{"id":13574,"date":"2025-03-31T14:19:42","date_gmt":"2025-03-31T12:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.m2act.ch\/allianz-kollaboration-teilhabe-praktische-und-theoretische-denkanstosse-fur-eine-kunst-der-solidaritat\/"},"modified":"2025-03-31T14:19:42","modified_gmt":"2025-03-31T12:19:42","slug":"allianz-kollaboration-teilhabe-praktische-und-theoretische-denkanstosse-fur-eine-kunst-der-solidaritat","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.m2act.ch\/it\/allianz-kollaboration-teilhabe-praktische-und-theoretische-denkanstosse-fur-eine-kunst-der-solidaritat\/","title":{"rendered":"Input #01: Allianz, Kollaboration, Teilhabe? Praktische und theoretische Denkanst\u00f6sse f\u00fcr eine Kunst der Solidarit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div id=\"bild-sektion-block_033434d451aa63ff78c34c0a19174cfe\" class=\"mod-bild-sektion\">\n    <div class=\"container-breakout\">\n        <div class=\"image-spacer\">\n            <div class=\"image-fixed\">\n                <div class=\"image\" style=\"background-image: url('https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ForumTanz2024-236853.jpg');\" data-imgurl=\"https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ForumTanz2024-236853.jpg\"><\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n<p><em>Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit transformativen Prozessen zwischen Forschung, Kunst, Kulturpolitik, Antidiskriminierung und Aktivismus hat Sozialanthropologe Rohit Jain im Nebia \u00b7 Bienne spectaculaire das Forum Tanz x m2act vom 1.11.2024 miter\u00f6ffnet. Das ist die verschriftlichte Fassung seines Inputs<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Es ist mir eine grosse Freude vor Ihnen zu sprechen und einen Input zu einer Kunst der Solidarit\u00e4t zu geben. Ich bin froh, dass die Themen der Solidarit\u00e4t, der Teilhabe, der Diversit\u00e4t, der Antidiskriminierung und der institutionellen \u00d6ffnung in den letzten Jahren auch in der Schweizer Kulturlandschaft und Gesellschaft wichtiger geworden sind. Dabei handelt es sich nicht um rein politische oder ethische Fragen, sondern genuin \u00e4sthetische und k\u00fcnstlerische \u2013 vor allem in unserer krisenhaften Zeit. Wie erforschen, pflegen, imaginieren und gestalten wir solidarische Beziehungen? Ich finde, dass Kulturschaffen dabei eine privilegierte Rolle einnehmen muss.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>Die neoliberale Restrukturierung&#8230;<br><\/strong>&#8230;hat seit den 1980er Jahren die k\u00fchnsten Fantasien ihrer Protagonist\u00b7innen \u00fcbertroffen. Damals sagte die britische Premierministerin Margaret Thatcher. \u00abThere is no such thing as society, there are individual men and women and there are families\u00bb. Diese Kampfansage gegen den Sozialstaat und die Gewerkschaften war auch ein aktiver Backlash gegen den Antirassismus, die sexuelle Gleichberechtigung und die Anti-Atombewegung, die seit den 1960er Jahren die Machtverh\u00e4ltnisse umpfl\u00fcgten. Im neoliberalen Weltbild existier(t)en keine gesellschaftlichen Strukturen, die Ungleichheit hervorbringen, sondern nur Individuen, selbstverantwortlich f\u00fcr Erfolg, Verderben, Tod oder Leben. Das neoliberale Programm hat sich verwirklicht: im Hyper-Individualismus. Wir sind Ich-AGs, verfolgen Projekte, pitchen unsere Ideen, betreiben Eindrucksmanagement. Wer\u2019s schafft ist gut, wer\u2019s nicht schafft nicht gut genug. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Der Konsum- und die Leistungsdruck pr\u00e4gt unsere K\u00f6rper, Gef\u00fchle und Identit\u00e4ten. Die Handy- und Socialmedia-Revolution hat als moralische, soziale und institutionelle Instanz die demokratischen Verhandlung von Werten und Visionen zunehmend ersetzt. Die Wahlen in den USA haben dies auf monstr\u00f6se Weise bewiesen. Aber auch in Europa hat diese gesellschaftliche Entwicklung den neofaschistischen Bewegungen massiv Zulauf beschert. Es ist naiv, zu glauben, dass dies nicht mit der konsequenten Entsolidarisierung und der Umverteilung gegen Oben zu tun hat. Die Werte einer gerechten und demokratischen Gesellschaft gelten nicht mehr, wenn sich BIPOC f\u00fcr Racial Justice einsetzen, die feministische und LGBTIQ+ Bewegung gleiche Rechte einfordern, Jugendliche Klimastreiks organisieren oder sich Indigene gegen die Durchl\u00f6cherung ihres Landes durch Minen oder Windkraftwerke wehren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Die privilegierte Mehrheit Europas m\u00f6chte ihre Pfr\u00fcnden bewahren namentlich gegen Gefl\u00fcchtete aus dem Globalen S\u00fcden und aus Kriegen, die der imperiale Kampf zwischen den Grossm\u00e4chten bef\u00f6rdert. Vor diesem Hintergrund ist auch die Macht der Anti-Wokeness-Ideologie zu verstehen, die diese Entsolidarisierung seit Jahrzehnten begleitet und rechtfertigt. Wir sollten uns nichts vormachen. In den Worten der queerfeministisch-marxistischen Philosophin Eva von Redecker zerst\u00f6rt der aktuelle globale Kapitalismus unser aller Leben \u2013 mit unterschiedlichen Verletzlichkeiten gem\u00e4ss Klasse, Geschlecht, sexueller Orientierung, Race, Ability, Alter, Spezies etc. (S. von Redecker 2020)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Kein Sorge, ich bin nicht (nur) pessimistisch und sehe die Dinge nicht nur Schwarz-Weiss. Ich bin seit 10 Jahren in der antirassistischen Bewegung aktiv, habe das Kollektiv&nbsp;<a href=\"https:\/\/berner-rassismusstammtisch.ch\/\">Berner Rassismustammtisch<\/a>&nbsp;oder den Think &amp; Act Tank&nbsp;<a href=\"https:\/\/institutneueschweiz.ch\/\">Institut Neue Schweiz<\/a>&nbsp;mitgegr\u00fcndet. Aktuell arbeite ich am&nbsp;<a href=\"https:\/\/schwarzenbach-komplex.ch\/cms\/\">Schwarzenbach-Komplex<\/a>, in dem Zeitzeug\u00b7innen, Forschende, Kulturschaffende und Aktivist\u00b7innen zusammen eine vielstimmige antirassistische Erinnerungskultur st\u00e4rken. Ich interessiere mich dabei f\u00fcr die Gestaltung postkolonialer \u00f6ffentlicher R\u00e4ume, um darin neue emanzipatorische und solidarische Gemeinschaften zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div id=\"bild-sektion-block_194cceb8b60587dc8d742e5ba2561c67\" class=\"mod-bild-sektion\">\n    <div class=\"container-breakout\">\n        <div class=\"image-spacer\">\n            <div class=\"image-fixed\">\n                <div class=\"image\" style=\"background-image: url('https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/3f2b099b-7446-4109-8a1c-cb9a4c3d9ce7-1.jpg');\" data-imgurl=\"https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/3f2b099b-7446-4109-8a1c-cb9a4c3d9ce7-1.jpg\"><\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber was bedeutet es, solidarische Beziehungen nach den Regeln der Kunst zu gestalten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine meiner pr\u00e4gendsten Begegnungen mit Kultur als gesellschaftspolitischer Kraft war 2015 beim antirassistischen Humorfestival \u00abLaugh Up Stand Up!\u00bb in der Shedhalle Z\u00fcrich, das Katharina Morawek, Geesa Tuch, Shpresa Jashari und ich organisiert hatten. In Europa herrschte damals ein breiter Konsens dar\u00fcber, dass Muslim\u00b7innen in Europa \u00fcber ihren Propheten lachen m\u00fcsssten und sonst nicht integriert und daher unerw\u00fcnscht seien. Wir wollten Humor als rassismuskritische Ressource ins Spiel bringen und uns empowern. Wir wollten einen \u00f6ffentlichen Raum beanspruchen und \u00f6ffnen f\u00fcr antirassistische Positionen sowie gleichzeitig eine widerst\u00e4ndige Sprache und Haltung ein\u00fcben. Dazu hatten wir u.a. Jilet Ayse und Fatih Cevikolluh aus Deutschland eingeladen sowie hiesige Newcomer\u00b7innen wie Ntando Cele, Fatima Moumouni oder Ugur G\u00fcltekin.