Mitarbeit: Stefanie Neumeister

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Inklusion

Die Methode ist noch nicht vollständig barrierefrei, da fehlende Sprachkenntnisse, körperliche oder geistige Beeinträchtigungen eine aktive Teilnahme erschweren. Doch im besten Fall mag jede Anwendung in der Praxis weiterführende Ideen oder Perspektiven eröffnen und so ist jede Rückmeldung ausdrücklich erwünscht.

Impressionen vom g3-Workshop m2act@LeGrütli

m2act@LeGrütli
m2act@LeGrütli
m2act@LeGrütli
m2act@LeGrütli

FAIRSPEC Kodex

RICHTLINIEN FÜR ETHISCHE ARBEITSWEISEN IN DER FREIEN SZENE

Künstler*innen der freien Darstellenden Künste in der Deutschschweiz sowie Vertreter*innen von Institutionen und Förderstellen haben sich 2020/21 an einer Reihe von Veranstaltungen der Initiative FAIRSPEC mit dringlichen sozialen, künstlerischen und zeitgenössischen Fragen auseinandergesetzt, um einen gemeinsamen Kodex zu entwickeln.

Am Montag, 30.8.2021 wurde der «FAIRSPEC Kodex» veröffentlicht. Dieser gehört im deutschsprachigen Raum zu den ersten Richtlinien für ethische Arbeitsweisen in der freien Szene.

Der Kodex benennt die wesentlichen Leitmotive, die für die zukünftige Arbeit in den Darstellenden Künsten wegweisend sind. Sie umfassen persönliche Kompetenzen, Aspekte der Kommunikation und der Zusammenarbeit, sowie die Verpflichtung, die Richtgagen von Berufsverbänden einzuhalten.

WARUM BRAUCHT ES DIESEN KODEX?

Durch Selbstverpflichtung und gegenseitige Unterstützung will FAIRSPEC mit Hilfe des Kodex bekannte problematische Verhaltensweisen in den Darstellenden Künsten angehen.

Im Mittelpunkt steht die künstlerische Arbeit. Jeder künstlerische Prozess ist auch ein sozialer Prozess. Damit einher geht eine hohe Verantwortung sowohl hinsichtlich der künstlerischen Freiheit als auch des umsichtigen Miteinanders.

TAGS

#verhaltenskodex
#konstrkutivität
#transparenz
#diversität
#nachhaltigkeit
#wertschätzung

WAS KANN DIESER KODEX?

Einzelpersonen und Institutionen können den Kodex unterzeichnen und ihn selbstverantwortlich in ihrer täglichen Arbeit anwenden.

Er hilft

  • Handlungen und Arbeitsweisen zu reflektieren
  • an sich selbst und den eigenen Arbeitsstrukturen kontinuierlich zu arbeiten

FÜR WEN IST DIESER KODEX?

Die Unterzeichnenden verpflichten sich in diesem Kodex Richtlinien, die ihre Werte widerspiegeln und die für alle Beteiligten gleichermassen gelten. Sie erhoffen sich, dass dieser Kodex in möglichst viele Arbeitskonstellationen sowohl in der freien Szene als auch an subventionierten Häusern hineingetragen wird und damit eine von Respekt und Gerechtigkeit geprägte Wirklichkeit schafft.

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Lies den Kodex auf Deutsch und Englisch auf der Webseite von FAIRSPEC

www.fairspec.ch

Impressum

FAIRSPEC

Zürich, August 2021

Les bonnes pratiques

Selbstbewertungsinstrument und Handlungsmöglichkeiten zur Förderung der Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten 

Les Bonnes Pratiques ist ein gemeinsames Pilotprojekt der Association des Compagnies Vaudoises und des Syndicat Suisse Romand du Spectacle. Diese Initiative richtet sich zunächst an Projektträgerinnen und Projektträger der darstellenden Künste. Durch einen unverbindlichen Selbstbewertungsprozess schärft Les Bonnes Pratiques das Bewusstsein für die Problematik der Arbeitsbedingungen und der Nachhaltigkeit innerhalb der Berufspraxis im Kulturbereich. 

Woraus besteht das Tool?

Das Tool wird in Form einer Internetplattform bereitgestellt und besteht aus: 

  • einem Leitfaden 
  • Ressourcen 
  • einem Selbstbewertungsinstrument 

Es kann teilweise oder vollständig genutzt werden, je nach den Wünschen der Nutzerinnen und Nutzer. 

Tags

#lesbonnespratiquesch #Autoevaluation
#Gesundheit am Arbeitsplatz
#nachhaltige Kunst

Was kann dieses Tool bewirken?

Wer sich die Zeit nimmt, sein Projekt mithilfe von Les Bonnes Pratiques zu hinterfragen, kann mögliche Schwächen erkennen und entsprechend fundiert und argumentativ handeln. Dies ist der erste Schritt, um die Art und Weise, wie Projekte aufgebaut und durchgeführt werden, deutlich zu verbessern. 

Warum ist dieses Instrument notwendig?

Neben den ökologischen Aspekten, die alle Kulturschaffenden bei der Konzeption ihrer Projekte dringend berücksichtigen müssen, werden auch Fragen des Arbeitsumfelds behandelt. Diese sind umso wichtiger, als sich die Situation für Angestellte im freien Kultursektor tendenziell verschlechtert. 

An wen richtet sich dieses Instrument?

Les Bonnes Pratiques richtet sich in erster Linie an Projektträgerinnen im Bereich der darstellenden Künste. Die Handlungsmöglichkeiten können jedoch alle inspirieren, die Nachhaltigkeit in ihre Arbeitspraxis einbeziehen möchten.