Friendly Reminder – Mail-out mit wichtigen Fristen und To-Do’s für Kulturschaffende by Sparx

Migros-Kulturprozent Sparx hilft mit dem «friendly reminder» den Überblick über wichtige Fristen und To-Dos zu wahren. Von Budgetplanung über Versicherungen bis hin zu Mental Health, mit dem friendly reminder flattern regelmässige Erinnerungen und Tipps in den Posteingang und helfen dabei, alles rechtzeitig und ohne Stress zu erledigen.

Einmal im Monat wird ein friendly reminder verschickt. Jeder Monat ist dabei einem spezifischen Thema gewidmet. Der friendly reminder verschickt unterschiedliche Tipps, erinnert an wichtige Aufgaben oder gibt weitere Hilfestellungen.

Wichtig: Nur wer angemeldet ist, erhält den friendly reminder!

Woraus besteht dieses Tool?

Regelmässiges Mailing mit Tipps und Tricks

 

Warum braucht es dieses Tool?

Um Komplexe Themen wie Steuern oder Finanzen einfach und unkompliziert zu vermitteln.

 

Was kann dieses Tool?

Es gibt Übersicht und bietet weitere Hilfestellungen für Kunst- und Kulturschaffenden bei administrativ-organisatorischen Aufgaben.

 

Für wen ist dieses Tool?

Kunst- und Kulturschaffende die sich professionalisieren möchten.

Impressum

Urheberschaft:
Migros-Kulturprozent Sparx

Kontakt:
Lilli Megerle, lilli.megerle@mgb.ch

 

Veröffentlicht 15.5.2026

Open art+care Zooms: Online-Format für Gesprächsaustausch und Themen-Inputs (DE/EN/FR)

Die Open art+care Zooms sind ein offenes, moderiertes Online-Format für den persönlichen Erfahrungsaustausch rund um künstlerische Arbeit und Care-Verantwortung. Sie finden monatlich statt und stehen allen Interessierten ohne Anmeldung offen. Der deutsch- oder englischsprachige Open art+care Zoom findet jeweils am ersten Montag des Monats statt, der französischsprachige am ersten Mittwoch des Monats.

Die Termine werden auf der art+care Website in der Agenda veröffentlicht; der Zoom-Link wird im Voraus über die Signal-Gruppe sowie über den art+care Newsletter geteilt.

Wichtig:
Die Open art+care Zooms werden nicht aufgezeichnet, ihre Inhalte nicht veröffentlicht.

Im Zentrum stehen Austausch, gegenseitige Stärkung und die gemeinsame Entwicklung von Strategien, wie Care-Verantwortung und Kunstpraxis zusammengelebt werden können. Die Gespräche in einem kleinen, geschützten Rahmen verstehen sich als wichtiger Beitrag zu notwendigen Veränderungen im Kultursektor.

Woraus besteht dieses Tool?

  • Monatliche, moderierte Zoom-Gesprächsrunden (offen zugänglich via Zugangslink)
  • Veröffentlichung der Termine und Zugangslinks über die Signalgruppe oder den Newsletter
  • Teilweise mit thematischem Kurzinput zu Beginn des Zooms
  • Dauer: 1 bis 1,5 Stunden

Was kann dieses Tool?

  • Erfahrungsaustausch und gegenseitige Entlastung (das Gefühl, nicht allein zu sein)
  • Gemeinsame Entwicklung von Strategien für das Zusammendenken von künstlerischer Tätigkeit und Care-Verantwortung
  • Aufbau von Allianzen und Netzwerken sowie Stärkung des Care-Diskurses in Kunst und Kultur

Warum braucht es dieses Tool?

Viele erleben im Kunst- und Kulturbereich Überlastung, schlechtes Gewissen, Einsamkeit, Rechtfertigungsdruck und das Gefühl, ständig hinterher zu hinken. Das Format schafft einen geschützten Raum, um diese Erfahrungen zu teilen und daraus empowernde Kompliz*innenschaften, Lösungsstrategien und Energie für Veränderung entstehen zu lassen.

Für wen ist dieses Tool?

