Disrupting Harm in Dance

«Disrupting Harm in Dance» ist ein Online-Kurs zum Selbststudium, der von Whistle in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachleuten aus dem Tanzbereich – Crip Movement Lab, The Dance Union, J Bouey und OFEN Co-Arts – erstellt wurde. Sie bieten Informationen und Werkzeuge für Tänzer*innen, Performer*innen und angrenzende Berufsgruppen, die es ihnen ermöglichen, zusammenzuarbeiten und sich dabei sicher, verbunden und befähigt zu fühlen.

Whistle ist eine internationale Plattform, die 2017 von Frances Chiaverini und Robyn Doty gegründet wurde und sich gegen geschlechtsspezifische Verletzungen und andere Formen von Diskriminierung und Missbrauch in der Tanzbranche einsetzt. Ihr aktuelles Angebot umfasst Ressourcen und Empfehlungen, die ein ganzheitliches Unterstützungssystem für Veränderungen in der Tanzkultur fördern.

Für wen ist dieser Kurs gedacht?

Der Inhalt des Kurses richtet sich in erster Linie an Tänzer*innen.

Tänzer*innen, Tanzlehrer*innen, Choreograph*innen, Regisseur*innen, Probenleiter*innen, Assistent*innen und alle, die in der Tanzverwaltung und -produktion arbeiten, könnten von Elementen dieser Ressourcen profitieren.

Tags

#Tanz Community
#faire Praxis
#Veränderung bewirken
#empowern
#speak up

Was beinhaltet der Kurs?

Dieser Kurs bietet eine Vielzahl an Werkzeugen, Online-Kursen, Videos, Vorträgen, Arbeitsblättern, Workshop-Materialien sowie alle Kontakte der mitwirkenden internationalen Fachleute.

Crip Movement Lab

  • eine kritische Methodik zum zugänglichen und inklusiven Praktizieren, Lehren und Schaffen von Tanz

The Dance Union

  • Dismantling White Supremacy (Weisse Vorherrschaft demontieren)

J Bouey

  • Somatic Astrology for Dancers Guide (Somatische Astrologie für Tänzer*innen – ein Leitfaden)

OFEN Co-Arts Plattform

  • Embodying Anti-Capitalist Process (Antikapitalistische Prozesse verkörpern)
  • Levelling Hierarchy in Dance (Hierarchie im Tanz abflachen)
  • Support and Universal Access (Unterstützung und universeller Zugang)
  • Speaking Up as an Act of Care (Die Stimme erheben als Akt der Fürsorge)

Whistle

  • Messy Talks: A Discussion Toolkit (Chaotische Gespräche – Werkzeuge für Diskussionen)
  • Boundaries and Consent: A Worksheet (Grenzen und Einverständnis – ein Arbeitsblatt)
  • Working with Consent (Mit Einverständnis arbeiten)
  • When Considering Touch (for Teachers, Choreographers) (Berührung in Erwägung ziehen (für Lehrer*innen, Choreograph*innen))
  • On publicly asking, «Who doesn’t pay?» (Zur öffentlichen Frage «Wer zahlt nicht?»)
  • Practical Tips for Talking to a Journalist [About Your Abuse] (Praktische Tipps für das Gespräch mit der Presse [über Ihren Missbrauch])
  • Signs of an Emotionally Abusive Choreographer (Anzeichen für emotional misshandelnde Choreograph*innen)
  • Providing (Self) Care (Für andere und sich selbst sorgen)
  • Writing an Impact Statement (Ein Impact statement verfassen)
  • When Considering Accountability (Verantwortlichkeit berücksichtigen)
  • CARA’s Model of Accountability: A Worksheet (CARAs Modell der Verantwortlichkeit – ein Arbeitsblatt)

Wozu braucht es diese Ressourcen?

