Arbeitsbedingungen für Berufe im Kostümbild

Dieses Tool ist ein Referenzdokument, das von Costumières & Cie erstellt wurde, um faire, klare und respektvolle Arbeitsbedingungen für Berufe im Kostümbild festzulegen. Es ist aus einer kollektiven Arbeit mit Mitgliedern des Vereins, basierend auf ihren konkreten Erfahrungen in der Praxis, entstanden.

Angesichts oft unklarer, uneinheitlicher und prekärer Praktiken schlägt das Dokument einen gemeinsamen Rahmen vor, um den künstlerischen Beitrag, die Verantwortlichkeiten und die spezifischen Bedürfnisse von Kostümbildner*innen und Kostümteams anzuerkennen.

Das Dokument ist kein rechtsgültiger Vertrag, sondern ein Instrument für den Dialog und die berufliche Positionierung. Es soll die Anerkennung des Berufsstandes stärken und eine gerechtere Zusammenarbeit in Kulturproduktionen unterstützen.

An wen richtet sich dieses Tool?

Es richtet sich in erster Linie an Kostümbildner*innen und Kostümteams, aber auch an Compagnien, Produktionen, Kultureinrichtungen, Förderstellen und Partner, die unter respektvollen und professionellen Bedingungen zusammenarbeiten möchten.

Woraus besteht dieses Tool?

Das Dokument enthält detaillierte Empfehlungen zu den Rollen und Aufgaben, zur Vergütung, zu den materiellen Bedingungen und zur Arbeitsorganisation von professionellen Kostümbildner*innen. Es schafft eine gemeinsame Grundlage für die Auftragsabwicklung, von der Konzeptionsphase bis zum Ende einer Produktion.

Warum braucht es dieses Tool?

Die Mitglieder von Costumières & Cie haben festgestellt, dass sich die Arbeitsbedingungen von Projekt zu Projekt stark unterscheiden und der Realität des Berufs nicht immer Rechnung tragen. Ohne einen gemeinsamen Rahmen sind die Fachkräfte in einer geschwächten Position, was individuelle Verhandlungen erschwert. Dieses Tool trägt einem kollektiven Bedürfnis nach Anerkennung Rechnung.

Was ermöglicht dieses Tool?

Es ermöglicht Diskussionen auf einer gemeinsamen Grundlage, macht kollektive Berufsanforderungen sichtbar und fördert ein besseres Verständnis der Kostümarbeit bei Arbeitgebenden, Institutionen und Kulturpartnern.

Costumières & Cie – kollektive Arbeit, die im Rahmen eines partizipativen Prozesses mit den Mitgliedern des Vereinsvorstands entstanden ist. 

info@costumieres-et-cie.ch 

www.costumieres-et-cie.ch 

Veröffentlicht 19.03.2026

art+care Newsletter – Sichtbarmachung von aktuellen Themen und Aktivitäten der Community

Der art+care Newsletter ist ein kollaboratives Publikationsformat, das Themen, Akteur*innen und Aktivitäten der Community sichtbar macht. Er erscheint monatlich und dient dem Netzwerk als kuratorisches Werkzeug, das Diskurse zu Care, Kunst sowie solidarischer Praxis bündelt und unterschiedliche Perspektiven aufzeigt. In diesem Format erhalten Beziehungsgeflechte, Projekte und Ressourcen eine öffentlich zugängliche Plattform.

Die im Newsletter geteilten Inhalte stammen grösstenteils aus den mehrsprachigen Signal-Gruppen der art+care Community. Dort können alle Chat-Mitglieder Beiträge einbringen.

Das Tool zeigt, dass ein Newsletter nicht nur als Informationskanal, sondern auch als partizipatives Wissensarchiv genutzt werden kann. Ein solcher Newsletter kann Communities dabei unterstützen, kontinuierlich Sichtbarkeit, Austausch und Vernetzung zu fördern.

Woraus besteht dieser Newsletter?

Updates zu Aktivitäten von art+care und aktuelle Beiträge aus der ganzen Community (genannt art+care Cosmos).

Warum braucht es dieses Tool?

Für die Stärkung des Care-Diskurses und interdisziplinärer Austausch in Kunst und Kultur.

Was kann dieses Tool?

Sichtbarkeit und Wissenstransfer schaffen

Für wen ist dieses Tool?