Das Format ist offen für alle interessierten Personen. Es richtet sich insbesondere an Menschen im Kunst- und Kulturbereich, die Care-Verantwortung tragen oder sich für Care, solidarische Praxis und strukturelle Veränderungen im Kultursektor interessieren.

Konzept & Moderation:
art+care Kernteam
contact@artandcare.org
artandcare.org

Für Zoom-Link & Updates:

art+care Newsletter

Signalgruppe art+care Cosmos

 

Veröffentlicht 23.03.2026

Arbeitsbedingungen für Berufe im Kostümbild

Dieses Tool ist ein Referenzdokument, das von Costumières & Cie erstellt wurde, um faire, klare und respektvolle Arbeitsbedingungen für Berufe im Kostümbild festzulegen. Es ist aus einer kollektiven Arbeit mit Mitgliedern des Vereins, basierend auf ihren konkreten Erfahrungen in der Praxis, entstanden.

Angesichts oft unklarer, uneinheitlicher und prekärer Praktiken schlägt das Dokument einen gemeinsamen Rahmen vor, um den künstlerischen Beitrag, die Verantwortlichkeiten und die spezifischen Bedürfnisse von Kostümbildner*innen und Kostümteams anzuerkennen.

Das Dokument ist kein rechtsgültiger Vertrag, sondern ein Instrument für den Dialog und die berufliche Positionierung. Es soll die Anerkennung des Berufsstandes stärken und eine gerechtere Zusammenarbeit in Kulturproduktionen unterstützen.

An wen richtet sich dieses Tool?

Es richtet sich in erster Linie an Kostümbildner*innen und Kostümteams, aber auch an Compagnien, Produktionen, Kultureinrichtungen, Förderstellen und Partner, die unter respektvollen und professionellen Bedingungen zusammenarbeiten möchten.

Woraus besteht dieses Tool?

Das Dokument enthält detaillierte Empfehlungen zu den Rollen und Aufgaben, zur Vergütung, zu den materiellen Bedingungen und zur Arbeitsorganisation von professionellen Kostümbildner*innen. Es schafft eine gemeinsame Grundlage für die Auftragsabwicklung, von der Konzeptionsphase bis zum Ende einer Produktion.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Mitglieder von Costumières & Cie haben festgestellt, dass sich die Arbeitsbedingungen von Projekt zu Projekt stark unterscheiden und der Realität des Berufs nicht immer Rechnung tragen. Ohne einen gemeinsamen Rahmen sind die Fachkräfte in einer geschwächten Position, was individuelle Verhandlungen erschwert. Dieses Tool trägt einem kollektiven Bedürfnis nach Anerkennung Rechnung.

Was ermöglicht dieses Tool?

Es ermöglicht Diskussionen auf einer gemeinsamen Grundlage, macht kollektive Berufsanforderungen sichtbar und fördert ein besseres Verständnis der Kostümarbeit bei Arbeitgebenden, Institutionen und Kulturpartnern.

Costumières & Cie – kollektive Arbeit, die im Rahmen eines partizipativen Prozesses mit den Mitgliedern des Vereinsvorstands entstanden ist. 

info@costumieres-et-cie.ch 

www.costumieres-et-cie.ch 

Veröffentlicht 19.03.2026

Vielfaltsfinder – Die Plattform für gelebte Vielfalt

Auf dem Vielfaltsfinder von Migros-Kulturprozent stellen sich Ansprechpersonen für gesellschaftliche und kulturelle Fragestellungen mit biografischer Expertise in Vielfaltsthemen vor. Vereine, Organisationen, Unternehmen und öffentliche Institutionen finden auf der Plattform Expert*innen, die sie bei Projekten unterstützen und diversitätssensible Prozesse begleiten. Mit ihrer Perspektive gestalten sie Inhalte und Prozesse wirksamer. Es gibt derzeit knapp 30 Expert*innen auf dem Vielfaltsfinder.  

Was kann dieses Tool?