Die Tanzkultur ist dysfunktional. Sie basiert auf der Förderung und Belohnung von Unterordnung und Unterwerfung im Tanz. Sie kann Tänzerinnen und Tänzer ihrer Autonomie und Intuition berauben und ihr eigenes Werteempfinden durch engstirnige Ideale von Disziplin, Perfektion und Virtuosität ersetzen. Auf institutioneller Ebene besteht ein eklatanter Mangel an Unterstützung für von Missbrauch betroffenen Tänzerinnen und Tänzern.

Download/Link

Alle Ressourcen sind in englischer Sprache verfügbar.

disruptingdance.com

Arbeitsbuch als PDF herunterladen

Was können diese Ressourcen bewirken?

Diese Ressourcen können verwendet werden, um Institutionsmitarbeitenden zu helfen, Tanzkunstschaffende besser zu unterstützen: durch Glaubwürdigkeit, und indem private Beschwerdeverfahren implementiert werden und ein erfüllendes Umfeld geschaffen wird, in dem das Wohlbefinden im Vordergrund steht.

Impressum

Whistle

disruptingdance.com

whistlewhileyouwork.art

Hinweis: Diese Ressourcen sind für Privatpersonen kostenlos. Wird dieser Kurs auf institutioneller Ebene verwendet, sollte eine Spende an Whistle und/oder an die einzelnen, an der Erstellung dieses Kurses beteiligten Personen in Betracht gezogen werden. Whistle empfiehlt wärmstens, die Mitwirkenden online oder im echten Leben ausfindig zu machen, sich ihre jeweiligen Werkkataloge anzusehen – und sie zu buchen und zu engagieren!

Plantons perma-curatoriaux: Eine Workshop-Reihe des far° Festivals und der Fabrik der lebendigen Künste

Das Video «Plantons perma-curatoriaux» – eine Reihe von Workshops im Rahmen des Projekts PERMA-CULTURE – dokumentiert einen partizipativen Workshop in dem in experimenteller Form die Grundsätze der Permakultur an ein kulturelles Umfeld, insbesondere an die Darstellenden Künste weitergeben werden. Die Fachleuten auf diesem Gebiet sind: das Team von far° Nyon, Leila Chakroun und Gregory Stauffer.

Diese multidisziplinären Workshops stützen sich auf die kollektive Intelligenz und die Kreativität und verstehen sich als Weiterführung in verschiedenen Kontexten der Publikation PERMA-CULTURE (work in progress). Der erste Forschungszyklus des far° zielt darauf ab, die Darstellenden Künste noch lebendiger zu machen. Die Workshops finden in der ganzen Schweiz statt und bieten die Gelegenheit, Praktiken und theoretisches Wissen auszutauschen und konkrete Lösungen voneinander zu lernen.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Tool ist ein Video. Es bietet einen leicht zugänglichen Einstieg in das Konzept PERMA-CULTURE, das far° Nyon und seine Kollaborierenden präsentieren. Es veranschaulicht auf visuelle und akustische Weise, wie Wissen zusammengeführt wird, mit dem Ziel, Erfahrungen innerhalb der Darstellenden Künste auszutauschen. Dieses Tool richtet sich an alle, die in künstlerischen Bereichen tätig sind.

Kontakt

Anne-Christine Liske
liske@far-nyon.ch
+41 22 365 15 59

Impressum

Ein Video von Matthieu Moerlen, Mr Jadis Production

Mit far° Nyon, Leila Chakroun und Gregory Stauffer

Englische Untertitel von Alexandre Cracker

Mit der Unterstützung von Migros-Kulturprozent m2act, Stadt Nyon, Kanton Waadt und Region Nyon

FemaleAct Kalkulator

FemaleAct ist ein Zusammenschluss von FINTA Schauspielenden, die in der Schweiz leben und arbeiten. Sie nutzen ihre Berufserfahrung, um zu identifizieren, wo in den Darstellenden Künsten ein Strukturwandel nötig ist, und entwickeln Projekte, um diesen zu beschleunigen.