<\/p>\n\n\n\n<p>Was dann passierte, war umwerfend: Nicht nur f\u00fcllten drei Tage lang je 250 Personen die Shedhalle, gut 50% Personen of Color und\/oder mit Migrationshintergrund. Es er\u00f6ffnete sich ein Raum, in dem die Individuen des Publikums zu einer vielstimmigen Community wurde. Die Leute erz\u00e4hlten die eigenen Biografien, teilten ihre Rassimuserfahrungen und liessen Unsicherheiten und Ambivalenzen zu. Manchmal war es lustig, manchmal traurig, hoffnungsvoll oder unangenehm \u2013 immer befreiend. Ganz viele Erfahrungen, Geschichten, Gef\u00fchle aus dem verdr\u00e4ngten Archiv der postmigrantischen Gesellschaft fanden da Raum, Ausdruck, Gestalt. Und gleichzeitig wurden wir alle f\u00fcr einen kurzen Abend<em>&nbsp;heimisch<\/em>&nbsp;in dieser gemeinsam gestalteten, kleinen antirassistischen Schweizer \u00d6ffentlichkeit. Ich erz\u00e4hle dies nicht als Good Practice oder nur aus Nostalgie. Es war ein Urmoment<strong>,&nbsp;<\/strong>in dem sich mir zeigte, dass \u00c4sthetik und Kultur grundlegend&nbsp;<em>in der Gesellschaft<\/em>&nbsp;verortet sind \u2013 und nicht prim\u00e4r in der Kunst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Denn Rassismus hat eine \u00c4sthetik und eine Kultur\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2026im Sinne eines gesellschaftlichen Regimes, das gewisse Bilder, Geschichten, Beziehungen, Haltungen und Affekte des \u00abEigenen\u00bb und des \u00abAnderen\u00bb schafft. Der Philosoph Wolfgang Welsch versteht unter \u00c4sthetik im Sinne der&nbsp;<em>aisthesis<\/em>&nbsp;weniger das Sch\u00f6ne und Erquickliche im normativen Sinne als die Wahrnehmungspraxen aller Art: sinnliche, geistige, sublime, affektive oder moralische. Die Gegenbewegung der \u00c4sthetik gem\u00e4ss Welsch ist die An\u00e4sthetik: \u00ab[E]twas sichtbar zu machen [heisst] im gleichen Akt, etwas anderes unsichtbar zu machen\u00bb (Welsch 2003: 31f.). Die medizinische Analogie zur An\u00e4sthetisierung ist gewollt. Spezifische \u00e4sthetische Ordnungen schaffen bestimmte Wirklichkeiten, w\u00e4hrend sie andere Wahrnehmungen, Perspektiven, Erfahrungen und Geschichten verdr\u00e4ngen, ja uns daf\u00fcr bet\u00e4uben. Mysogynie, Klassismus, Ableismus oder Heternormativit\u00e4t haben eine Kultur, eine An-\/\u00c4sthetik. Ungleichheiten m\u00fcssen kulturell und \u00e4sthetisch geschaffen werden, damit sie Wirkung haben. Die&nbsp;<em>einen<\/em>&nbsp;Wirklichkeiten werden gesehen, die&nbsp;<em>anderen&nbsp;<\/em>nicht. Und genauso k\u00f6nnen diese Regime reartikuliert werden, um andere \u2013 solidarische \u2013 Bilder, Geschichten, Beziehungen, Haltungen und Affekte einzu\u00fcben und aufzuzeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4sthetische Praxis und Kultur sind nicht ein Privileg der Kunst, sondern gesellschaftliche Ausdrucksformen. Jedoch haben Kulturschaffende die privilegierte F\u00e4higkeit, die Skills und die Sensibilit\u00e4t, diese Ausdrucks- und Wahrnehmungsmodi in der Gesellschaft zu erkennen, zu erforschen und neu zu gestalten. \u00abLaugh Up Stand Up\u00bb war wie eine Maschine, in der die gesellschaftliche Unsichtbarkeit und Unempfindbarkeit von Rassismus durchbrochen wurde und rassismuskritische, solidarische Beziehungen entstanden sind. Programm, Beitr\u00e4ge, Kuration, Analyse, Publikum, Raum und Beziehungsarbeit spielten zusammen, um einen politisch-\u00e4thetischen Moment der Transformation schaffen.