SPARK THE FLAME! – art+care Begegnungs-Format zum Nachmachen

SPARK THE FLAME! ist ein adaptives Veranstaltungsformat von art+care, das künstlerische Praxis und Care-Arbeit in einem offenen, solidarischen Rahmen verbindet. Im Zentrum steht das gemeinsame Entzünden eines Feuers – als kollektive Handlung im physischen Raum und als Erlebnis geteilter Aufmerksamkeit, Fürsorge und Gemeinschaft.

Das Format schafft einen niederschwelligen Rahmen für Austausch, Resonanz und kollektive Präsenz. Teilnehmende wie Veranstaltende werden gleichermassen als Akteur*innen verstanden; das Zusammensein selbst wird zur kollektiven künstlerischen Praxis.

Als Ready-to-use-Setting kann SPARK THE FLAME! von Einzelpersonen, Initiativen oder Institutionen eigenständig adaptiert und umgesetzt werden – vom Ateliergarten bis zum Festival, in unterschiedlichsten Kontexten. Entscheidend ist nicht die Grösse des Anlasses, sondern die Qualität der Begegnung.

art+care stellt allen Interessierten, die SPARK THE FLAME! hosten möchten, das Handout «How to SPARK THE FLAME!» zur Verfügung.

Woraus besteht dieses Tool?

Ein adaptives, bewusst einfach gehaltenes Veranstaltungsformat mit klarer, offener Struktur: Ein Feuer (real oder symbolisch) bildet den Mittelpunkt, ergänzt durch moderierten Austausch, optionale künstlerische Beiträge sowie eine Host-Checkliste zur eigenständigen Umsetzung. Die Einfachheit ist Teil des Konzepts.

Was kann dieses Tool?

  • Gemeinschaft und Resonanzräume schaffen
  • Neue Perspektiven und Kooperationen initiieren
  • Partizipation als künstlerische Praxis erfahrbar machen
  • Diskurse zu Kunst und Care aktivieren
  • Inklusive, generationenübergreifende Begegnungen ermöglichen
  • Menschen mit Fürsorgeverantwortung sowie ihren Angehörigen einen niederschwelligen Zugang zu Kultur eröffnen – als Veranstalterin/Host oder als teilnehmende Person. SPARK THE FLAME! ist familienfreundlich und für Akteurinnen jeden Alters geeignet.

Warum braucht es dieses Tool?

Care-Arbeit im Kunst- und Kulturbereich bleibt oft unsichtbar. Gleichzeitig fehlen niederschwellige, solidarische Begegnungsräume und entsprechende Strukturen.

Das Format stellt die Begegnung von Menschen aller Generationen ins Zentrum. Durch das gemeinsame Handeln und Zusammensein treten auch Menschen miteinander in Beziehung, die sich aufgrund ihrer Care-Situationen von gängigen Kunst- und Kulturformaten nicht angesprochen fühlen oder ausgeschlossen sind.

SPARK THE FLAME! stärkt Partizipation: Alle Anwesenden werden zu aktiven Mitwirkenden und gleichermassen als Akteur*innen des Geschehens verstanden. Im Anschluss können sie ihre Beteiligung ausdrücklich als künstlerische Teilnahme ausweisen (z. B. im eigenen künstlerischen CV). Das Zusammensein selbst wird zur kollektiven künstlerischen Performance.

Für wen ist dieses Tool?

  • Kulturschaffende mit Care-Verantwortung
  • Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen
  • Institutionen, Festivals und Initiativen
  • Communities, die solidarische Praxis stärken wollen
  • Menschen aller Generationen, die sich für die Thematik rund um Kunst und Care interessieren

Veröffentlicht 05.03.2026

Kleintheater Luzern: «Alle Inklusive» – eine Box für mehr

Was können wir als Menschen ohne Behinderungsperspektive dazu beitragen einen inklusiveren Zugang zu Gesellschaft und Kultur zu schaffen? Das beschäftigt das Kleintheater Luzern. Um sich einer Antwort anzunähern haben die Co-Leitung, der Inklusionsbeauftragte des Hauses und eine inklusive Arbeitsgruppe die Toolbox «Alle Inklusive» entwickelt. Diese Toolbox unterstützt Individuen, Gruppierungen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentliche Verwaltung auf dem Weg zu mehr Inklusion. Sie dient als Starthilfe für alle, die Barrieren abbauen möchten. Inklusion beginnt überall. «Alle Inklusive» ist praxisnah, humorvoll und ergebnisorientiert.

Hier sind weitere Informationen zum Kleintheater Luzern Projekt «Inklusiver Kulturbetrieb» und den Dokumentarfilm «Alle inklusive – ein Kleintheater will mehr».

Woraus besteht dieses Tool?

Die physische Toolbox besteht aus 3 Teilen.

  • Ohne Tabu: Ein Begriffsspiel, das Begriffe aus dem Themenbereich Inklusion vermittelt.
  • Werkstatt: Eine Workshopanleitung, mit der Teams konkrete Massnahmen entwickeln können.
  • Häppchenweise: Eine Website mit Übungen, Wissensinputs und wichtigen Links zum Thema Inklusion.

 

 

Für wen ist dieses Tool?

«Alle Inklusive» richtet sich an nichtbehinderte Individuen, Gruppen und Institutionen aus Kultur, Schule oder öffentlicher Verwaltung.

Warum braucht es dieses Tool?