Ein Newsletter für alle, die sich für Beiträge und Formate rund um die Thematik von Kunst- und Carearbeit interessieren

Konzept & Redaktion:
art+care Kernteam

Inhalte:
Beiträge von Mitgliedern der Signal-Gruppen (art+care Cosmos)

Kontakt:
contact@artandcare.org

Website:
artandcare.org

Newsletter-Anmeldung

Signal-Gruppe (art+care Cosmos)

Veröffentlicht 05.03.2026

Green Rider

Tasty Future regt Institutionen der Schweizer Kulturlandschaft an, ihre Gastronomie- und Verpflegungskonzepte neu und nachhaltig zu gestalten – mit Fokus auf pflanzliche Ernährung. Mit dem von Tasty Future entwickelten Green Rider können sich Teams nun über umweltfreundliche Optionen für veganes Catering im Backstage-Bereich, pflanzliche Milchalternativen oder plastikfreies Wasser informieren.

Die Zürcher Aktivist*innen hinter der Initiative sind überzeugt, dass ein «Weiter so»  angesichts der Klimakrise keine Option ist. 2021 von Daniel Hellmann und Barbara Ellenberger gegründet, wächst das Team von Food-Aktivist*innen kontinuierlich.

Woraus besteht dieses Tool?

Der Green Rider ist eine Vorlage für Kunst- und Kulturschaffende sowie Institutionen, die im Rahmen von Engagements an die entsprechenden Veranstaltungsort individuelle ausgefüllt gesendet werden kann. Mit dem GREEN RIDER können umweltfreundliche Optionen angefragt werden, beispielsweise veganes Catering, Empfehlungen für vegetarische und vegane Restaurants, plastikfreies Wasser oder nachhaltige Materialien im Backstage Bereich.

 

Tags

#nachhaltigkeit #techrider #vegan #plastikfrei #greenrider #tastyfuture #wegovegan #future #climateactionnow #vegansofzürich #plantbased #kulturinzürich #lokalvegan #sustainablegastronomyday #nachhaltigekultur #nachhaltigekunst #veganfood

Was kann dieses Tool?

Mit dem Green Rider kannst du für dich und dein Team umweltfreundliche Optionen ganz einfach anfordern: Zusätzlich findest du im Green Rider Vorschläge, wie Gastspielorte ihr Angebot auch über deine Performance hinaus nachhaltiger gestalten können. Hilf dabei, langfristig positive Veränderungen anzustossen!

 

 

 

 

 

 

Für wen ist dieses Tool?

Der Green Rider richtet sich an Künstler*innen und Institutionen und steht allen kostenlos als digitaler Download zur Verfügung.

 

Warum braucht es dieses Tool?

Der Green Rider ist ein wichtiges Instrument in den Darstellenden Künsten, um Nachhaltigkeit in einer Branche zu fördern, die oft sehr ressourcenintensiv ist. Er bietet einen klaren Rahmen für umweltbewusstes Handeln und erleichtert es Künstler*innen sowie Institutionen, umweltfreundliche und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.

Impressum

Urheberschaft: Tasty Future mit Soya the Cow

Webseite

E-Mail

Insta

 

Values of Solidarity

Ein Mediationsspiel für Teambildung und kulturelle Ko-Kreation

«Values of Solidarity» ist ein Workshop-Tool, das zugleich Spiel und Vermittlungsinstrument für Teams ist, die am Beginn einer Zusammenarbeit stehen. Mit Hilfe der Karten können Teilnehmende beschreiben, welche Werte ihnen wichtig sind und erfahren, welche Werte ihre Partner*innen antreiben. Auf diese Weise lernt sich eine Projekt- oder Arbeitsgruppe näher kennen und es werden Werte, Erfahrungen und Bedürfnisse geteilt, die sonst vielleicht nicht ausgesprochen würden. Die Diskussionen, die sich aus dem Spiel ergeben, fördern eine kollaborative Kommunikation und schaffen ein solidarisches und nachhaltiges Arbeitsumfeld, das die kulturelle, intellektuelle und emotionale Vielfalt der Teilnehmenden widerspiegelt.

Woraus besteht dieses Tool?

