Kleintheater Luzern: «Alle Inklusive» – eine Box für mehr

Was können wir als Menschen ohne Behinderungsperspektive dazu beitragen einen inklusiveren Zugang zu Gesellschaft und Kultur zu schaffen? Das beschäftigt das Kleintheater Luzern. Um sich einer Antwort anzunähern haben die Co-Leitung, der Inklusionsbeauftragte des Hauses und eine inklusive Arbeitsgruppe die Toolbox «Alle Inklusive» entwickelt. Diese Toolbox unterstützt Individuen, Gruppierungen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentliche Verwaltung auf dem Weg zu mehr Inklusion. Sie dient als Starthilfe für alle, die Barrieren abbauen möchten. Inklusion beginnt überall. «Alle Inklusive» ist praxisnah, humorvoll und ergebnisorientiert.

Hier sind weitere Informationen zum Kleintheater Luzern Projekt «Inklusiver Kulturbetrieb» und den Dokumentarfilm «Alle inklusive – ein Kleintheater will mehr».

Woraus besteht dieses Tool?

Die physische Toolbox besteht aus 3 Teilen.

  • Ohne Tabu: Ein Begriffsspiel, das Begriffe aus dem Themenbereich Inklusion vermittelt.
  • Werkstatt: Eine Workshopanleitung, mit der Teams konkrete Massnahmen entwickeln können.
  • Häppchenweise: Eine Website mit Übungen, Wissensinputs und wichtigen Links zum Thema Inklusion.

 

 

Für wen ist dieses Tool?

«Alle Inklusive» richtet sich an nichtbehinderte Individuen, Gruppen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentlicher Verwaltung.

Warum braucht es dieses Tool?

«Alle Inklusive» stellt zentrale Fragen und lädt dazu ein, diese gemeinsam zu beantworten:

  • Was bedeutet Inklusion in diesem Kontext?
  • Welches Wissen ist bereits vorhanden, und was muss noch erarbeitet werden?
  • Welche Ziele sollen erreicht werden, und welche Herausforderungen treten dabei auf?
  • Was motiviert die Beteiligten, den Prozess fortzusetzen, und welche Unterstützung ist dafür notwendig?

 

 

Was kann dieses Tool?

«Alle Inklusive» hilft dabei, sich Barrieren bewusst zu werden und mit dem Abbau dieser zu beginnen.

Tags

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Impressum

Kleintheater Luzern www.kleintheater.ch

Fabienne Mathis, Janine Bürkli

Verlag: Der gesunde Menschenversand GmbH, menschenversand.ch

«All Inklusive» wurde u.a. mit dem Competence Center for Diversity, Disability, and Inclusion (CCDI) der Universität St.Gallen entwickelt und bereits vom Theater Neumarkt Zürich, dem Theater Stadelhofen, den Museen Luzern, dem Kunstmuseum Luzern und dem ThiK Theater im Kornhaus Baden getestet.

Tatenbank

Die schweizweit zentrale Aktionsplattform für eine nachhaltigere Kultur

Die Tatenbank ist ein Projekt von Vert le Futur, dem Verband für eine nachhaltige Kultur- und Veranstaltungsbranche. Die Plattform sammelt Wissen aus der Kulturbranche zu nachhaltigem Produzieren und Organisieren von kulturellen Veranstaltungen. Die Inhalte werden von einem interdisziplinären Team von Menschen an der Schnittstelle von Kultur und Nachhaltigkeit recherchiert und kuratiert: Kulturschaffende, Autor*innen, Software-Entwickler*innen, Kommunikationsspezialist*innen, Grafiker*innen und Vernetzungskünstler*innen bauen die Tatenbank stetig aus und entwickeln sie weiter.

Woraus besteht die Tatenbank?

Die Tatenbank sammelt kondensiertes und fachlich geprüftes Wissen, konkrete Hilfsmittel und Tools sowie inspirierende Beispiele für nachhaltiges Arbeiten in allen Bereichen des Kulturschaffens:

  • Administration
  • Ausstattung
  • Einkäufe
  • Gastronomie
  • Infrastruktur
  • Kommunikation
  • Kuration
  • künstlerische Inhalte

Tags

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Was bietet die Tatenbank?

  • Informationen: Die Tatenbank bietet Wissen, Inspiration und Orientierung.
  • Community: Kulturschaffende finden hier niederschwelligen Zugang zu Ressourcen und einem Netzwerk an Expert*innen. Sie werden dazu befähigt, konkret aktiv zu werden, um ihre Aktivitäten ressourcenschonend und nachhaltig zu gestalten.
  • Teilhabe: Nutzer*innen können zudem mitwirken und eigene «Taten» im Bereich nachhaltigen Kulturschaffens einbringen. Die Tatenbank wird damit um Erfahrungen aus der Community laufend ergänzt.

Warum braucht es die Tatenbank?

Damit Nachhaltigkeit im Kulturalltag nicht unter den Tisch fällt, braucht es nützliche Hilfsmittel, Wissen und vor allem auch gute Beispiele.