FemaleAct hat in den letzten zwei Jahren das Online-Tool «Kalkulator» entwickelt. Seit Dezember 2023 ist es auf der Webseite von FemaleAct eingebunden. Im 2024 wird das Tool in Zusammenarbeit mit ersten Anwender*innen weiterentwickelt.

Woraus besteht dieses Tool?

Auf der Webseite von FemaleAct können darstellende Künstler*innen die Kosten, die ausserhalb regulärer Arbeitszeit (07:00-18:00 Uhr) im Bereich Care anfallen, schnell und einfach berechnen.

Die erste Version des Kalkulators konzentriert sich auf Care-Arbeit für Kinder.

Tags

#care
#kosten
#fairelöhne
#fairepraxis
#verträge

Was kann dieses Tool?

Der Kalkulator rechnet aus, welche Kosten du während deinen Proben für Kinderbetreuung ausserhalb der institutionalisierten Möglichkeiten tragen musst. Das Ergebnis lässt sich als PDF herunterladen.

Damit kannst du:

  • in Lohnverhandlungen gehen
  • zu einer fairen Lohnstruktur beitragen
  • für Vereinbarkeit von Beruf und Familie sensibilisieren

Für wen ist dieses Tool?

Der FemaleAct-Kalkulator steht sowohl Künstler*innen als auch deren Arbeitgeber*innen kostenlos zur Verfügung.

Warum braucht es dieses Tool?

In Projekten der Darstellenden Kunst (Theater, Performance, Film etc.) wird vielfach ausserhalb von regulären Arbeits- und institutionalisierten Kinderbetreuungszeiten gearbeitet. Für Künstler*innen fallen deshalb oft zusätzliche Betreuungskosten an, die sie privat tragen müssen.

Der Kalkulator hilft, diese Kosten sichtbar zu machen. So kann auch in Projektbudgets von Kulturprojekten der zusätzlichen Care-Arbeit angemessen Rechnung getragen werden.

Impressum

Verein FemaleAct: femaleact.ch

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Illustration: Rachel Duc

Migros-Pionierfonds: Von 0 auf 100

Die «Von 0 auf 100»-Toolbox des Migros-Pionierfonds unterstützt dich dabei, aus einer guten Idee ein wirkungsvolles Pionierprojekt zu entwickeln. Denn gesellschaftliche Innovation entsteht selten geradlinig: Sie braucht Orientierung, Reflexion und die richtigen Werkzeuge zur richtigen Zeit. Die Toolbox vereint praxisnahe Anleitungen, erprobte Methoden und hilfreiche Vorlagen, die dich entlang deines Projektwegs begleiten. Sie hilft dir, Klarheit zu gewinnen, Herausforderungen zu strukturieren und nächste Schritte gezielt anzugehen. Ob am Anfang, mittendrin oder an einem Wendepunkt: die Toolbox steht dir als verlässliche Begleiterin zur Seite.

Woraus besteht dieses Tool?

Die «Von 0 auf 100»-Toolbox besteht aus zwei zentralen Elementen: einer Anleitung für Pionierprojekte sowie einer Sammlung von Werkzeugen, Methoden und Vorlagen. Die Inhalte sind modular aufgebaut und können je nach Projektphase flexibel genutzt werden, vom ersten Ideenfunken bis zur Weiterentwicklung oder Skalierung.

Tags

#migrospionierfonds
#pionierprojekt
#von0auf100

Was kann dieses Tool?

Die Toolbox hilft euch, eure Idee zu schärfen, Entscheidungen fundiert zu treffen und euren Projektverlauf bewusst zu gestalten. Sie bietet konkrete Unterstützung bei Themen wie Zusammenarbeit, Wirkung, Rollenklärung, Kommunikation oder Reflexion. Die Inhalte sind praxisnah, erprobt und darauf ausgerichtet, euch handlungsfähig zu machen.

Für wen ist dieses Tool?