Die Plattform erleichtert Interessierten in Vereinen, Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen den Zugang zu Erfahrungs- und Fachwissen in Vielfaltsthemen. Mit ihrer Perspektive gestalten sie Inhalte und Prozesse wirksamer.  Ein Beispiel: Eine Organisation möchte vielfältige Teams stärken. Es ist ihr ein Anliegen, die Ausgangslagen und die Bedürfnisse aller Menschen in diesen Teams zu berücksichtigen, wobei die Chancen der Teammitglieder gerecht verteilt sein sollen. Dann kann ein*e Expert*in aus dem Vielfaltsfinder in der Sensibilisierung und dem weiteren Prozess unterstützen.

Woraus besteht dieses Tool?

Auf dem Vielfaltsfinder stellen sich knapp 30 Expert*innen mit einem persönlichen Profil vor. Mit einem Filter lassen sich die Profile nach Themen, Sprachen und Regionen filtern. Die Profile beschreiben die Schwerpunkte sowie die persönlichen Bezüge zum Thema. Ist die passende Person für das eigene Projekt oder einen Prozess gefunden, kann sie direkt kontaktiert werden.

Warum braucht es dieses Tool?

Manche Menschen in unserer Gesellschaft sind kaum sichtbar: In Zeitungen, im Internet oder im Fernsehen erfahren wir wenig über sie. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderungen und Menschen, die sich nicht mit ihrem zugewiesenen Geschlecht identifizieren. Der Vielfaltsfinder macht verschiedene Lebensrealitäten durch die Expert*innen sichtbarer.

Für wen ist dieses Tool?

Der Vielfaltsfinder richtet sich an Interessierte in Vereinen, Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen, die vielfältige Perspektiven berücksichtigen möchten. Die Expert*innen können bei Projekten unterstützen und diversitätssensible Prozesse begleiten.

Impressum

Urheberschaft: Migros-Kulturprozent

Kontakt: info-soziales@mgb.ch

Soziale und gesellschaftliche Themen Migros-Engagement

Veröffentlicht 13.3.26

«Alle inklusive – ein Kleintheater will mehr»

Dieser Dokumentarfilm nimmt dich mit auf die Reise des Kleintheater Luzern hin zu einem inklusiveren Kulturbetrieb. Festgehalten wurde nicht nur, was im Haus an inklusivem Programm stattfand und wie das Kleintheater Luzern das realisierte, sondern sie nahmen die Saison 23/24 auch zum Anlass auswärts bei anderen Kulturbetrieben, der Kulturförderung und Politik nachzufragen, wie das mit der Inklusion im Kulturbetrieb funktioniert.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Tool besteht aus einem 60-minütigen Dokumentarfilm. Der Film ist mit Untertiteln in DE/FR, sowie mit Untertiteln für Hörbehinderte in DE/FR und einer Audiodeskription Tonspur erhältlich.

 

Tags

#inklusion#kulturbetrieb
#theater
#darstellendekünste
#behinderung
#kleintheaterluzern
#barrieren

Was kann dieses Tool?

Dieser Film gibt in kurzer Zeit einen faktischen Einblick in die Entwicklung, Chancen und die künftigen Herausforderungen des Themas Inklusion im Bereich Kultur.

Der Film gibt unterschiedlichsten Anspruchsgruppen eine Stimme, hört zu und setzt in Kontext, wo das Thema Inklusion in der CH-Kulturszene derzeit steht.

Der vollständige Film kann gegen eine geringe Lizenzgebühr beim Kleintheater Luzern angefordert werden.

 

 

 

 

 

Für wen ist dieses Tool?

Für alle, die sich mit dem Thema Inklusion im Kulturbetrieb auseinandersetzen (möchten).

 

Warum braucht es dieses Tool?

Über das gewählte Medium Film wird das Thema Inklusion im Kulturbetrieb anschaulich und unterhaltsam aufgefächert und zugänglich gemacht.

Impressum

Urheberschaft: Fabienne Mathis im Auftrag des Kleintheater Luzern

Das Tool wird ggf. unter der folgenden CC Lizenz veröffentlicht:

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Kontakt:
fabiennemathis
@kleintheater.ch
Webseite

 

Dokumentationsfilm zur transkontinentalen Zusammenarbeit der GROUP50:50

Im November 2023 trafen sich die Mitglieder der GROUP50:50 für eine Woche in Berlin um ihre Zusammenarbeit und insbesondere den Kreationsprozess des postdokumentarischen Musiktheaterstücks «The Ghosts are Returning » zu reflektieren. Die Gruppe besteht aus Künstler*innen aus der Demokratischen Republik Kongo, der Schweiz und Deutschland, die in ihren Stücken Kolonialverbrechen und neokoloniale Ausbeutungsmechanismen thematisieren. Dabei sind alle Positionen stets zur Hälfte mit Personen aus der DR Kongo und zur Hälfte mit Personen aus Deutschland oder der Schweiz besetzt.