Es braucht Zeit, diese Informationen zu sammeln, zu studieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Mit der Tatenbank schliesst der Verband Vert le Futur diese Lücke.

Für wen ist die Tatenbank?

Die Tatenbank richtet sich an Kulturschaffende aus allen Genres, die sich in ihrem jeweiligen Arbeits- und Wirkungsbereich für eine nachhaltige Kultur engagieren wollen.

Alle Inhalte stehen auf Deutsch und Französisch zur Verfügung.

Impressum

Vert le Futur
vertlefutur.ch

Kontakt
tatenbank@vertlefutur.ch

Values of Solidarity

Ein Mediationsspiel für Teambildung und kulturelle Ko-Kreation

«Values of Solidarity» ist ein Workshop-Tool, das zugleich Spiel und Vermittlungsinstrument für Teams ist, die am Beginn einer Zusammenarbeit stehen. Mit Hilfe der Karten können Teilnehmende beschreiben, welche Werte ihnen wichtig sind und erfahren, welche Werte ihre Partner*innen antreiben. Auf diese Weise lernt sich eine Projekt- oder Arbeitsgruppe näher kennen und es werden Werte, Erfahrungen und Bedürfnisse geteilt, die sonst vielleicht nicht ausgesprochen würden. Die Diskussionen, die sich aus dem Spiel ergeben, fördern eine kollaborative Kommunikation und schaffen ein solidarisches und nachhaltiges Arbeitsumfeld, das die kulturelle, intellektuelle und emotionale Vielfalt der Teilnehmenden widerspiegelt.

Woraus besteht dieses Tool?

«Values of Solidarity» ist ein Kartenset in englischer Sprache. Das Spiel enthält zwei Arten von Karten:

«Value»-Karten enthalten Beschreibungen von Werten, die für eine solidarische Zusammenarbeit wichtig sein können wie z.B.:

  • Ehrlichkeit
  • Motivation
  • Respekt
  • Gesundheit
  • etc.

«Conflict»-Karten enthalten fiktive Szenarien, in denen schlechte Kommunikation und kulturelle Unterschiede zu Spannungen und Konflikten führen, die es zu überwinden gilt.

Tags

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Warum braucht es dieses Kartenset?

In Arbeitsgruppen und Kooperationen kann es zu Konflikten kommen, wenn die Wertvorstellungen der Mitglieder sehr unterschiedlich sind oder die einen die Rechte der anderen nicht anerkennen.

Im Spiel befassen sich Teams mit fiktiven Konfliktsituationen und die Teammitglieder können ihre eigenen Werte formulieren. Ziel ist es, dass jedes Team seinen eigenen Werterahmen formuliert.

Die Solidarität in der Gruppe wird dadurch gefördert.

Für wen ist dieses Tool?

Das Tool wurde speziell für Teams entwickelt, die sich am Anfang ihrer Zusammenarbeit befinden. Es adressiert sich vor allem an Projektteams aus Kunst und Kultur, ist aber auch für andere Sektoren relevant.

Was kann dieses Kartenset?

«Values of Solidarity» bietet Inspiration sowie die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie ein Team mögliche Konflikte bewältigen will.

Das Spiel versetzt die Teilnehmenden gemeinsam in Konfliktszenarien. Somit können sie die oft unsichtbaren und undurchsichtigen Mechanismen erkennen, die Spannungen und Schwierigkeiten verursachen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden die notwendigen Methoden finden, um Spannungen abzubauen, besonders wenn unterschiedliche Hintergründe aufeinandertreffen.

Dieses Spiel kann bei jeder Person das Bewusstsein dafür stärken, dass Solidarität einen ganz praktischen und operativen Rahmen für Kollaboration bietet.

Herunterladen

Mehr Informationen auf der Webseite von Reshape Network:

The Gamified Workshop Toolkit: Values of Solidarity

Auszug auf Englisch herunterladen

Kartenset bestellen

Das Kartenset kann bei RESO – Tanznetzwerk Schweiz für CHF 15.– plus Versandkosten bestellt werden.

Interessierte können sich per E-Mail bei RESO melden: info@reso.ch

Impressum

2020, RESHAPE Network

reshape.network

Verfasst von Anikó Rácz, Doreen Toutikian und Dorota Ogrodzka mit Beratung durch Konrad Gadzina.

Entwickelt im Rahmen des RESHAPE-Projekts «Solidarische Ökonomien», an dem Ouafa Belgacem, Ekmel Ertan, Harald Geisler, Anastasya Kizilova, Dorota Ogrodzka, Anikó Rácz, Laure de Selys und Doreen Toutikian unter der Leitung von Nike Jonah beteiligt waren.