«Alle Inklusive» stellt zentrale Fragen und lädt dazu ein, diese gemeinsam zu beantworten:

  • Was bedeutet Inklusion in diesem Kontext?
  • Welches Wissen ist bereits vorhanden, und was muss noch erarbeitet werden?
  • Welche Ziele sollen erreicht werden, und welche Herausforderungen treten dabei auf?
  • Was motiviert die Beteiligten, den Prozess fortzusetzen, und welche Unterstützung ist dafür notwendig?

 

 

Was kann dieses Tool?

«Alle Inklusive» hilft dabei, sich Barrieren bewusst zu werden und mit dem Abbau dieser zu beginnen.

Tags

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#kulturbetrieb
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#Gesellschafsspiel
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#barrieren

Impressum

Kleintheater Luzern www.kleintheater.ch

Fabienne Mathis, Janine Bürkli

Verlag: Der gesunde Menschenversand GmbH, menschenversand.ch

«All Inklusive» wurde u.a. mit dem Competence Center for Diversity, Disability, and Inclusion (CCDI) der Universität St.Gallen entwickelt und bereits vom Theater Neumarkt Zürich, dem Theater Stadelhofen, den Museen Luzern, dem Kunstmuseum Luzern und dem ThiK Theater im Kornhaus Baden getestet.

Values of Solidarity

Ein Mediationsspiel für Teambildung und kulturelle Ko-Kreation

«Values of Solidarity» ist ein Workshop-Tool, das zugleich Spiel und Vermittlungsinstrument für Teams ist, die am Beginn einer Zusammenarbeit stehen. Mit Hilfe der Karten können Teilnehmende beschreiben, welche Werte ihnen wichtig sind und erfahren, welche Werte ihre Partner*innen antreiben. Auf diese Weise lernt sich eine Projekt- oder Arbeitsgruppe näher kennen und es werden Werte, Erfahrungen und Bedürfnisse geteilt, die sonst vielleicht nicht ausgesprochen würden. Die Diskussionen, die sich aus dem Spiel ergeben, fördern eine kollaborative Kommunikation und schaffen ein solidarisches und nachhaltiges Arbeitsumfeld, das die kulturelle, intellektuelle und emotionale Vielfalt der Teilnehmenden widerspiegelt.

Woraus besteht dieses Tool?

«Values of Solidarity» ist ein Kartenset in englischer Sprache. Das Spiel enthält zwei Arten von Karten:

«Value»-Karten enthalten Beschreibungen von Werten, die für eine solidarische Zusammenarbeit wichtig sein können wie z.B.:

  • Ehrlichkeit
  • Motivation
  • Respekt
  • Gesundheit
  • etc.

«Conflict»-Karten enthalten fiktive Szenarien, in denen schlechte Kommunikation und kulturelle Unterschiede zu Spannungen und Konflikten führen, die es zu überwinden gilt.

Tags

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Warum braucht es dieses Kartenset?

In Arbeitsgruppen und Kooperationen kann es zu Konflikten kommen, wenn die Wertvorstellungen der Mitglieder sehr unterschiedlich sind oder die einen die Rechte der anderen nicht anerkennen.

Im Spiel befassen sich Teams mit fiktiven Konfliktsituationen und die Teammitglieder können ihre eigenen Werte formulieren. Ziel ist es, dass jedes Team seinen eigenen Werterahmen formuliert.

Die Solidarität in der Gruppe wird dadurch gefördert.

Für wen ist dieses Tool?

Das Tool wurde speziell für Teams entwickelt, die sich am Anfang ihrer Zusammenarbeit befinden. Es adressiert sich vor allem an Projektteams aus Kunst und Kultur, ist aber auch für andere Sektoren relevant.

Was kann dieses Kartenset?

«Values of Solidarity» bietet Inspiration sowie die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie ein Team mögliche Konflikte bewältigen will.

Das Spiel versetzt die Teilnehmenden gemeinsam in Konfliktszenarien. Somit können sie die oft unsichtbaren und undurchsichtigen Mechanismen erkennen, die Spannungen und Schwierigkeiten verursachen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden die notwendigen Methoden finden, um Spannungen abzubauen, besonders wenn unterschiedliche Hintergründe aufeinandertreffen.

Dieses Spiel kann bei jeder Person das Bewusstsein dafür stärken, dass Solidarität einen ganz praktischen und operativen Rahmen für Kollaboration bietet.

Herunterladen

Mehr Informationen auf der Webseite von Reshape Network:

The Gamified Workshop Toolkit: Values of Solidarity

Auszug auf Englisch herunterladen

Kartenset bestellen

Das Kartenset kann bei RESO – Tanznetzwerk Schweiz für CHF 15.– plus Versandkosten bestellt werden.

Interessierte können sich per E-Mail bei RESO melden: info@reso.ch

Impressum

2020, RESHAPE Network

reshape.network

Verfasst von Anikó Rácz, Doreen Toutikian und Dorota Ogrodzka mit Beratung durch Konrad Gadzina.

Entwickelt im Rahmen des RESHAPE-Projekts «Solidarische Ökonomien», an dem Ouafa Belgacem, Ekmel Ertan, Harald Geisler, Anastasya Kizilova, Dorota Ogrodzka, Anikó Rácz, Laure de Selys und Doreen Toutikian unter der Leitung von Nike Jonah beteiligt waren.

Die Neuauflage von «Values of Solidarity» in 2022 wurde von Reso – Tanznetzwerk Schweiz und m2act, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent, finanziert.