FIT FOR THE FUTURE: Jahresbericht 2025

Dieser Jahresbericht dokumentiert das erste Jahr von FIT FOR THE FUTURE, einem dreijährigen Projekt, das im Rahmen des FIT-Festivals entwickelt wurde. Das Dossier gibt einen Einblick in einen Prozess der Beobachtung, des Lernens und der Transformation im Zusammenhang mit dem Wechsel der künstlerischen Leitung und macht dabei oft undokumentierte Dynamiken sichtbar: Beziehungen, Schwächen, Verantwortlichkeiten und implizites Wissen. Der Bericht enthält ausserdem einen vorläufigen Leitfaden für einen Wechsel der künstlerischen Leitung, der sich auf die Erfahrungen des ersten Jahres stützt und als Instrument zur Reflexion und Orientierung dient. Das Dokument präsentiert keine abschliessenden Ergebnisse, sondern einen fortlaufenden Entwicklungsprozess zur Schaffung eines nachhaltigen und replizierbaren Übergangsmodells im Bereich der Darstellenden Künste.

Dieser Bericht dokumentiert das erste von drei Jahren. Für 2026 ist ein weiterer vorgesehen. Ein dritter, für Ende 2027 geplanter Teil wird den gesamten Prozess als Modellprojekt vorstellen und in allen Sprachen verfügbar sein.

Woraus besteht dieses Tool?

Es handelt sich um einen Prozessbericht, ein Dossier, welches das erste Jahr eines Wechsels der künstlerischen Leitung dokumentiert und Überlegungen, Praktiken und einen operativen Leitfaden enthält.

Was kann dieses Tool?

Es bietet Orientierung, Sprache und kritische Werkzeuge, um Übergänge bewusster, langsamer und nachhaltiger zu gestalten.

Für wen ist dieses Tool?

Für künstlerische Leitungen, Kulturteams und Institutionen, die vor einem Leitungswechsel stehen oder einen solchen in Betracht ziehen.

Warum braucht es dieses Tool?

Um normalerweise informelles und nicht dokumentiertes Wissen, das oft Ursache für herausfordernde Leitungswechsel ist, sichtbar und teilbar zu machen.

 

 

 

Impressum

Paola Tripoli und Simon Waldvogel

produzione@fitfestival.ch

www.fitfestival.ch

 

Kleintheater Luzern: «Alle Inklusive» – eine Box für mehr

Was können wir als Menschen ohne Behinderungsperspektive dazu beitragen einen inklusiveren Zugang zu Gesellschaft und Kultur zu schaffen? Das beschäftigt das Kleintheater Luzern. Um sich einer Antwort anzunähern haben die Co-Leitung, der Inklusionsbeauftragte des Hauses und eine inklusive Arbeitsgruppe die Toolbox «Alle Inklusive» entwickelt. Diese Toolbox unterstützt Individuen, Gruppierungen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentliche Verwaltung auf dem Weg zu mehr Inklusion. Sie dient als Starthilfe für alle, die Barrieren abbauen möchten. Inklusion beginnt überall. «Alle Inklusive» ist praxisnah, humorvoll und ergebnisorientiert.

Hier sind weitere Informationen zum Kleintheater Luzern Projekt «Inklusiver Kulturbetrieb» und den Dokumentarfilm «Alle inklusive – ein Kleintheater will mehr».

Woraus besteht dieses Tool?

Die physische Toolbox besteht aus 3 Teilen.

  • Ohne Tabu: Ein Begriffsspiel, das Begriffe aus dem Themenbereich Inklusion vermittelt.
  • Werkstatt: Eine Workshopanleitung, mit der Teams konkrete Massnahmen entwickeln können.
  • Häppchenweise: Eine Website mit Übungen, Wissensinputs und wichtigen Links zum Thema Inklusion.

 

 

Für wen ist dieses Tool?

«Alle Inklusive» richtet sich an nichtbehinderte Individuen, Gruppen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentlicher Verwaltung.

Warum braucht es dieses Tool?

«Alle Inklusive» stellt zentrale Fragen und lädt dazu ein, diese gemeinsam zu beantworten:

  • Was bedeutet Inklusion in diesem Kontext?
  • Welches Wissen ist bereits vorhanden, und was muss noch erarbeitet werden?
  • Welche Ziele sollen erreicht werden, und welche Herausforderungen treten dabei auf?
  • Was motiviert die Beteiligten, den Prozess fortzusetzen, und welche Unterstützung ist dafür notwendig?

 

 

Was kann dieses Tool?

«Alle Inklusive» hilft dabei, sich Barrieren bewusst zu werden und mit dem Abbau dieser zu beginnen.