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"bild-sektion-block_384109dce0cba52740a2e13f59978a57\" class=\"mod-bild-sektion\">\n    <div class=\"container-breakout\">\n        <div class=\"image-spacer\">\n            <div class=\"image-fixed\">\n                <div class=\"image\" style=\"background-image: url('https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ForumTanz2024-237196.jpg');\" data-imgurl=\"https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/ForumTanz2024-237196.jpg\"><\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Der m\u00e4chtigste Vorwurf: Ist das \u00fcberhaupt Kunst \u2013 genug?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Projekte, die gesellschaftspolitische Themen aufgreifen oder f\u00fcr eine antirassistische, postmigrantische und postkoloniale Gegenkultur k\u00e4mpf(t)en, sind mit vielen H\u00fcrden konfrontiert. Kulturinstitutionen und F\u00f6rderstellen denken und handeln diesbez\u00fcglich oft in engen Kategorien. Das f\u00fchrt dazu, dass viele Projekte, die bez\u00fcglich Thema, \u00c4sthetik oder Personal nicht in g\u00e4ngige Muster passen, gar nicht in ein Programm gelangen. Koproduktionen sind kaum m\u00f6glich, da H\u00e4user oft mit bekannten K\u00fcnstler\u00b7innen arbeiten m\u00fcssen und wollen, um die Qualit\u00e4tskategorien der F\u00f6rderstellen oder die Erwartungen und Abh\u00e4ngigkeiten in der Szene zu erf\u00fcllen. Diese unhinterfragten Routinen bringen Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr wenig etablierte queere, nicht-weisse, crippe oder nicht-akademische K\u00fcnstler\u00b7innen mit sich. Expert\u00b7innen aus Aktivismus, Forschung oder Alltag werden zwar oft eingebunden \u2013 aber nota bene im Rahmenprogramm \u2013 mit wenig oder keinem Honorar. Die Autor\u00b7innenschaft und Hoheit der Auseinandersetzung mit Kultur bleibt bei den K\u00fcnstler\u00b7innen und den Institutionen. Und nur zu oft beschleicht eine\u00b7n da das das Gef\u00fchl, dass es um technische Umsetzung geht, um Perfektion und effiziente Produktion<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entfremdete Beziehung von Kunst zur Gesellschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im neoliberalen Projekt ist Kunst ausserhalb der Gesellschaft, der Wirklichkeit und der Geschichte angesiedelt. Kunst soll sich um Fiktion statt Fakten drehen, Unterhaltung und Konsum schaffen und einen Pitstop vom \u00abwahren Leben\u00bb bieten. Die Kunst soll nichts mit Gesellschaftspolitik zu tun haben, sondern h\u00f6chstens die Gesellschaft&nbsp;<em>reflektieren, Impulse geben<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>R\u00e4ume f\u00fcr Dialog<\/em>&nbsp;schaffen. Ach, wie habe ich diese Floskeln satt! Diese Distanz zur Welt legitimiert ihre (vermeintliche) Freiheit. Ich behaupte, dass wir alle im Kulturbetrieb nicht unbescholten von diesen Ver\u00e4nderungen sind. Zum Teil sind wir sogar Kompliz\u00b7innen \u2013 auch wenn man sich dabei noch selbst ausbeutet. Was korrekterweise als Autonomie der Kunst galt \u2013 im Sinne einer Freiheit von gesellschaftlichen Nutzen oder Normen arbeiten zu k\u00f6nnen \u2013 hat die Kunst nur zu oft von der Gesellschaft entfremdet. Die Professionalisierung, die seit den 1990er Jahren stattfand, sollte es erlauben, von der freien Kunst zu leben, schuf aber auch neue Abh\u00e4ngigkeiten. Und der Qualit\u00e4tsbegriff wurde zu einem Ratingsystem, das zunehmend vom Kunstmarkt und vom Zugang zu exklusiven Ausbildungsst\u00e4tten definiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aus diesem kulturpolitischen Gef\u00e4ngnis m\u00fcssen wir uns endlich befreien\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 denn Kunst und Kultur sind immer ein Teil der Gesellschaft. Wir m\u00fcssen