Was ist das für ein Tool

Der Reflexionsprozess wurde in Kurzinterviews mit den Teilnehmer*innen dokumentiert. Diese wurden zu einem 10-minütigen Film zusammengeschnitten, der sowohl Einblick in die Vorteile und Fallstricke der transkontinentalen Zusammenarbeit, als auch in Ablauf und Entwicklungen der Reflexionswoche geben soll. Ein zentrales Thema der Reflexionswoche war die Kollaboration innerhalb einer asymmetrischen Ressourcenverteilung, die auch dann spürbar bleibt, wenn die Verteilung der Positionen (in diesem Fall zwischen Kongoles*innen und Europäer*innen) ausgewogen ist.

Der Kurzfilm mit Ausschnitten aus den Interviews soll andere Gruppen dazu ermutigen, sich den Verstrickungen zwischen persönlichen und strukturellen Konflikten, die in heterogenen Gruppen auftreten können, anzunehmen. Diese Missverständnisse, Ungleichheiten und Verletzungen zu entwirren bedarf Mut und Zeit. Indem die Group50:50 ihre zum Teil sehr persönlichen Erkenntnisse teilt, wollen sie zeigen, dass es sich lohnt, diese Aushandlungsprozesse einzugehen.

Impressum

Urheberschaft: GROUP50:50
Kamera & Schnitt: Franck Moka, Joseph Kasau,
Voiceover & Übertitel: Luca Maier

GROUP50:50

Veröffentlicht 13.3.2026

art+care Newsletter – Sichtbarmachung von aktuellen Themen und Aktivitäten der Community

Der art+care Newsletter ist ein kollaboratives Publikationsformat, das Themen, Akteur*innen und Aktivitäten der Community sichtbar macht. Er erscheint monatlich und dient dem Netzwerk als kuratorisches Werkzeug, das Diskurse zu Care, Kunst sowie solidarischer Praxis bündelt und unterschiedliche Perspektiven aufzeigt. In diesem Format erhalten Beziehungsgeflechte, Projekte und Ressourcen eine öffentlich zugängliche Plattform.

Die im Newsletter geteilten Inhalte stammen grösstenteils aus den mehrsprachigen Signal-Gruppen der art+care Community. Dort können alle Chat-Mitglieder Beiträge einbringen.

Das Tool zeigt, dass ein Newsletter nicht nur als Informationskanal, sondern auch als partizipatives Wissensarchiv genutzt werden kann. Ein solcher Newsletter kann Communities dabei unterstützen, kontinuierlich Sichtbarkeit, Austausch und Vernetzung zu fördern.

Woraus besteht dieser Newsletter?

Updates zu Aktivitäten von art+care und aktuelle Beiträge aus der ganzen Community (genannt art+care Cosmos).

Warum braucht es dieses Tool?

Für die Stärkung des Care-Diskurses und interdisziplinärer Austausch in Kunst und Kultur.

Was kann dieses Tool?

Sichtbarkeit und Wissenstransfer schaffen

Für wen ist dieses Tool?

Ein Newsletter für alle, die sich für Beiträge und Formate rund um die Thematik von Kunst- und Carearbeit interessieren

Konzept & Redaktion:
art+care Kernteam

Inhalte:
Beiträge von Mitgliedern der Signal-Gruppen (art+care Cosmos)

Kontakt:
contact@artandcare.org

Website:
artandcare.org

Newsletter-Anmeldung

Signal-Gruppe (art+care Cosmos)

Veröffentlicht 05.03.2026

SPARK THE FLAME! – art+care Begegnungs-Format zum Nachmachen

SPARK THE FLAME! ist ein adaptives Veranstaltungsformat von art+care, das künstlerische Praxis und Care-Arbeit in einem offenen, solidarischen Rahmen verbindet. Im Zentrum steht das gemeinsame Entzünden eines Feuers – als kollektive Handlung im physischen Raum und als Erlebnis geteilter Aufmerksamkeit, Fürsorge und Gemeinschaft.