Die «Von 0 auf 100»-Toolbox richtet sich an Projektteams, Initiativen und Einzelpersonen, die mit ihren Ideen einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen wollen. Sie ist besonders geeignet für Pionierprojekte in frühen und mittleren Phasen.

Warum braucht es dieses Tool?

Gesellschaftliche Veränderung ist komplex und mit Unsicherheiten verbunden. Projekte stossen unterwegs auf Fragen, Zielkonflikte oder Blockaden. Die Toolbox schafft Orientierung, macht implizites Wissen zugänglich und unterstützt dabei, Herausforderungen strukturiert anzugehen, ohne den individuellen Charakter eines Projekts zu verlieren.

 

 

 

Impressum

Urheberschaft:
Migros-Pionierfonds

Konzeption & Produktion:
Migros-Pionierfonds

Kontakt:
Migros-Pionierfonds

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Green Rider

Tasty Future regt Institutionen der Schweizer Kulturlandschaft an, ihre Gastronomie- und Verpflegungskonzepte neu und nachhaltig zu gestalten – mit Fokus auf pflanzliche Ernährung. Mit dem von Tasty Future entwickelten Green Rider können sich Teams nun über umweltfreundliche Optionen für veganes Catering im Backstage-Bereich, pflanzliche Milchalternativen oder plastikfreies Wasser informieren.

Die Zürcher Aktivist*innen hinter der Initiative sind überzeugt, dass ein «Weiter so»  angesichts der Klimakrise keine Option ist. 2021 von Daniel Hellmann und Barbara Ellenberger gegründet, wächst das Team von Food-Aktivist*innen kontinuierlich.

Woraus besteht dieses Tool?

Der Green Rider ist eine Vorlage für Kunst- und Kulturschaffende sowie Institutionen, die im Rahmen von Engagements an die entsprechenden Veranstaltungsort individuelle ausgefüllt gesendet werden kann. Mit dem GREEN RIDER können umweltfreundliche Optionen angefragt werden, beispielsweise veganes Catering, Empfehlungen für vegetarische und vegane Restaurants, plastikfreies Wasser oder nachhaltige Materialien im Backstage Bereich.

 

Tags

#nachhaltigkeit #techrider #vegan #plastikfrei #greenrider #tastyfuture #wegovegan #future #climateactionnow #vegansofzürich #plantbased #kulturinzürich #lokalvegan #sustainablegastronomyday #nachhaltigekultur #nachhaltigekunst #veganfood

Was kann dieses Tool?

Mit dem Green Rider kannst du für dich und dein Team umweltfreundliche Optionen ganz einfach anfordern: Zusätzlich findest du im Green Rider Vorschläge, wie Gastspielorte ihr Angebot auch über deine Performance hinaus nachhaltiger gestalten können. Hilf dabei, langfristig positive Veränderungen anzustossen!

 

 

 

 

 

 

Für wen ist dieses Tool?

Der Green Rider richtet sich an Künstler*innen und Institutionen und steht allen kostenlos als digitaler Download zur Verfügung.

 

Warum braucht es dieses Tool?

Der Green Rider ist ein wichtiges Instrument in den Darstellenden Künsten, um Nachhaltigkeit in einer Branche zu fördern, die oft sehr ressourcenintensiv ist. Er bietet einen klaren Rahmen für umweltbewusstes Handeln und erleichtert es Künstler*innen sowie Institutionen, umweltfreundliche und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.

Impressum

Urheberschaft: Tasty Future mit Soya the Cow

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Dampzentrale Bern: Gehaltschema für faire Löhne an Kulturinstitutionen in der Schweiz

Die Dampfzentrale Bern hat beim Zentrum für Kulturmanagement ZHAW die «Vorstudie Löhne Freie Kulturszene Schweiz» in Auftrag gegeben und basierend darauf ein Schema für faire Richtlöhne für Festangestellte an freien Produktionshäusern in der Schweiz entwickelt.