den Kulturbetrieb, uns selbst und unsere Arbeit in einem ganzgesellschaftlichen Prozess verorten. Kultur ist ein Prozess in einem umk\u00e4mpften und machtvollen gesamtgesellschaftlichen Kreislauf. In diesem (s. Bild) h\u00e4ngen gem\u00e4ss British Cultural Studies k\u00fcnstlerische Praxis, Produktionsbedingungen, Rezeption und kulturpolitische Regulierung in einem gesellschaftlichen Prozess zusammen, um kulturelle Bedeutungen, Normen, Repr\u00e4sentationen und Identit\u00e4ten zu schaffen. So gesehen ist kulturelle Praxis eine Ressource f\u00fcr die Erhaltung oder Ver\u00e4nderung gesellschaftlicher Machtverh\u00e4ltnisse \u2013 und sie kann emanzipatorisch, neoliberal oder auch faschistisch genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div id=\"bild-slider-block_9bad3b122ce48945e1b685800d57a0dd\" class=\"mod-bild-slider\">\n\t\t\t\t\t            <div class=\"slider\">\n\t\t\t\t                        <div class=\"slide\">\n                            <img decoding=\"async\" class=\"slide-image\"\n                                 srcset=\"https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/circle-1580x920c.png 2x, https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/circle-790x460c.png 1x\"\n                                 src=\"https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/circle-150x150c.png\"\n                                 alt=\"\"\n                            >\n                        <\/div>\n\t\t\t\t\t            <\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Kluge Allianzen, statt Einzelk\u00e4mpfe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So wichtig die gewerkschaftlichen K\u00e4mpfe um Arbeitsbedingungen sind, die sich gegen Leitungen richten: Statt sich innerhalb der Szene als Gegner zu sehen, w\u00e4re es allenfalls spannend, solidarische, \u00e4sthetische und kuratorische Gesamtkonzepte zu entwickeln, um dem Druck der Kulturpolitik nach Output und Publikumszahlen eine Alternative entgegenzustellen. Teilweise w\u00e4ren F\u00f6rderstellen sogar interessiert da mitzuhelfen, da sie die Probleme sehen und eher die Politik mit dem Kulturcontrolling den strukturellen Flaschenhals darstellt. Allianzen sind langfristige institutionelle Strategien und erfordern eine gesamtgesellschaftliche Perspektive und ein gegenseitiges Verst\u00e4ndnis, ja eine Solidarit\u00e4t. Schliesslich leiden alle, wenn unsere Kulturr\u00e4ume zu Kulturfabriken verkommen. Kulturschaffende, Communities, Publikum, Leitungen, F\u00f6rderstellen sollte zusammenstehen und diese Transformation nach den Regeln der Kunst umsetzen und sich dazu von der neoliberalen Kulturpolitik befreien. Mein Vorschlag ist ganz simpel: Man muss den Output um 20% reduzieren, um die Zeit zu haben, neue Analysen und \u00c4sthetiken in der Gesellschaft zu entwickeln sowie sich zuzuh\u00f6ren in den Zwischent\u00f6nen und Unsicherheiten. So schafft man wirklich solidarische und vielf\u00e4ltige Beziehungen, statt den Buzzwords hinterher zu reden und Standards zu erf\u00fcllen. Dies erfordert konsequentes Umdenken und die Bereitschaft, bestehende Routinen, Identit\u00e4ten und Gewohnheiten zu verlassen. Und das braucht gemeinsame Zeit, \u00aberf\u00fcllte Zeit\u00bb, wie es Eva von Redecker in ihrem Essay \u00abBleibefreiheit\u00bb von 2023 benennt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div id=\"bild-slider-block_35c76de4ca4e846905632ff4e9d1bf47\" class=\"mod-bild-slider\">\n\t\t\t\t\t            <div class=\"slider\">\n\t\t\t\t                        <div class=\"slide\">\n                            <img decoding=\"async\" class=\"slide-image\"\n                                 srcset=\"https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Saraceno_all-rights-reserved_flickr-1580x920c.png 2x, https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Saraceno_all-rights-reserved_flickr-790x460c.png 1x\"\n                                 src=\"https:\/\/www.m2act.