Das Format schafft einen niederschwelligen Rahmen für Austausch, Resonanz und kollektive Präsenz. Teilnehmende wie Veranstaltende werden gleichermassen als Akteur*innen verstanden; das Zusammensein selbst wird zur kollektiven künstlerischen Praxis.

Als Ready-to-use-Setting kann SPARK THE FLAME! von Einzelpersonen, Initiativen oder Institutionen eigenständig adaptiert und umgesetzt werden – vom Ateliergarten bis zum Festival, in unterschiedlichsten Kontexten. Entscheidend ist nicht die Grösse des Anlasses, sondern die Qualität der Begegnung.

art+care stellt allen Interessierten, die SPARK THE FLAME! hosten möchten, das Handout «How to SPARK THE FLAME!» zur Verfügung.

Woraus besteht dieses Tool?

Ein adaptives, bewusst einfach gehaltenes Veranstaltungsformat mit klarer, offener Struktur: Ein Feuer (real oder symbolisch) bildet den Mittelpunkt, ergänzt durch moderierten Austausch, optionale künstlerische Beiträge sowie eine Host-Checkliste zur eigenständigen Umsetzung. Die Einfachheit ist Teil des Konzepts.

Was kann dieses Tool?

  • Gemeinschaft und Resonanzräume schaffen
  • Neue Perspektiven und Kooperationen initiieren
  • Partizipation als künstlerische Praxis erfahrbar machen
  • Diskurse zu Kunst und Care aktivieren
  • Inklusive, generationenübergreifende Begegnungen ermöglichen
  • Menschen mit Fürsorgeverantwortung sowie ihren Angehörigen einen niederschwelligen Zugang zu Kultur eröffnen – als Veranstalterin/Host oder als teilnehmende Person. SPARK THE FLAME! ist familienfreundlich und für Akteurinnen jeden Alters geeignet.

Warum braucht es dieses Tool?

Care-Arbeit im Kunst- und Kulturbereich bleibt oft unsichtbar. Gleichzeitig fehlen niederschwellige, solidarische Begegnungsräume und entsprechende Strukturen.

Das Format stellt die Begegnung von Menschen aller Generationen ins Zentrum. Durch das gemeinsame Handeln und Zusammensein treten auch Menschen miteinander in Beziehung, die sich aufgrund ihrer Care-Situationen von gängigen Kunst- und Kulturformaten nicht angesprochen fühlen oder ausgeschlossen sind.

SPARK THE FLAME! stärkt Partizipation: Alle Anwesenden werden zu aktiven Mitwirkenden und gleichermassen als Akteur*innen des Geschehens verstanden. Im Anschluss können sie ihre Beteiligung ausdrücklich als künstlerische Teilnahme ausweisen (z. B. im eigenen künstlerischen CV). Das Zusammensein selbst wird zur kollektiven künstlerischen Performance.

Für wen ist dieses Tool?

  • Kulturschaffende mit Care-Verantwortung
  • Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen
  • Institutionen, Festivals und Initiativen
  • Communities, die solidarische Praxis stärken wollen
  • Menschen aller Generationen, die sich für die Thematik rund um Kunst und Care interessieren

Veröffentlicht 05.03.2026

Disrupting Harm in Dance

«Disrupting Harm in Dance» ist ein Online-Kurs zum Selbststudium, der von Whistle in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachleuten aus dem Tanzbereich – Crip Movement Lab, The Dance Union, J Bouey und OFEN Co-Arts – erstellt wurde. Sie bieten Informationen und Werkzeuge für Tänzer*innen, Performer*innen und angrenzende Berufsgruppen, die es ihnen ermöglichen, zusammenzuarbeiten und sich dabei sicher, verbunden und befähigt zu fühlen.