«Values of Solidarity» ist ein Kartenset in englischer Sprache. Das Spiel enthält zwei Arten von Karten:

«Value»-Karten enthalten Beschreibungen von Werten, die für eine solidarische Zusammenarbeit wichtig sein können wie z.B.:

  • Ehrlichkeit
  • Motivation
  • Respekt
  • Gesundheit
  • etc.

«Conflict»-Karten enthalten fiktive Szenarien, in denen schlechte Kommunikation und kulturelle Unterschiede zu Spannungen und Konflikten führen, die es zu überwinden gilt.

Tags

#community
#care
#werte
#solidarität
#kollaboration
#faire praxis
#gewaltfreiekommunikation
#reshapenetwork
#valuesofsolidarity

Warum braucht es dieses Kartenset?

In Arbeitsgruppen und Kooperationen kann es zu Konflikten kommen, wenn die Wertvorstellungen der Mitglieder sehr unterschiedlich sind oder die einen die Rechte der anderen nicht anerkennen.

Im Spiel befassen sich Teams mit fiktiven Konfliktsituationen und die Teammitglieder können ihre eigenen Werte formulieren. Ziel ist es, dass jedes Team seinen eigenen Werterahmen formuliert.

Die Solidarität in der Gruppe wird dadurch gefördert.

Für wen ist dieses Tool?

Das Tool wurde speziell für Teams entwickelt, die sich am Anfang ihrer Zusammenarbeit befinden. Es adressiert sich vor allem an Projektteams aus Kunst und Kultur, ist aber auch für andere Sektoren relevant.

Was kann dieses Kartenset?

«Values of Solidarity» bietet Inspiration sowie die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie ein Team mögliche Konflikte bewältigen will.

Das Spiel versetzt die Teilnehmenden gemeinsam in Konfliktszenarien. Somit können sie die oft unsichtbaren und undurchsichtigen Mechanismen erkennen, die Spannungen und Schwierigkeiten verursachen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden die notwendigen Methoden finden, um Spannungen abzubauen, besonders wenn unterschiedliche Hintergründe aufeinandertreffen.

Dieses Spiel kann bei jeder Person das Bewusstsein dafür stärken, dass Solidarität einen ganz praktischen und operativen Rahmen für Kollaboration bietet.

Herunterladen

Mehr Informationen auf der Webseite von Reshape Network:

The Gamified Workshop Toolkit: Values of Solidarity

Auszug auf Englisch herunterladen

Kartenset bestellen

Das Kartenset kann bei RESO – Tanznetzwerk Schweiz für CHF 15.– plus Versandkosten bestellt werden.

Interessierte können sich per E-Mail bei RESO melden: info@reso.ch

Impressum

2020, RESHAPE Network

reshape.network

Verfasst von Anikó Rácz, Doreen Toutikian und Dorota Ogrodzka mit Beratung durch Konrad Gadzina.

Entwickelt im Rahmen des RESHAPE-Projekts «Solidarische Ökonomien», an dem Ouafa Belgacem, Ekmel Ertan, Harald Geisler, Anastasya Kizilova, Dorota Ogrodzka, Anikó Rácz, Laure de Selys und Doreen Toutikian unter der Leitung von Nike Jonah beteiligt waren.

Die Neuauflage von «Values of Solidarity» in 2022 wurde von Reso – Tanznetzwerk Schweiz und m2act, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent, finanziert.

m2act × Burning Issues: Für eine gerechte, diverse & inklusive Kultur – Zielepapier

Künstlerische Leitungsteams stehen unter Beschuss, Forderungen nach sozialer Nachhaltigkeit werden immer lauter, Vereinbarkeit von Familie und Kulturschaffen ist noch immer ein Kraftakt. In der Schweizer Theaterszene ist viel in Bewegung. Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt. Sie formulierten in einem Zielepapier dringende Forderungen nach Veränderungen, um die Arbeitsbedingungen in den Darstellenden Künsten nachhaltiger, gerechter und attraktiver zu machen

Woraus besteht dieses Papier?

Das Papier formuliert Ziele für eine gerechtere, fairere und diversere Arbeitswelt in der Darstellenden Kunst und in welchem Rahmen sie formuliert wurden. Es enthält zudem die Namen der Verfasser*innen und Erstunterzeichner*innen. Das Zielepapier dient als Katalog gemeinsamer Forderungen, die im Arbeitsalltag der Darstellenden Künste positioniert werden müssen.