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Saraceno_all-rights-reserved_flickr-150x150c.png\"\n                                 alt=\"\"\n                            >\n                        <\/div>\n\t\t\t\t\t            <\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die gr\u00f6sste Arbeit: die am Kunst- und Kulturbegriff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein vision\u00e4rer, solidarischer Kunst- und Kulturbegriff verortet sich in der Gesellschaft und erlaubt entsprechende Kollaborationen und neue Praxen. Im Kern ben\u00f6tigen wir andere \u00e4sthetische Methoden (relational aesthetics, socially engaged and community art, post-dramatisches oder dokumentarisches Theater, etc.), Ans\u00e4tze f\u00fcr kollektive Autor\u00b7innenschaft und f\u00fcr Arbeit mit Laien \/ Alltagsexpert\u00b7innen sowie eine Offenheit f\u00fcr andere \u00e4sthetische Repertoires (Landlosenbewegung in Brasilien, indisches Volkstheater, sozioreligi\u00f6se Praxen, postmigrantische Subkultur, etc.). Die Vielfalt der Praxen und Programme statt Homogenit\u00e4t und Konkurrenz sind zentral \u2013 auch wenn neue Widerspr\u00fcche und Aushandlungen entstehen m\u00f6gen. Insbesondere kollaborative Kulturarbeit \u2013 \u00fcber disziplin\u00e4re soziale und institutionelle Grenzen hinweg \u2013 erlaubt es, neue \u00c4sthetiken und gesellschaftliche Beziehungen zu entwickeln, neue Erkenntnisse \u00fcber die sich wandelnde Gesellschaft als sinnliche und materielle Welt zu gewinnen und auch Ans\u00e4tze eines transformativen Kulturbetriebs zu schaffen. Kollaboration ist mehr als Kooperation. <\/p>\n\n\n\n<p>Mark Terkessidis versteht unter Kollaboration, einen Modus der gemeinsamen Auseinandersetzung mit der Welt, die uns im Prozess selbst mittransformiert (Terkessidis 2015: 14). Es braucht aber auch Zeit, Vertrauen, Kritik, Transparenz, Ehrlichkeit, gemeinsame Imagination und es braucht Bedingungen, die die&nbsp;<em>Beziehungen<\/em>&nbsp;statt die Identit\u00e4ten oder Rollen ins Zentrum r\u00fccken. Die Installation des argentinischen K\u00fcnstlers Thomas Saraceno veranschaulicht, wie R\u00e4ume und Identit\u00e4ten aus Beziehungen und Netzwerken bestehen und wie wir durch Anordnung und Perspektive erst meinen uns in Kugeln oder Sph\u00e4ren zu befinden (Latour 2011).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Art und Weise, wie wir in Beziehung sind, nicht nur als Awareness oder Fairness im Sinne eines Add-Ons zu bearbeiten, sondern sie als \u00e4sthetische, materielle, sinnliche und politische Praxis im Kulturbetrieb und in der Gesellschaft kritisch zu reflektieren, zu verlernen und zu re-imaginieren \u2013 das ist aus meiner Sicht die Kunst der Solidarit\u00e4t! Sich mit der an\/\u00e4sthetischen Verh\u00e4ltnissen von Klimakrise, globalen Ungleichheit, Rassismus, Mysogynie, Neoliberalismus, Demokratie und Faschismus auseinanderzusetzen ist kein Luxus f\u00fcr Kulturschaffende. Es ist die Grundlage ihrer Existenz im neoliberalen Kulturbetrieb. Im worst case schafft die Kunst die Bilder, Geschichten, R\u00e4ume und \u00c4sthetiken des Status Quo oder des Faschismus. Im besten Fall kann Kunst in dieser fragmentierten, gewaltvollen Welt zu einer anderen emanzipatorischen Gegenkultur beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n    <div id=\"text-shadow-box-block_5d3f393e252fc409bedb5db48d485c0d\" class=\"mod-text-shadow-box\" data-scheme=\"yellow\">\n\t\t<p>Rohit Jain (er\/ihm) ist promovierter Sozialanthropologe und kollaborativer