Whistle ist eine internationale Plattform, die 2017 von Frances Chiaverini und Robyn Doty gegründet wurde und sich gegen geschlechtsspezifische Verletzungen und andere Formen von Diskriminierung und Missbrauch in der Tanzbranche einsetzt. Ihr aktuelles Angebot umfasst Ressourcen und Empfehlungen, die ein ganzheitliches Unterstützungssystem für Veränderungen in der Tanzkultur fördern.

Für wen ist dieser Kurs gedacht?

Der Inhalt des Kurses richtet sich in erster Linie an Tänzer*innen.

Tänzer*innen, Tanzlehrer*innen, Choreograph*innen, Regisseur*innen, Probenleiter*innen, Assistent*innen und alle, die in der Tanzverwaltung und -produktion arbeiten, könnten von Elementen dieser Ressourcen profitieren.

Tags

#Tanz Community
#faire Praxis
#Veränderung bewirken
#empowern
#speak up

Was beinhaltet der Kurs?

Dieser Kurs bietet eine Vielzahl an Werkzeugen, Online-Kursen, Videos, Vorträgen, Arbeitsblättern, Workshop-Materialien sowie alle Kontakte der mitwirkenden internationalen Fachleute.

Crip Movement Lab

  • eine kritische Methodik zum zugänglichen und inklusiven Praktizieren, Lehren und Schaffen von Tanz

The Dance Union

  • Dismantling White Supremacy (Weisse Vorherrschaft demontieren)

J Bouey

  • Somatic Astrology for Dancers Guide (Somatische Astrologie für Tänzer*innen – ein Leitfaden)

OFEN Co-Arts Plattform

  • Embodying Anti-Capitalist Process (Antikapitalistische Prozesse verkörpern)
  • Levelling Hierarchy in Dance (Hierarchie im Tanz abflachen)
  • Support and Universal Access (Unterstützung und universeller Zugang)
  • Speaking Up as an Act of Care (Die Stimme erheben als Akt der Fürsorge)

Whistle

  • Messy Talks: A Discussion Toolkit (Chaotische Gespräche – Werkzeuge für Diskussionen)
  • Boundaries and Consent: A Worksheet (Grenzen und Einverständnis – ein Arbeitsblatt)
  • Working with Consent (Mit Einverständnis arbeiten)
  • When Considering Touch (for Teachers, Choreographers) (Berührung in Erwägung ziehen (für Lehrer*innen, Choreograph*innen))
  • On publicly asking, «Who doesn’t pay?» (Zur öffentlichen Frage «Wer zahlt nicht?»)
  • Practical Tips for Talking to a Journalist [About Your Abuse] (Praktische Tipps für das Gespräch mit der Presse [über Ihren Missbrauch])
  • Signs of an Emotionally Abusive Choreographer (Anzeichen für emotional misshandelnde Choreograph*innen)
  • Providing (Self) Care (Für andere und sich selbst sorgen)
  • Writing an Impact Statement (Ein Impact statement verfassen)
  • When Considering Accountability (Verantwortlichkeit berücksichtigen)
  • CARA’s Model of Accountability: A Worksheet (CARAs Modell der Verantwortlichkeit – ein Arbeitsblatt)

Wozu braucht es diese Ressourcen?

Die Tanzkultur ist dysfunktional. Sie basiert auf der Förderung und Belohnung von Unterordnung und Unterwerfung im Tanz. Sie kann Tänzerinnen und Tänzer ihrer Autonomie und Intuition berauben und ihr eigenes Werteempfinden durch engstirnige Ideale von Disziplin, Perfektion und Virtuosität ersetzen. Auf institutioneller Ebene besteht ein eklatanter Mangel an Unterstützung für von Missbrauch betroffenen Tänzerinnen und Tänzern.

Download/Link

Alle Ressourcen sind in englischer Sprache verfügbar.

disruptingdance.com

Arbeitsbuch als PDF herunterladen

Was können diese Ressourcen bewirken?

Diese Ressourcen können verwendet werden, um Institutionsmitarbeitenden zu helfen, Tanzkunstschaffende besser zu unterstützen: durch Glaubwürdigkeit, und indem private Beschwerdeverfahren implementiert werden und ein erfüllendes Umfeld geschaffen wird, in dem das Wohlbefinden im Vordergrund steht.