Diese Fair-Pay-Lohntabelle lehnt sich an am österreichischen Vorbild «Fair Pay für Kulturarbeit». Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung und Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt betreffen in erster Linie Freischaffende.

Die Vorstudie bietet eine Bestandesaufnahme der aktuellen Lohnsituation an freien Produktionshäusern (Fokus: Gastspielhäuser für Tanz und Theater). Die Resultate lassen sich auch auf Kulturzentren übertragen, die andere Sparten veranstalten.

Darauf aufbauend wurde ein Gehaltschema erstellt: Mit dem Gehaltschema können sich Kulturinstitutionen zu transparenten, fairen Löhnen verpflichten. Das Kerngeschäft jeder Kulturinstitution ist die Präsentation, Diskussion und Vermittlung künstlerischen Schaffens. Das Gehaltschema basiert auf der Haltung, dass kaufmännische und künstlerische Berufe auf ähnlichen Verantwortungsstufen gleich gewichtet werden sollen.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Löhne von Festangestellten an Schweizer Kulturinstitutionen sind weit unter dem Durchschnitt, wenn sie mit vergleichbaren Positionen in anderen Branchen verglichen werden. Das verstärkt den Fachkräftemangel, schwächt die soziale Nachhaltigkeit und die Konsistenz der Arbeitsqualität an den Institutionen. Es gibt bisher keine einheitlichen Richtlöhne und Empfehlungen für die Angestellten in Produktion, Kommunikation, Leitung, Technik von Kulturinstitutionen in der Schweiz. Die Richtgagen des Berufsverbandes tpunkt und die Bemühungen im Rahmen der Kulturbotschaft 2025-2028 betreffen in erster Linie Freischaffende.

Was kann dieses Tool?

Das neue Gehaltschema bietet ein einfach anwendbares, übertragbares, transparentes Baukastenmodell für die Anwendung auf alle Stellen in einer Kulturinstitution.

Für wen ist dieses Tool?

Kulturinstitutionen in der Schweiz, die sich zu fairen, transparenten Gehältern verpflichten wollen.

Fokus: Gastspielhäuser Tanz und/oder Theater

Woraus besteht dieses Tool?

Zentrales Element des Gehaltschemas ist ein Baukasten-Modell zur Anwendung für alle Positionen in einer Kulturinstitution.
Die Grundlage dafür lieferten die Resultate aus der Vorstudie der ZHAW.

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (alle Werte)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Median)

Angaben der Löhne in den Kulturorganisationen (Durchschnitt)

Impressum

Dampfzentrale Bern

Karin Bitterli (Kaufmännische Geschäftsführerin Dampfzentrale Bern), bitterli@dampfzentrale.ch

Talking Diversity

In der Kommunikation am Schauspielhaus Zürich wird diskriminierungssensible und -kritische Sprache verwendet. Damit das Publikum weiss, wovon gesprochen wird, wenn bestimmte Wörter benutzt werden, haben Mitarbeiter*innen und Ensemblemitglieder des Schauspielhaus Zürich ein Glossar mit Grundlagenbegriffen zusammengestellt.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Glossar ist eine Sammlung von Begriffen, die erklärt werden. Die Begriffe, die hier vorgestellt werden, sind explizit keine Definitionen und nicht für alle Ewigkeit in Stein gemeisselt.

Einige kommen aus dem US-amerikanischen Sprachraum und haben noch keine deutsche Entsprechung gefunden. Die Begriffe sind oft abhängig von lokalen gesellschaftlichen Kontexten, in denen sie verwendet werden, ihre Bedeutungen verschieben sich im Gebrauch.

Sie liefern ein temporäres Abbild unserer Zeit, im Wissen darum, wie schnell sich gesellschaftliche Zustände verändern.

Tags

#glossar
#diversity
#inklusivesprache #schauspielhaus.ch
#talkingdiversity

Wozu kann dieses Glossar beitragen?

Dieses Glossar sensibilisiert für diskriminierungssensible Sprache. Eine diskriminierungssensible Sprache hilft zu differenzieren und Stereotypisierungen und gewaltvollen Fremdzuschreibungen entgegenzuwirken.