Forscher mit Fokus auf Migration, Postkolonialismus, Erinnerungspolitik und Globalisierung. Zudem hat er u.a. an k\u00fcnstlerischen Forschungsprojekten zum Schweizer Goldhandel (ZHdK) und Urban Citizenship (Shedhalle) mitgewirkt. Mitbegr\u00fcnder des \u00abBerner Rassismusstammtisch\u00bb und des erinnerungspolitischen Projektes \u00abSchwarzenbach Komplex\u00bb. Ab 2016 Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Institut Neue Schweiz INES; ab 2019 entwickelte und leitete er das F\u00f6rderprogramm \u00abNeues Wir \u2013 Kultur Teilhabe Migration\u00bb bei der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Migration EKM; seit 2022 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Sozialanthropologie der Uni Bern und kuratiert das Public Anthropology Lab.<\/p>\n    <\/div>\n\n\n\n    <div id=\"text-shadow-box-block_69c387b334728b3433a91f32773fc154\" class=\"mod-text-shadow-box\" data-scheme=\"black\">\n\t\t<p><u>Zitierte Literatur<\/u><\/p>\n<ul>\n<li>Latour, Bruno (2011): Experiments in Arts and Politics, in: e-flux, #23.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.e-flux.com\/journal\/23\/67790\/some-experiments-in-art-and-politics\/\">https:\/\/www.e-flux.com\/journal\/23\/67790\/some-experiments-in-art-and-politics\/<\/a>\u00a0(abgerufen 1. November 2024)<\/li>\n<li>Hepp, Andreas (2004): Cultural Studies und Medienanalyse. Eine Einf\u00fchrung. Opladen: Westdeutscher Verlag<\/li>\n<li>von Redecker, Eva (2020): Revolution f\u00fcr das Leben. Philosophie der neuen Protestformen. Frankfurt a. M.: Fischer<\/li>\n<li>von Redecker, Eva (2023): Bleibefreiheit. Frankfurt a. M.: Fischer<\/li>\n<li>Welsch, Wolfgang (2003): \u00c4sthetisches Denken. Hamburg: Reclam<\/li>\n<li>Terkessidis, Mark (2015): Kollaboration. Frankfurt a. M.: Suhrkamp<\/li>\n<\/ul>\n    <\/div>\n\n\n\n    <div id=\"text-shadow-box-block_c09960ea4fe8996a4f4c912021a071aa\" class=\"mod-text-shadow-box\" data-scheme=\"white\">\n\t\t<p>Weiterf\u00fchrende Literatur<br \/>\nBal, Mieke (2006): Kulturanalyse. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.<br \/>\nBourriaud, Nicolas (2002). Relational Aesthetics. Dijon: Les presses du r\u00e9el.<br \/>\nJain, Rohit (2017): How to Affect Postcolonial Public Spaces? in: On Curating 35 (Decolonizing Art Institutions, ed. Dorothee Richter), 119-128.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.on-curating.org\/author\/tag\/Rohit%20Jain.html\">https:\/\/www.on-curating.org\/author\/tag\/Rohit%20Jain.html<\/a>\u00a0(abgerufen 1. November 2024).<br \/>\nMalzacher, Florian (2020): Gesellschaftsspiele. Politisches Theater heute. Berlin: Alexander Verlag.<br \/>\nMorawek, Katharina, Martin Krenn (2017): Urban Citizenship. Democratizing Democracy. Wien Verlag f\u00fcr Moderne Kunst.<br \/>\nKester, Gran (1999): Dialogical Aesthetics: A Critical Framework For Littoral Art, Variant, 9.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.variant.org.uk\/issue9.html\">www.variant.org.uk\/issue9.html<\/a>\u00a0(abgerufen am 1. November 2024).<\/p>\n    <\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit transformativen Prozessen zwischen Forschung, Kunst, Kulturpolitik, Antidiskriminierung und Aktivismus hat Sozialanthropologe Rohit Jain im Nebia \u00b7 Bienne spectaculaire das Forum Tanz x m2act vom 1.11.2024 miter\u00f6ffnet. Das ist die verschriftlichte Fassung seines Inputs. Es ist mir eine grosse Freude vor Ihnen zu sprechen und einen Input zu einer Kunst der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":125,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-13574","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Input #01: Allianz, Kollaboration, Teilhabe? 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