Tags

#verantwortung
#handeln
#nachhaltigkeit
#reporting
#kollaboration
#faire praxis
#verträge

Was kann dieses Papier?

Das Zielepapier wurde im Rahmen von m2act x Burning Issues auf der Plattform ACT CAMPAX als Petition veröffentlicht. Hier kann es von Unterstützer*innen unterzeichnet werden (Stand 30.4.2024, 509 Unterschriften). Die Formulierungen können kopiert, weiterentwickelt und als Instrument genutzt werden, um in eigenen Organisationen und Institutionen oder in der Politik Änderungen voranzutreiben.

Für wen ist dieses Papier?

Das Zielepapier ist für alle Kulturschaffende und Menschen aus anderen Bereichen, die sich an ihrem Arbeitsplatz für fairere, diversere und inklusivere Bedingungen stark machen.

 

Warum braucht es dieses Papier?

Viele Menschen, die in den Darstellenden Künsten arbeiten, sind unzufrieden mit den Arbeits- und Produktionsbedingungen und mit der momentanen Verteilung von Geld, Zeit und Einfluss. Sie wollen sich vernetzen, gemeinsam Gehör verschaffen und gegenseitig unterstützen.

Impressum

Im Rahmen des Netzwerktreffens «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» haben sich vom 15. bis 17. September 2023 über 400 Kulturschaffende aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien versammelt und das Zielepapier formuliert.

 

 

 

FAIRSPEC Kodex

RICHTLINIEN FÜR ETHISCHE ARBEITSWEISEN IN DER FREIEN SZENE

Künstler*innen der freien Darstellenden Künste in der Deutschschweiz sowie Vertreter*innen von Institutionen und Förderstellen haben sich 2020/21 an einer Reihe von Veranstaltungen der Initiative FAIRSPEC mit dringlichen sozialen, künstlerischen und zeitgenössischen Fragen auseinandergesetzt, um einen gemeinsamen Kodex zu entwickeln.

Am Montag, 30.8.2021 wurde der «FAIRSPEC Kodex» veröffentlicht. Dieser gehört im deutschsprachigen Raum zu den ersten Richtlinien für ethische Arbeitsweisen in der freien Szene.

Der Kodex benennt die wesentlichen Leitmotive, die für die zukünftige Arbeit in den Darstellenden Künsten wegweisend sind. Sie umfassen persönliche Kompetenzen, Aspekte der Kommunikation und der Zusammenarbeit, sowie die Verpflichtung, die Richtgagen von Berufsverbänden einzuhalten.

WARUM BRAUCHT ES DIESEN KODEX?

Durch Selbstverpflichtung und gegenseitige Unterstützung will FAIRSPEC mit Hilfe des Kodex bekannte problematische Verhaltensweisen in den Darstellenden Künsten angehen.

Im Mittelpunkt steht die künstlerische Arbeit. Jeder künstlerische Prozess ist auch ein sozialer Prozess. Damit einher geht eine hohe Verantwortung sowohl hinsichtlich der künstlerischen Freiheit als auch des umsichtigen Miteinanders.

TAGS

#verhaltenskodex
#konstrkutivität
#transparenz
#diversität
#nachhaltigkeit
#wertschätzung

WAS KANN DIESER KODEX?

Einzelpersonen und Institutionen können den Kodex unterzeichnen und ihn selbstverantwortlich in ihrer täglichen Arbeit anwenden.

Er hilft

  • Handlungen und Arbeitsweisen zu reflektieren
  • an sich selbst und den eigenen Arbeitsstrukturen kontinuierlich zu arbeiten

FÜR WEN IST DIESER KODEX?

Die Unterzeichnenden verpflichten sich in diesem Kodex Richtlinien, die ihre Werte widerspiegeln und die für alle Beteiligten gleichermassen gelten. Sie erhoffen sich, dass dieser Kodex in möglichst viele Arbeitskonstellationen sowohl in der freien Szene als auch an subventionierten Häusern hineingetragen wird und damit eine von Respekt und Gerechtigkeit geprägte Wirklichkeit schafft.

PDF HERUNTERLADEN

Lies den Kodex auf Deutsch und Englisch auf der Webseite von FAIRSPEC

www.fairspec.ch

Impressum

FAIRSPEC

Zürich, August 2021