Tags

#inklusion
#kulturbetrieb
#alleinklusive
#Gesellschafsspiel
#Workshop
#Werkstatt
#theater
#behinderung
#kleintheaterluzern
#barrieren

Impressum

Kleintheater Luzern www.kleintheater.ch

Fabienne Mathis, Janine Bürkli

Verlag: Der gesunde Menschenversand GmbH, menschenversand.ch

«All Inklusive» wurde u.a. mit dem Competence Center for Diversity, Disability, and Inclusion (CCDI) der Universität St.Gallen entwickelt und bereits vom Theater Neumarkt Zürich, dem Theater Stadelhofen, den Museen Luzern, dem Kunstmuseum Luzern und dem ThiK Theater im Kornhaus Baden getestet.

Mehr bewirken mit Kultur

In Zusammenarbeit mit dem Büro für Wagemut hat m2act eine kurze Anleitung erstellt, die euch hilft, eure Projektidee hinsichtlich ihrer Wirkung zu durchdenken.

Woraus besteht dieses Tool?

Das Tool besteht aus einer zweiseitigen Schritt-für-Schritt-Anleitung mit einem Fallbeispiel und einer Vorlage für die eigene Anwendung.

 

Tags

#Wirkung
#Übersicht
#Fokus

Was kann dieses Tool?

Diese kurze Anleitung hat drei Ziele:

  • Übersicht: Sie hilft, euer Projekt schnell und verständlich zusammenzufassen. Dies kann als Grundlage für Präsentationen bei Partner*innen, Geldgeber*innen, dem Publikum oder anderen Interessierten dienen.
  • Fokus auf das Wesentliche: Sie unterstützt euch dabei, den Fokus auf das Ziel nicht zu verlieren und auch während des Projekts Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.
  • Mehr Wirkung: Sie kann dabei helfen Lücken zu erkennen, Punkte zu ergänzen, Dinge anzupassen und das Projekt, wo nötig, zu schärfen.

 

Für wen ist dieses Tool?

Mehr bewirken mit Kultur richtet sich insbesondere an Menschen, die eine Projektidee haben, mit der sie zu einer fairen, inklusiveren und nachhaltigen Kultur und Gesellschaft beitragen wollen.

Warum braucht es dieses Tool?

Projekte, die einen gesellschaftlichen Wandel anstreben, bieten Aktivitäten an, die bei den Adressat*innen Denk- und Handlungsweisen auslösen sollen, die ohne das Projekt nicht stattfinden würden. Die Wirkung des Projekts misst sich an dieser Denk- und Handlungsweise.

Für die wirkungsvolle Konzipierung eines Projekts hilft es, das Projekt von hinten aufzurollen und seine Wirkungskette genauer zu kennen.

Impressum

 

 

Biografie.art: Fragen zum ethischen Umgang mit persönlichen Geschichten

Biografie.art befragt, spiegelt und beleuchtet die künstlerische Zusammenarbeit, die dokumentarisches und biografisches Material nutzt, thematisiert Hierarchien und ethische Verpflichtungen in künstlerischen Projekten. Aus welchen Gründen wird biografisch gearbeitet und auf welche Weise? Welche Leitplanken gelten im Umgang mit Geschichten Dritter? Wie kreiere ich einen wertschätzenden und ethisch verantwortungsvollen Umgang mit den geteilten Geschichten? Und wie gehe ich mit Augenzeugen, Betroffenen oder Schauspielenden um? Beziehungsarbeit im dokumentarischen & biografischen Arbeiten ist Schwerpunkt.

Woraus besteht dieses Tool?

Die Website bietet Erkenntnis- und Erfahrungsberichte, befragt Vorgehensweisen und regt zum ethischen Reflektieren und Handeln an. Künstlerische Projekte werden nach Phasen geordnet. Das bietet die Möglichkeit die eigene künstlerische Perspektive durch Erfahrungswerte von anderen Künstler*innen, Geschichtenteilenden sowie Einschätzungen aus der Traumatherapie, dem Investigativjournalismus und der Sozialanthropologie zu spiegeln. Ebenso ist ein Arbeitsdokument frei verfügbar, das zur Vereinbarung einer gemeinsamen Arbeitshaltung und ethischer Leitplanken mit allen Projektbeteiligten genutzt werden kann. Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann das Team von Biografie.art für Workshops, Coaching oder Diskussionsformate o.ä. anfragen.

Das Arbeitsdokument ist zum Download vorerst auf Deutsch ab Juni 2025 erhältlich.