Sie lässt stattdessen alle Individuen mit ihren persönlichen Zugehörigkeiten selbst und selbstgewählt sprechen.

Für wen ist dieses Tool?

Dieses Glossar ist für alle.

Die Begriffe sollen Mut machen, Sprache nicht als Zwang, sondern als kreatives Werkzeug zu begreifen, das es uns möglich macht, die Welt selbstbestimmt mitzugestalten.

Warum braucht es dieses Glossar?

Sprache ist ein fluides Tool. Sie spiegelt gesellschaftliche Prozesse, kann manchmal sogar Veränderungen vorantreiben. Wer das eigene Sprechen diskriminierungssensibel gestaltet, trägt dazu bei,

  • jahrhundertealte und gesamtgesellschaftlich wirkende Macht- und Gewaltsysteme zu überwinden,
  • die Herabsetzung von verletzbaren Menschen zu vermeiden und
  • marginalisierten Gruppen zu Sichtbarkeit zu verhelfen.

Marginalisierte Menschen sind nicht nur sprachlich, sondern auch in Medien, Politik und Kultur untervertreten und erhalten keine Bühne oder wenig Gehör für ihre Stimme.

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Das Glossar existiert auf Deutsch und Englisch.

Impressum

Textnachweise:
Die Texte aus diesem Glossar speisen sich aus unterschiedlichen Quellen, die wir gerne nennen und denen wir danken möchten: Diversity Arts Culture, www.diversity-arts-culture.berlin; Diversum – Verein für rassismuskritisches Denken, www.verein-diversum.ch sowie das Glossar in Evein Obulor & Rosamag (Hg.): Schwarz wird großgeschrieben, 2021. Ein Teil der Texte sind Originalbeiträge für diese Publikation.

Redaktion:
Fadrina Arpagaus, Yuvviki Dioh, Miriam Ibrahim, Laura Kaufmann, Laiya Sievi

Herausgeberin: Schauspielhaus Zürich AG Zeltweg 5, 8032 Zürich

FIT FOR THE FUTURE: Jahresbericht 2025

Dieser Jahresbericht dokumentiert das erste Jahr von FIT FOR THE FUTURE, einem dreijährigen Projekt, das im Rahmen des FIT-Festivals entwickelt wurde. Das Dossier gibt einen Einblick in einen Prozess der Beobachtung, des Lernens und der Transformation im Zusammenhang mit dem Wechsel der künstlerischen Leitung und macht dabei oft undokumentierte Dynamiken sichtbar: Beziehungen, Schwächen, Verantwortlichkeiten und implizites Wissen. Der Bericht enthält ausserdem einen vorläufigen Leitfaden für einen Wechsel der künstlerischen Leitung, der sich auf die Erfahrungen des ersten Jahres stützt und als Instrument zur Reflexion und Orientierung dient. Das Dokument präsentiert keine abschliessenden Ergebnisse, sondern einen fortlaufenden Entwicklungsprozess zur Schaffung eines nachhaltigen und replizierbaren Übergangsmodells im Bereich der Darstellenden Künste.

Dieser Bericht dokumentiert das erste von drei Jahren. Für 2026 ist ein weiterer vorgesehen. Ein dritter, für Ende 2027 geplanter Teil wird den gesamten Prozess als Modellprojekt vorstellen und in allen Sprachen verfügbar sein.

Woraus besteht dieses Tool?

Es handelt sich um einen Prozessbericht, ein Dossier, welches das erste Jahr eines Wechsels der künstlerischen Leitung dokumentiert und Überlegungen, Praktiken und einen operativen Leitfaden enthält.

Was kann dieses Tool?

Es bietet Orientierung, Sprache und kritische Werkzeuge, um Übergänge bewusster, langsamer und nachhaltiger zu gestalten.

Für wen ist dieses Tool?

