Coucou Kulturmagazin: Fokusausgabe «Kultur als Arbeitsfeld»
Das Winterthurer Kulturmagazin Coucou berichtet seit 2012 mit zehn Ausgaben pro Jahr über das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Winterthur. Mit dem Magazin, dem Online-Kulturkalender und mittels Veranstaltungen setzt sich das Coucou für die Berichterstattung über und Sichtbarmachung von Kultur ein.
In der Oktoberausgabe 2026 des Winterthurer Kulturmagazins erschien ein Schwerpunkt zum Thema «Kultur als Arbeitsfeld». Dieser bestand aus einem allgemeinen Hauptartikel zum Thema unter dem Titel «Kunst auf eigenes Risiko», der die Probleme der Kulturschaffenden im Schweizer Sozialversicherungssystem und Themen wie FairPay, Care und einen Blick über den Tellerrand nach Frankreich und Irland, wo neue Ansätze im Sozialversicherungssystem für Künstler*innen getestet werden, umfasste. Zweitens erschein ein Interview mit Etrit Hasler, Leiter des neuen, nationalen Kompetenzzentrums «Arbeiten in der Kultur»). Und Drittens schrieb Care-Aktivistin Karin Lustenberger einen Essay der zum Thema Care-Arbeit in der Kultur. Einpersonalisierter Artikel zum Thema «Altersvorsorge bei Kulturschaffenden» wurde mit drei Winterthurer Künstler*innen erarbeitet. Ziel dieser Coucou-Ausgabe war, einerseits zu zeigen, mit welchem strukturellen Problemen Kunst- und Kulturschaffende in Winterthur und der Schweiz konfrontiert sind und welche Lösungs- und Hilfeansätze es gibt und andererseits herauszufinden, inwieweit die vom BAK gewünschte Stärkung der Kultur als Arbeitsbereich bereits gefruchtet hat – oder wohin der Weg führen kann.
Viele Kulturschaffende in Winterthur arbeiten nahe an der Prekarität und insbesondere Frauen müssen oft ihren Beruf verlassen, sobald ein Ereignis wie Bsp. Elternschaft eintritt. Das wird bislang von öffentlicher Seite kaum aufgefangen, auch wenn der Bund dies in der Kulturbotschaft anders formuliert. Die Schwerpunktausgabe des Coucou soll deshalb die breite Öffentlichkeit für die Probleme sensibilisieren und Kulturschaffenden Information und Lösungsansätze bieten zu Themen wie Care, FairPay und Sozialversicherungen.
Diese Ausgabe wurde mit einer Beilage zur m2act-Toolbox ergänzt, um allen Lesenden direkt vier lösungsorientierte Werkzeuge an die Hand zu geben.
Beteiligte Personen
Stefan Breitenmoser, Textredaktion Coucou
Lynn Vellacott, Textredaktion Coucou
Lia Grünig, Bildredaktion Coucou
Anja Wicki, Bildredaktion Coucou
Anica Lora Nižić, Illustratorin
Olivia Kurz, Grafikerin und Fotografin
Karin Lustenberger, Care-Aktivistin und Medienkünstlerin
Gespräche werden unter anderem geführt mit Etrit Hasler, Geschäftsführer Suisseculture Sociale,
Lilian Caprez, freischaffende Künstlerin, Kaspar Toggenburger, Maler, Plastiker und Grafiker, und Andreas Fritschi, Gründer oxyd und Objekt- und Konzeptkünstler
Ergänzt am 9 Oktober 2026