Tags

#ethischefragen
#ethics #fairepraxis
#leitlinien
#selbstbefragung
#biografie
#biografiekunst
#dokumentartheater #dokumentarfilm #vertrauen #erfahrungsaustausch #Beziehungsarbeit

Für wen ist dieses Tool?

Für Alle, die (auto)biografisch arbeiten und die ihre oder Geschichten Dritter im Rahmen eines künstlerischen Projektes teilen. Das Tool zur Projektbefragung bietet Anschauungsbeispiele und Raum für Selbst- und Strategiebefragung sowohl für Projektleitende und Projektbeteiligte – genauso zur Beziehungsarbeit in dokumentarischen Projekten der darstellenden Künste wie dem Dokumentarfilm.

Warum braucht es dieses Tool?

Um allen Projektbeteiligten Vertrauen, Sicherheit, Einvernehmen und ein Gefühl von Wertschätzung zu geben. Gerade persönliche Geschichten will man gut aufgehoben wissen, Menschen wollen sich richtig wiedergegeben fühlen und wer mit solchem Material arbeitet ist froh, um verbindliche Leitlinien und ethische Credi, die allen Beteiligten ethisch verantwortungsvollen Handlungsspielraum geben.

Impressum

Urheberschaft:

Dennis Schwabenland, Regisseur und Schauspieler und Katja Zellweger, Kulturjournalistin und Germanistin stehen hinter Biografie.art. Dramaturgische Beratung durch Regisseurin und Theaterautorin Anna Papst, Produktionsleitung übernimmt Ramun Bernetta.

Kontakt:

Info@biografie.art

Webseite

 

PERMA-CULTURE, für mehr Nachhaltigkeit in den Darstellenden Künsten

Seit 2022 forscht das Team des far° Nyon kollektiv daran, seinen Betrieb und die Darstellenden Künste im Allgemeinen nachhaltiger zu gestalten. Dabei stützt es sich auf die Prinzipien der Permakultur (konzeptionelle Toolbox, die auf einer Ethik der Fürsorge basiert; aus der Zusammenziehung der englischen Wörter «permanent» und «agriculture» entstandener Begriff). 

2023, nach Abschluss der ersten Phase dieser Forschung, wurde PERMA-CULTURE (work in progress) veröffentlicht. Dieser kurze Essay ist als Raum für den Austausch gedacht. Er kann sowohl als Archiv unserer Experimente als auch als eine Reihe von Vorschlägen (Übungen, Referenzen und Reflexionen) gelesen werden, die eventuell als Inspiration dienen können.

Die Publikation ist auf Französisch und Englisch als Fanzine erhältlich (Bestellung beim far° Nyon). Eine zweisprachige Version (FR/EN), zum Lesen am Bildschirm oder zum Selbstausdrucken im A4-Format, ist online verfügbar.

Woraus besteht dieses Tool?

Bei dem Tool handelt es sich um eine kleine Publikation. Sie umfasst:

  • Erfahrungsberichte,
  • theoretische Ressourcen,
  • Beispiele aus der Praxis.

Die Publikation soll eine Inspirationsquelle sein. 2024–2025 bieten das Team des far° und seine Kollaborierenden eine Reihe von Workshops im Zusammenhang mit dem Projekt und der Publikation an.

 

Tags

#nachhaltigkeit
#toolbox
#veränderung anregen
#einfache und konkrete Beispiele
#wohlbefindenamarbeitsplatz
#zugänglichkeit

Was kann dieses Tool?

Das Team des far° Nyon erhebt nicht den Anspruch, mit PERMA-CULTURE ein Wundermittel geschaffen zu haben. Es bietet jedoch einige konkrete und theoretische Werkzeuge, mit denen es echte Veränderungen im Kleinen wie im Grossen anstossen konnte.

 

 

 

 

 

Für wen ist dieses Tool?

Diese Publikation kann die Überlegungen und Praktiken all jener bereichern, die versuchen, ihre Arbeitsweise zu verändern, um sie ökologisch, menschlich, sozial und künstlerisch nachhaltiger zu gestalten.

 

Warum braucht es dieses Tool?

Angesichts des Klimawandels müssen wir unsere Arbeitsweisen dringend überdenken, um die Darstellenden Künste und den Kulturbereich im Allgemeinen nachhaltiger zu gestalten. Die Permakultur bietet ein einfaches, zugängliches und auf alle Gegebenheiten anwendbares Modell zur Bewältigung dieser Herausforderung.