Für künstlerische Leitungen, Kulturteams und Institutionen, die vor einem Leitungswechsel stehen oder einen solchen in Betracht ziehen.

Warum braucht es dieses Tool?

Um normalerweise informelles und nicht dokumentiertes Wissen, das oft Ursache für herausfordernde Leitungswechsel ist, sichtbar und teilbar zu machen.

 

 

 

Impressum

Paola Tripoli und Simon Waldvogel

produzione@fitfestival.ch

www.fitfestival.ch

 

t. Richtlöhne und Richthonorare

Die von t. Theaterschaffen Schweiz herausgegebenen Richtlöhne und Richthonorare dienen berufstätigen Personen in den Freien Darstellenden Künsten als Lohn- und Honorarkompass. Damit lassen sich ein angemessener Verdienst für ihre Arbeit berechnen sowie transparent und nachvollziehbar Lohn- oder Honorarverhandlungen führen.

Für die Weiterentwicklung der Richtlöhne und Richthonorare setzte t. Theaterschaffen Schweiz eine Arbeitsgruppe ein, die Ende 2021 ihre Tätigkeit aufnahm. In einer breiten Vernehmlassung bezog sie verschiedenste Akteurinnen und Akteure des Sektors aus allen Landesteilen in die Erarbeitung der Werkzeuge und in die Eruierung der Richtwerte mit ein.

Im Zuge der weiterentwickelten Richtlöhne und Richthonorare möchte t. Theaterschaffen Schweiz Profis auf und hinter der Bühne sowie die Interessensgruppen ermutigen, stärker in den Diskurs über Löhne und Honorare zu treten. Noch immer wird sowohl in den Freien Darstellenden Künsten als auch in der Kultur zu wenig über Geld geredet. Die t. Richtlöhne und Richthonorare schaffen hierbei mehr Transparenz und möchten die Verhandlungskultur fördern.

Woraus besteht dieses Tool?

Unter www.tpunkt.ch/richtloehne stehen zwei neu geschaffene Werkzeuge zur Verfügung, die auf die speziellen Arbeitsrealitäten in den Freien Darstellenden Künsten abgestimmt sind:

Tags

#verhandlung
#fairelöhne
#geld
#budget
#fairepraxis
#verträge

Was kann dieses Tool?

Mit dem t. Rechner können freischaffende und selbstständig erwerbende Personen ihren Lohn oder ihr Honorar für die Entwicklungs- und Probenphase ausrechnen. Einbezogen werden dabei neu Abstufungen wie z. B. die Arbeitserfahrung, der Verantwortungsgrad im Projekt und die Arbeitsregion.

Mit dem t. Budget kann der Richtpreis einer Aufführung sowie die Amortisationskosten pro Aufführung berechnet werden.

Warum braucht es dieses Tool?

Berufstätige Personen der Freien Theaterszene, der Kleinkunst und weiteren Sparten der Freien Darstellenden Künste haben aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Professionalität ein Recht auf faire Entlöhnung.

t. bietet hiermit das erste nationale Berechnungstool für mehr Transparenz und Verhandlungskultur im gesamten Sektor.

Für wen ist dieses Tool?

Es dient Einzelkünstlerinnen und -künstlern, Theatergruppen, Agenturen, Veranstaltenden, Theaterhäusern sowie privaten und öffentlichen Förderstellen als Orientierungshilfe.

Kontakt

t. Thaterschaffen Schweiz
www.tpunkt.ch

info@tpunkt.ch

Impressum

Arbeitsgruppe t. Richtlöhne und Richthonorare

  • Cristina Galbiati, Co-Präsidentin t. Theaterschaffen Schweiz
  • Eric Devanthéry, Vorstandsmitglied t. Theaterschaffen Schweiz
  • Nina Mariel Kohler, Vorstandsmitglied t. Theaterschaffen Schweiz
  • Christophe Drag, Adminstrativer Leiter Cie Philippe Saire
  • Gabi Bernetta, Produzentin, Bernetta Theaterproduktionen, Gewinnerin Schweizer Theaterpreis 2018
  • Anja Lauper, Agentin Kunstprojekte.ch / Tourbo-music.ch
  • Judith Rohrbach, ehem. Co-Leiterin Kleintheater Luzern / seit Oktober 2023 Leiterin Schweizer Künstlerbörse und Stv. Leitung t. Theaterschaffen Schweiz

Projektleitung Geschäftsstelle t.