Die Neuauflage von «Values of Solidarity» in 2022 wurde von Reso – Tanznetzwerk Schweiz und m2act, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent, finanziert.

m2act × Burning Issues: Für eine gerechte, diverse & inklusive Kultur – Zielepapier

Künstlerische Leitungsteams stehen unter Beschuss, Forderungen nach sozialer Nachhaltigkeit werden immer lauter, Vereinbarkeit von Familie und Kulturschaffen ist noch immer ein Kraftakt. In der Schweizer Theaterszene ist viel in Bewegung. Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt. Sie formulierten in einem Zielepapier dringende Forderungen nach Veränderungen, um die Arbeitsbedingungen in den Darstellenden Künsten nachhaltiger, gerechter und attraktiver zu machen

Woraus besteht dieses Papier?

Das Papier formuliert Ziele für eine gerechtere, fairere und diversere Arbeitswelt in der Darstellenden Kunst und in welchem Rahmen sie formuliert wurden. Es enthält zudem die Namen der Verfasser*innen und Erstunterzeichner*innen. Das Zielepapier dient als Katalog gemeinsamer Forderungen, die im Arbeitsalltag der Darstellenden Künste positioniert werden müssen.

Tags

#verantwortung
#handeln
#nachhaltigkeit
#reporting
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#faire praxis
#verträge

Was kann dieses Papier?

Das Zielepapier wurde im Rahmen von m2act x Burning Issues auf der Plattform ACT CAMPAX als Petition veröffentlicht. Hier kann es von Unterstützer*innen unterzeichnet werden (Stand 30.4.2024, 509 Unterschriften). Die Formulierungen können kopiert, weiterentwickelt und als Instrument genutzt werden, um in eigenen Organisationen und Institutionen oder in der Politik Änderungen voranzutreiben.

Für wen ist dieses Papier?

Das Zielepapier ist für alle Kulturschaffende und Menschen aus anderen Bereichen, die sich an ihrem Arbeitsplatz für fairere, diversere und inklusivere Bedingungen stark machen.

 

Warum braucht es dieses Papier?

Viele Menschen, die in den Darstellenden Künsten arbeiten, sind unzufrieden mit den Arbeits- und Produktionsbedingungen und mit der momentanen Verteilung von Geld, Zeit und Einfluss. Sie wollen sich vernetzen, gemeinsam Gehör verschaffen und gegenseitig unterstützen.

Impressum

Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt und das Zielepapier formuliert.

 

 

 

FAIRSPEC Kodex

RICHTLINIEN FÜR ETHISCHE ARBEITSWEISEN IN DER FREIEN SZENE

Künstler*innen der freien Darstellenden Künste in der Deutschschweiz sowie Vertreter*innen von Institutionen und Förderstellen haben sich 2020/21 an einer Reihe von Veranstaltungen der Initiative FAIRSPEC mit dringlichen sozialen, künstlerischen und zeitgenössischen Fragen auseinandergesetzt, um einen gemeinsamen Kodex zu entwickeln.

Am Montag, 30.8.2021 wurde der «FAIRSPEC Kodex» veröffentlicht. Dieser gehört im deutschsprachigen Raum zu den ersten Richtlinien für ethische Arbeitsweisen in der freien Szene.

Der Kodex benennt die wesentlichen Leitmotive, die für die zukünftige Arbeit in den Darstellenden Künsten wegweisend sind. Sie umfassen persönliche Kompetenzen, Aspekte der Kommunikation und der Zusammenarbeit, sowie die Verpflichtung, die Richtgagen von Berufsverbänden einzuhalten.

WARUM BRAUCHT ES DIESEN KODEX?

Durch Selbstverpflichtung und gegenseitige Unterstützung will FAIRSPEC mit Hilfe des Kodex bekannte problematische Verhaltensweisen in den Darstellenden Künsten angehen.

Im Mittelpunkt steht die künstlerische Arbeit. Jeder künstlerische Prozess ist auch ein sozialer Prozess. Damit einher geht eine hohe Verantwortung sowohl hinsichtlich der künstlerischen Freiheit als auch des umsichtigen Miteinanders.

TAGS

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WAS KANN DIESER KODEX?

Einzelpersonen und Institutionen können den Kodex unterzeichnen und ihn selbstverantwortlich in ihrer täglichen Arbeit anwenden.

Er hilft

  • Handlungen und Arbeitsweisen zu reflektieren
  • an sich selbst und den eigenen Arbeitsstrukturen kontinuierlich zu arbeiten

FÜR WEN IST DIESER KODEX?

Die Unterzeichnenden verpflichten sich in diesem Kodex Richtlinien, die ihre Werte widerspiegeln und die für alle Beteiligten gleichermassen gelten. Sie erhoffen sich, dass dieser Kodex in möglichst viele Arbeitskonstellationen sowohl in der freien Szene als auch an subventionierten Häusern hineingetragen wird und damit eine von Respekt und Gerechtigkeit geprägte Wirklichkeit schafft.

PDF HERUNTERLADEN

Lies den Kodex auf Deutsch und Englisch auf der Webseite von FAIRSPEC

www.fairspec.ch

Impressum

FAIRSPEC

Zürich, August 2021