Impressum

Whistle

disruptingdance.com

whistlewhileyouwork.art

Hinweis: Diese Ressourcen sind für Privatpersonen kostenlos. Wird dieser Kurs auf institutioneller Ebene verwendet, sollte eine Spende an Whistle und/oder an die einzelnen, an der Erstellung dieses Kurses beteiligten Personen in Betracht gezogen werden. Whistle empfiehlt wärmstens, die Mitwirkenden online oder im echten Leben ausfindig zu machen, sich ihre jeweiligen Werkkataloge anzusehen – und sie zu buchen und zu engagieren!

Talking Diversity

In der Kommunikation am Schauspielhaus Zürich wird diskriminierungssensible und -kritische Sprache verwendet. Damit das Publikum weiss, wovon gesprochen wird, wenn bestimmte Wörter benutzt werden, haben Mitarbeiter*innen und Ensemblemitglieder des Schauspielhaus Zürich ein Glossar mit Grundlagenbegriffen zusammengestellt.

Woraus besteht dieses Tool?

Dieses Glossar ist eine Sammlung von Begriffen, die erklärt werden. Die Begriffe, die hier vorgestellt werden, sind explizit keine Definitionen und nicht für alle Ewigkeit in Stein gemeisselt.

Einige kommen aus dem US-amerikanischen Sprachraum und haben noch keine deutsche Entsprechung gefunden. Die Begriffe sind oft abhängig von lokalen gesellschaftlichen Kontexten, in denen sie verwendet werden, ihre Bedeutungen verschieben sich im Gebrauch.

Sie liefern ein temporäres Abbild unserer Zeit, im Wissen darum, wie schnell sich gesellschaftliche Zustände verändern.

Tags

#glossar
#diversity
#inklusivesprache #schauspielhaus.ch
#talkingdiversity

Wozu kann dieses Glossar beitragen?

Dieses Glossar sensibilisiert für diskriminierungssensible Sprache. Eine diskriminierungssensible Sprache hilft zu differenzieren und Stereotypisierungen und gewaltvollen Fremdzuschreibungen entgegenzuwirken.

Sie lässt stattdessen alle Individuen mit ihren persönlichen Zugehörigkeiten selbst und selbstgewählt sprechen.

Für wen ist dieses Tool?

Dieses Glossar ist für alle.

Die Begriffe sollen Mut machen, Sprache nicht als Zwang, sondern als kreatives Werkzeug zu begreifen, das es uns möglich macht, die Welt selbstbestimmt mitzugestalten.

Warum braucht es dieses Glossar?

Sprache ist ein fluides Tool. Sie spiegelt gesellschaftliche Prozesse, kann manchmal sogar Veränderungen vorantreiben. Wer das eigene Sprechen diskriminierungssensibel gestaltet, trägt dazu bei,

  • jahrhundertealte und gesamtgesellschaftlich wirkende Macht- und Gewaltsysteme zu überwinden,
  • die Herabsetzung von verletzbaren Menschen zu vermeiden und
  • marginalisierten Gruppen zu Sichtbarkeit zu verhelfen.

Marginalisierte Menschen sind nicht nur sprachlich, sondern auch in Medien, Politik und Kultur untervertreten und erhalten keine Bühne oder wenig Gehör für ihre Stimme.

Herunterladen

Das Glossar existiert auf Deutsch und Englisch.

Impressum

Textnachweise:
Die Texte aus diesem Glossar speisen sich aus unterschiedlichen Quellen, die wir gerne nennen und denen wir danken möchten: Diversity Arts Culture, www.diversity-arts-culture.berlin; Diversum – Verein für rassismuskritisches Denken, www.verein-diversum.ch sowie das Glossar in Evein Obulor & Rosamag (Hg.): Schwarz wird großgeschrieben, 2021. Ein Teil der Texte sind Originalbeiträge für diese Publikation.

Redaktion:
Fadrina Arpagaus, Yuvviki Dioh, Miriam Ibrahim, Laura Kaufmann, Laiya Sievi

Herausgeberin: Schauspielhaus Zürich AG Zeltweg 5, 8032 Zürich