Impressum

Urheberschaft:

far° Nyon, mit Leila Chakroun, Clément Demaurex und Gregory Stauffer

Kontakt:

participation@far-nyon.ch
Webseite

Foto: Workshop beim far° festival des arts vivants

©Arya Dil, far° Nyon, 2024

 

m2act × Burning Issues: Für eine gerechte, diverse & inklusive Kultur – Zielepapier

Künstlerische Leitungsteams stehen unter Beschuss, Forderungen nach sozialer Nachhaltigkeit werden immer lauter, Vereinbarkeit von Familie und Kulturschaffen ist noch immer ein Kraftakt. In der Schweizer Theaterszene ist viel in Bewegung. Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt. Sie formulierten in einem Zielepapier dringende Forderungen nach Veränderungen, um die Arbeitsbedingungen in den Darstellenden Künsten nachhaltiger, gerechter und attraktiver zu machen

Woraus besteht dieses Papier?

Das Papier formuliert Ziele für eine gerechtere, fairere und diversere Arbeitswelt in der Darstellenden Kunst und in welchem Rahmen sie formuliert wurden. Es enthält zudem die Namen der Verfasser*innen und Erstunterzeichner*innen. Das Zielepapier dient als Katalog gemeinsamer Forderungen, die im Arbeitsalltag der Darstellenden Künste positioniert werden müssen.

Tags

#verantwortung
#handeln
#nachhaltigkeit
#reporting
#kollaboration
#faire praxis
#verträge

Was kann dieses Papier?

Das Zielepapier wurde im Rahmen von m2act x Burning Issues auf der Plattform ACT CAMPAX als Petition veröffentlicht. Hier kann es von Unterstützer*innen unterzeichnet werden (Stand 30.4.2024, 509 Unterschriften). Die Formulierungen können kopiert, weiterentwickelt und als Instrument genutzt werden, um in eigenen Organisationen und Institutionen oder in der Politik Änderungen voranzutreiben.

Für wen ist dieses Papier?

Das Zielepapier ist für alle Kulturschaffende und Menschen aus anderen Bereichen, die sich an ihrem Arbeitsplatz für fairere, diversere und inklusivere Bedingungen stark machen.

 

Warum braucht es dieses Papier?

Viele Menschen, die in den Darstellenden Künsten arbeiten, sind unzufrieden mit den Arbeits- und Produktionsbedingungen und mit der momentanen Verteilung von Geld, Zeit und Einfluss. Sie wollen sich vernetzen, gemeinsam Gehör verschaffen und gegenseitig unterstützen.

Impressum

Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt und das Zielepapier formuliert.

 

 

 

Les bonnes pratiques

Selbstbewertungsinstrument und Handlungsmöglichkeiten zur Förderung der Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten 

Les Bonnes Pratiques ist ein gemeinsames Pilotprojekt der Association des Compagnies Vaudoises und des Syndicat Suisse Romand du Spectacle. Diese Initiative richtet sich zunächst an Projektträgerinnen und Projektträger der darstellenden Künste. Durch einen unverbindlichen Selbstbewertungsprozess schärft Les Bonnes Pratiques das Bewusstsein für die Problematik der Arbeitsbedingungen und der Nachhaltigkeit innerhalb der Berufspraxis im Kulturbereich. 

Woraus besteht das Tool?

Das Tool wird in Form einer Internetplattform bereitgestellt und besteht aus: 

  • einem Leitfaden 
  • Ressourcen 
  • einem Selbstbewertungsinstrument 

Es kann teilweise oder vollständig genutzt werden, je nach den Wünschen der Nutzerinnen und Nutzer. 

Tags

#lesbonnespratiquesch #Autoevaluation
#Gesundheit am Arbeitsplatz
#nachhaltige Kunst

Was kann dieses Tool bewirken?

Wer sich die Zeit nimmt, sein Projekt mithilfe von Les Bonnes Pratiques zu hinterfragen, kann mögliche Schwächen erkennen und entsprechend fundiert und argumentativ handeln. Dies ist der erste Schritt, um die Art und Weise, wie Projekte aufgebaut und durchgeführt werden, deutlich zu verbessern. 

Warum ist dieses Instrument notwendig?

Neben den ökologischen Aspekten, die alle Kulturschaffenden bei der Konzeption ihrer Projekte dringend berücksichtigen müssen, werden auch Fragen des Arbeitsumfelds behandelt. Diese sind umso wichtiger, als sich die Situation für Angestellte im freien Kultursektor tendenziell verschlechtert. 

An wen richtet sich dieses Instrument?

Les Bonnes Pratiques richtet sich in erster Linie an Projektträgerinnen im Bereich der darstellenden Künste. Die Handlungsmöglichkeiten können jedoch alle inspirieren, die Nachhaltigkeit in ihre Arbeitspraxis einbeziehen möchten.