  • Chantal Hirschi, Geschäftsleiterin t. Theaterschaffen Schweiz
  • Clara Gudehus, Verantwortliche Dienstleistungen und Projekte

Unterstützt von m2act /Migros-Kulturprozent, Swisslos Kultur Kanton Bern, Schweizerische Interpretenstiftung, Bundesamt für Kultur

Kleintheater Luzern: «Alle Inklusive» – eine Box für mehr

Was können wir als Menschen ohne Behinderungsperspektive dazu beitragen einen inklusiveren Zugang zu Gesellschaft und Kultur zu schaffen? Das beschäftigt das Kleintheater Luzern. Um sich einer Antwort anzunähern haben die Co-Leitung, der Inklusionsbeauftragte des Hauses und eine inklusive Arbeitsgruppe die Toolbox «Alle Inklusive» entwickelt. Diese Toolbox unterstützt Individuen, Gruppierungen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentliche Verwaltung auf dem Weg zu mehr Inklusion. Sie dient als Starthilfe für alle, die Barrieren abbauen möchten. Inklusion beginnt überall. «Alle Inklusive» ist praxisnah, humorvoll und ergebnisorientiert.

Hier sind weitere Informationen zum Kleintheater Luzern Projekt «Inklusiver Kulturbetrieb» und den Dokumentarfilm «Alle inklusive – ein Kleintheater will mehr».

Woraus besteht dieses Tool?

Die physische Toolbox besteht aus 3 Teilen.

  • Ohne Tabu: Ein Begriffsspiel, das Begriffe aus dem Themenbereich Inklusion vermittelt.
  • Werkstatt: Eine Workshopanleitung, mit der Teams konkrete Massnahmen entwickeln können.
  • Häppchenweise: Eine Website mit Übungen, Wissensinputs und wichtigen Links zum Thema Inklusion.

 

 

Für wen ist dieses Tool?

«Alle Inklusive» richtet sich an nichtbehinderte Individuen, Gruppen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentlicher Verwaltung.

Warum braucht es dieses Tool?

«Alle Inklusive» stellt zentrale Fragen und lädt dazu ein, diese gemeinsam zu beantworten:

  • Was bedeutet Inklusion in diesem Kontext?
  • Welches Wissen ist bereits vorhanden, und was muss noch erarbeitet werden?
  • Welche Ziele sollen erreicht werden, und welche Herausforderungen treten dabei auf?
  • Was motiviert die Beteiligten, den Prozess fortzusetzen, und welche Unterstützung ist dafür notwendig?

 

 

Was kann dieses Tool?

«Alle Inklusive» hilft dabei, sich Barrieren bewusst zu werden und mit dem Abbau dieser zu beginnen.

Tags

#inklusion
#kulturbetrieb
#alleinklusive
#Gesellschafsspiel
#Workshop
#Werkstatt
#theater
#behinderung
#kleintheaterluzern
#barrieren

Impressum

Kleintheater Luzern www.kleintheater.ch

Fabienne Mathis, Janine Bürkli

Verlag: Der gesunde Menschenversand GmbH, menschenversand.ch

«All Inklusive» wurde u.a. mit dem Competence Center for Diversity, Disability, and Inclusion (CCDI) der Universität St.Gallen entwickelt und bereits vom Theater Neumarkt Zürich, dem Theater Stadelhofen, den Museen Luzern, dem Kunstmuseum Luzern und dem ThiK Theater im Kornhaus Baden getestet.